01.Dezember 2017

110.000 Volt Leitungen der Netze BW zwischen Ravensburg und Baindt sind wieder intakt (AKTUALISIERT)

Jobs in luftiger Höhe nach Sturmschäden

Luftiger Job Ende August 2017: Die Leiterseile werden vom beschädigten Hochspannungsmast gelöst, die Stauchung ist deutlich erkennbar.

Ravensburg. Die bei einem schweren Gewitter im August erheblich beschädigten Hochspannungsleitungen zwischen Ravensburg und Baindt sind wieder intakt und befinden sich im Normalbetrieb. Mithilfe einer Spezialfirma konnte die Netze BW am Donnerstag, 29. November, deren Instandsetzung erfolgreich abschließen. Am frühen Nachmittag wurden beide Stromkreise wieder zugeschaltet.

Der Sturm war am Freitagabend, 18. August, vom Bodenseeraum über Oberschwaben und das Allgäu gezogen und hatte zum Teil heftige Verwüstungen angerichtet. Im Norden Ravensburgs, nahe der Bahnlinie, war dabei eine ganze Baumreihe in den Auwäldern entlang der Schussen entwurzelt worden und in die nahen Leiterseile gestürzt. Deren Zugkraft stauchte daraufhin den Kopf eines rund 40 Meter hohen Masts und machte die Isolatoren für die zwei mal drei Leiterseile unbrauchbar. Auch in der Region rund um das Umspannwerk (UW) Baindt war daraufhin zunächst der Strom ausgefallen. Mithilfe von Schaltmaßnahmen im dicht geknüpften Netz der EnBW-Tochter konnte die Versorgung aber relativ schnell über eine weitere 110.000 Volt Leitung vom UW Herbertingen wieder aufgebaut werden. Schon in der folgenden Woche war es der Ummendorfer Spezialfirma c’team gelungen, ein provisorisches Notgestänge in unmittelbarer Nähe des beschädigten Masts zu errichten. Auf diesem konnte im Anschluss einer der beiden Stromkreise zwischen den UW Ravensburg und Baindt provisorisch wieder zugeschaltet werden. Damit war wieder für eine sichere Anbindung mit mindestens einer Reserveleitung gesorgt.

Am vergangenen Montag hatten die Spezialisten dann begonnen, den neuen Mastkopf zunächst am Boden zu montieren und auf die noch intakte untere Hälfte zu setzen. Der östliche der beiden Leitungsstränge sowie das an der Mastspitze installierte Steuerseil konnten bereits unmittelbar im Anschluss an den Isolatoren angebracht werden. Die drei Seile des anderen waren so stark gedehnt worden, dass sie auf einer Länge von sechs Spannfeldern erneuert werden mussten. Nachdem auch diese Aufgabe erledigt war, konnte die Netzleitstelle am Donnerstagmittag beide Stromkreise wieder zuschalten.

Bereits am Dienstag transportierten insgesamt acht schwere Lkw das Notgestänge zurück an seinen Lagerplatz im UW Dellmensingen (Erbach, Alb-Donau-Kreis) der Netze BW. Sobald das Wetter dafür geeignet erscheint, soll ein Landschaftsgärtner den bei der herrschenden Witterung unvermeidlichen Flurschaden beseitigen.

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