07.Juni 2018

Gewitternacht im Raum Oberschwaben/Allgäu/<br>Alb mit zwei Stromausfällen im Raum Leutkirch sowie in Ratzenried

Die Gewitter am Mittwochabend führten im Raum Oberschwaben/Allgäu/Alb zu insgesamt 13 Blitzeinschlägen ins 20.000-Volt-Mittelspannungsnetz der Netze BW. Bei den meisten konnte nach der innerhalb eines Sekundenbruchteils erfolgenden „Automatischen Wiedereinschaltung“ eine Versorgungsunterbrechung vermieden werden. In zwei Fällen kam es aber doch zu einem Stromausfall:

Zum einen schlug um 19:34 Uhr offenbar ein Blitz ins 20.000-Volt-Netz in der Nähe der Umspannstation ‚Kinderschule‘ in Ratzenried ein und beschädigte Teile der Technischen Einrichtung. Nach Lokalisierung der Fehlerstelle konnte die Bereitschaft die Versorgung mithilfe von Schaltmaßnahmen innerhalb einer Dreiviertelstunde weitgehend wieder herstellen. Um 20:31 Uhr waren auch die Anschlüsse in der direkten Umgebung wieder am Netz. Der Schaden in der Umspannstation soll im Laufe des Donnerstags behoben werden.

Wenige Minuten zuvor hatte ein Blitzschlag zwischen Unterzeil und Diepoldshofen eine Umspannstation in Vorderberg in Mitleidenschaft gezogen. Hier erwies sich die Fehlersuche für die Bereitschaft als kompliziert, weil bereits wenige Minuten zuvor ebenfalls durch Blitzschlag ein Kurzschluss ausgelöst worden war, der aber nicht zum Ausfall geführt hatte. Betroffen vom Stromausfall waren Anschlüsse westlich der A 96, vor allem auf Wurzacher Gebiet und am Rande der Gemeinde Aitrach. Zwischen 20:24 Uhr und 20:53 Uhr gelang es den Monteuren, die Versorgung ebenfalls durch Schaltmaßnahmen in Abstimmung mit der Leitstelle nach und nach wieder aufzubauen. Lediglich in Vorderberg selbst dauerte es bis 22:55 Uhr.

Hintergrund

Das 20.000-Volt-Mittelspannungsnetz der EnBW-Tochter Netze BW ist in Form „offener Ringe“ aufgebaut, so dass bei Schäden ein gestörter Abschnitt – in der Regel zwischen 2 Ortsnetzstationen – „herausgeschaltet“ werden kann. Durch Umschaltungen innerhalb der Ringstruktur können die meisten der betroffenen Ortsnetzstationen sozusagen „von der anderen Seite“ versorgt werden, noch bevor die Reparatur beginnt. In den Ortsnetz- oder Umspannstationen wird die Spannung von 20.000 V auf die bei Hausanschlüssen gängigen 230/400 Volt heruntertransformiert.

HINWEIS: Informationen zu aktuellen Störungen finden Sie auch online unter www.netze-bw.de/stoerungen.

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