21. August 2019

Netze BW modernisiert das Stromnetz in Tiefenbronn

Neue Erdkabel ersetzen Freileitungen

Tiefenbronn. Die Netze BW GmbH investiert eine Viertelmillion Euro und modernisiert das Stromnetz in Tiefenbronn. Dazu verlegt der Netzbetreiber neue Mittelspannungskabel vom Sportgelände an der Alten Wimsheimer Straße über die Kreisstraße K 4565 und den Aussiedlerhof Brendstraße 17 bis zum Aussiedlerhof Hagenäcker. Die Kabel ersetzen die alte Freileitung zwischen der Alten Wimsheimer Straße und der Landesstraße L 573. Sie kann nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Kabeltrasse abgebaut werden.

Am östlichen Ortsausgang an der Brendstraße stellt die Netze BW zusätzlich eine neue Schaltstation auf, um künftig bei Störungsfällen im Netz die Stromausfallzeiten so kurz wie möglich zu halten. Mit der Modernisierung wird auch die Kapazität des Stromnetzes erhöht und für die Bedarfe der Zukunft gerüstet. Das dient der örtlichen Versorgungssicherheit.

Außerdem werden im Auftrag der Gemeinde Tiefenbronn auf einem Teil der Strecke gleich Leerrohrverbünde, sogenannte Speedpipes, für die künftige Breitbandversorgung mitverlegt.

Die Trasse verläuft auf gesamter Länge außerhalb der Wohnbebauung entlang von Wirtschaftswegen. Der Tiefbau wird überwiegend konventionell im offenen Graben durchgeführt. Einzig die Querung des Schwillbachs erfolgt im Spülbohrverfahren. Im Verlauf der Maßnahme wird es abschnittsweise zu Sperrungen der Wirtschaftswege kommen. Die Zufahrt zu den beiden Aussiedlerhöfen ist jedoch jederzeit gewährleistet. Die Netze BW bittet um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Wenn alles planmäßig verläuft, startet das Bauvorhaben am Montag, 9. September, und wird nach sechs Wochen abgeschlossen sein.

Die Demontagearbeiten der Freileitung werden, in Absprache mit den Eigentümern, bzw. den Bewirtschaftern der landwirtschaftlichen Flächen, ab Spätherbst 2019 innerhalb der vegetationsfreien Zeit durchgeführt.

Spülbohrverfahren

Mit einem kleinen Bohrkopf (Durchmesser zirka 15 Zentimeter) wird zuerst ein Pilotloch auf der einen Seite der zu unterquerenden Fläche gebohrt. Dieser ist mit Sensoren versehen und gräbt sich ferngesteuert auf der Strecke, auf der später die Rohre verlaufen sollen, durch den Boden. Mit Hilfe eines elektromagnetischen Ortungssystems überprüft der Bohrmeister Richtung und Tiefe des Verlaufs. Das beim Bohren gelöste Erdreich wird per Wasserdruck herausgespült. Dem Wasser ist umweltverträgliches Bentonit, ein feines mineralisches Lehmpulver, beigemischt. Dadurch dient es gleichzeitig als so genannte Stützflüssigkeit, welche die Wände des Bohrkanals stabilisiert. Am Zielpunkt angekommen, wird der Bohrkopf durch einen größeren Aufweitkopf ausgetauscht. Mit ihm wird die Bohrung im Rückwärtsgang erweitert. Falls nötig wird dieser Vorgang mit immer größeren Aufweitköpfen so oft wiederholt, bis der Bohrkanal das erforderliche Maß erreicht hat. Mit dem letzten Durchgang werden Leerrohre aus Kunststoff eingezogen, in die abschließend die Stromkabel durchgeführt werden, die durch diese Ummantelung vor äußeren Einwirkungen geschützt sind.

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