13.Juni 2017

Transparente Technik im Weinstädter Stromnetz

Stadtwerke Weinstadt und Netze BW geben Blick auf grünen Bioöl-Trafo in Ortsnetzstation Merzlweg frei

Weinstadt. Die Ortsnetzstation neben dem Kinderspielplatz am Beutelsbacher Merzlweg hat nun eine Attraktion mehr. Im Inneren arbeitet nicht nur seit fast einem Jahr ein sogenannter Bioöl-Trafo, man kann ihn jetzt auch von außen durch ein Fenster beobachten. Genau an diesem Platz haben sich Oberbürgermeister Michael Scharmann und Dr. Martin Konermann, Geschäftsführer der Netze BW GmbH für ein erstes Kennenlernen verabredet. Die Netze BW betreibt für die Stadtwerke Weinstadt Energieversorgung GmbH (SWWE) die Strom- und Gasnetze der Stadt.

Dieser Bioöl-Trafo ist die erste Anlage, die die Netze BW im Rahmen eines Feldtests installiert hatte. Statt Mineralöl wird in diesem Trafo zur Isolation und Kühlung Pflanzenöl aus nachwachsenden Rohstoffen eingesetzt. Stadtwerke und Netzbetreiber wollen der Bevölkerung diese interessante und nachhaltige Technik nicht vorenthalten und geben nun den Blick auf den grünen Trafo frei. Erläuterungen zur Funktionsweise finden die Interessierten auf der Informationstafel, die direkt neben dem Fenster angebracht ist. Oberbürgermeister Scharmann lobt das Engagement des Netzbetreibers hier besondere Technik transparent zu machen: „Die Energiewende stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Mit der Netze BW haben die Stadtwerke Weinstadt einen innovativen und kompetenten Partner an ihrer Seite. Davon kann die Stadt nur profitieren“, ist er sich sicher.

Bereits im Vorfeld zum Feldtest wurden an der Universiät Stuttgart umfangreiche Labortests mit Ölproben durchgeführt. Diese bestätigen, dass das eingesetzte Rapsöl die Isolier- und Kühlfunktion genauso gut erfüllt wie Mineralöl. Auch bei Temperaturen bis -30° C isoliert das Öl einwandfrei. Außerdem hat das Bioöl alle Alterungstests bestanden. Aufgrund des höheren Flammpunktes bietet das Pflanzenöl sogar einen besseren Brandschutz. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil. Solche Bioöl-Transformatoren können auch an ökologisch sensiblen Standorten eingesetzt werden, da die Pflanzenöle, anders als Mineralöle, frei von gefährlichen, umweltschädlichen Stoffen und somit nicht wassergefährdend sind. Netze BW-Geschäftsführer Martin Konermann erläutert: „Zu unseren Aufgaben als Netzbetreibers gehört es, dafür zu sorgen, dass Strom zuverlässig und effizient zum Verbraucher gelangt. Dabei spielt der Umweltschutz eine große Rolle. Unser Umweltschutzmanagement ist zertifiziert und wird regelmäßig überprüft. Das schließt natürlich auch unsere technischen Innovationen mit ein.“

„Nachhaltige Energieversorgung ist auch für uns ein entscheidendes Thema“, betonen die beiden Geschäftsführer der SWWE, Thomas Meier und Tilmann Bauer. „Mit dem Aufbau unseres Windkraftportfolios und dem Einstieg in die Elektromobilität sind wir hier auf einem guten Weg. Dazu passt auch der ‚grüne‘ Trafo. Deshalb haben wir uns auch gleich bereit erklärt, bei diesem Forschungsprojekt mitzumachen.“

Genau 102 ihrer rund 26.500 Stationen in Baden-Württemberg will die Netze BW mit den grün gestrichenen ‚Öko-Trafos‘ ausstatten. Über 70 dieser Transformatoren sind nun schon im Einsatz. Allein mit dem Test sparen die Netze BW über 37 Tonnen Mineralöl ein. Der Transformator wandelt den ankommenden Strom von 10.000 Volt auf die in Haushalten und Betrieben üblichen 400/230 Volt um.

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