11. Juli 2019

Netze BW ersetzt ausgebrannten Transformator im Umspannwerk Schönaich

Redundanz im Netz, Reserve auch großer Netzanlagen und eine gute Organisation des Bereitschaftsdienstes ermöglichen es dem Netzbetreiber, eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Schönaich. Am Mittwoch letzter Woche brannte ein Transformator im Umspannwerk Schönaich der Netze BW GmbH völlig aus. Da der zweite Transformator auf dem Gelände sofort die Aufgaben mit übernehmen konnte, dauerte die durch den Brand entstandene Versorgungsunterbrechung nur zwei Minuten. Durch die gute Zusammenarbeit des Netze BW-Bereitschaftsdienstes mit den örtlichen Feuerwehren war auch der Brand rasch gelöscht und der Transformator sicher heruntergekühlt worden. Zurzeit finden die Aufräumarbeiten statt. Bereits am Freitag, 12. Juli, kann ein neuer Transformator angeliefert werden, denn für solche Fälle hält der Netzbetreiber in seinem Umspannwerk in Wendlingen Ersatztransformatoren in Reserve. Die Lieferzeiten solcher Großgeräte lägen sonst bei ca. 18 Monaten.

Um die hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist das Stromnetz der Netze BW mit einer Redundanz, der sogenannten n-1 Sicherheit, ausgestattet. Das heißt, fällt ein Betriebsmittel aus, gibt es ein zweites, das die Aufgaben übernehmen kann. So ist das auch in Schönaich. Hier läuft momentan die Umwandlung der Spannung und Verteilung des ankommenden Stroms über den zweiten Transformator. Damit auch in der jetzigen Reservesituation die Stromversorgung „n-1-sicher“ ist, hat die Netze BW umgehend ein Störungsbetriebskonzept für die Region erstellt, welches die umliegenden Umspannwerke und die vorhandenen Netzreserven im Sommer mit einbezieht. Für alle Netzkunden, auch die des nachgelagerten Verteilnetzbetreibers Stadtwerke Tübingen GmbH, war damit die übliche Netzsicherheit sofort sichergestellt.

Hintergrundinformation:

Im Umspannwerk Schönaich wird der Strom, der über zwei Hochspannungsleitungen ankommt, mit zwei Transformatoren von 110.000-Volt-Hochspannung auf 20.000-Volt-Mittelspannung zur Weiterverteilung in der Region umgewandelt. Von dort werden neben Schönaich auch Altdorf, Hildrizhausen, Holzgerlingen, Steinenbronn, Weil im Schönbuch-Neuweiler und Weil im Schönbuch-Breitenstein, sowie der nachgelagerte Verteilnetzbetreiber Stadtwerke Tübingen GmbH versorgt. Ein solcher Transformator wiegt etwa 70 Tonnen, kostet rund 800.000 Euro und kann nur mittels speziellem Schwertransport bewegt werden.

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