Einspeiser

Gesetzliche Grundlagen

Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien trifft Regelungen für die Einbindung von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den Energiemarkt. Es behandelt den Anschluss der Anlagen an ein Netz, die vorrangige Abnahme des erzeugten Stromes und die Vergütung der abgenommenen Strommengen sowie den bundesweiten Ausgleich und die Weiterwälzung an Letztverbraucher versorgende Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

Allgemeine Informationen

Im Jahr 2000 wurde das Stromeinspeisungsgesetz (StrEG) 1998 (BGBl. I 1998, Seite 730, 734) durch das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) vom 29. März 2000 (BGBl. I 2000, Seite 305) abgelöst.

Am 1. August 2004 ist das Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich vom 21. Juli 2004 (BGBl. I 2004, Seite 1918) in Kraft getreten. Es novelliert das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien. Laut Erneuerbare Energien Gesetz-Novelle gelten als Erneuerbare Energien „Wasserkraft, einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie und Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie“.

Am 1. Januar 2009 wurde dieses Gesetz durch eine novellierte Fassung vom 25. Oktober 2008 (BGBl. I 2008, Seite 2074) ersetzt. Das EEG schreibt für die Stromeinspeisung aus bestimmten erneuerbaren Energien die Aufnahme durch die Netzbetreiber und die Zahlung einer Mindestvergütung über eine gesetzlich definierte Laufzeit vor. Des Weiteren sorgt es für eine vergleichmäßigte Verteilung der regional unterschiedlichen EEG-Einspeisungen bzw. deren Belastungen auf die Letztverbraucher versorgenden Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU). Die für die deutschen Regelzonen verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) sind durch das EEG mit der Durchführung eines bundesweiten „Lastenausgleiches" für Strommengen aus solchen Quellen und deren finanziellen Belastungen beauftragt.

Im Zuge dieses Belastungsausgleichs geben die Verteilnetzbetreiber (VNB) die in ihren Netzen von den Anlagenbetreibern abgenommenen Strommengen an die Übertragungsnetzbetreiber weiter und bekommen hierfür die an die Anlagenbetreiber bezahlten gesetzlichen Mindestvergütungen abzüglich vermiedener Netznutzungsentgelte erstattet.

Die Übertragungsnetzbetreiber wiederum wälzen innerhalb des bundesweiten Lastenausgleichs die EEG-Energiemengen an die Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die Letztverbraucher versorgen, entsprechend deren Abgabe an Letztverbraucher zu einem aus dem EEG-Energieaufkommen und den gezahlten Vergütungen ermittelten bundeseinheitlichen EEG-Durchschnittspreis weiter. Auf die zu erwartenden Energiemengen und Zahlungen sind monatliche Abschläge zu leisten.

Im Rahmen einer Jahresabrechnung werden die Differenzen zwischen den gewälzten Abschlägen und den Jahreslieferungen gemäß Zählerständen ermittelt und anschließend ausgeglichen. Die Prozesse zur Umsetzung dieser Gesetze sind privatrechtlich organisiert und werden von den Netzbetreibern durchgeführt. Hinweise für die Umsetzung hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer so genannten „EEG-Verfahrensbeschreibung" herausgegeben. Berechnungen und Prognosen veröffentlichen die deutschen Übertragungsnetzbetreiber auf: www.netztransparenz.de

Die Gesetzeskonformität der vorgenommenen Abwicklung wird durch Bescheinigungen von Wirtschaftsprüfern bzw. von vereidigten Buchprüfern seitens aller an diesem Prozess mitwirkenden Partner bestätigt. Die Transnet BW GmbH setzt als verantwortlicher Netzbetreiber im jeweiligen Netzgebiet die Regelungen des EEG um.

Grundlagen und Erläuterungen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Jahresabrechnung erhalten sie auf den Internetseiten der TransnetBW GmbH ( www.transnet-bw.de ) Weiterführende Informationen und Daten zur Windenergieerzeugung finden Sie ebenfalls unter: www.transnet-bw.de

Die Daten zu „Angaben nach §14a Abs. 1 bis 5 gemäß § 15 Abs. 2 EEG“ werden zurzeit erstellt.