Einspeiser

EEG-Umlagepflicht auf Eigenversorgung

Auch wer den selbst erzeugten Strom ganz oder teilweise selbst verbraucht, muss grundsätzlich EEG-Umlage bezahlen. Die Regelung gilt in erster Linie für Anlagen, die nach dem 31. Juli 2014 in Betrieb genommen wurden.

Die EEG-Umlage - Was müssen Anlagenbetreiber*innen wissen?

Die EEG-Umlage ist ein Bestandteil des Strompreises und finanziert den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie wird als Aufschlag auf jede genutzte kWh Strom fällig – also auch für den Eigenverbrauch. Wenn Ihre Anlage aber Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und die Leistung nicht größer als 30 kW ist, entfällt die EEG-Umlagepflicht. Die Eigenversorgung eines üblichen Einfamilienhauses mit PV-Anlage ist somit von der EEG-Umlage befreit. Bei Anlagen mit einer Leistung über 30 kW ist die Eigenversorgung EEG-umlagepflichtig in Höhe von 40% des Regelsatzes.

Hinweis: Bestandsanlagen, die bereits vor dem 01. August 2014 zur Eigenversorgung betrieben wurden, sind in den meisten Fällen von der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage befreit. Bitte beachten Sie, dass bei Änderungen an diesen Anlagen oder Anlagenbetreiberwechseln der Bestandschutz entfallen kann. Mehr Informationen hierzu finden Sie in den FAQ.

Hinweis für Bestandsanlagenbetreiber*innen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen

Das EEG 2021 hat die Leistungsgrenze für den Entfall der EEG-Umgalgepflicht für die Eigenversorgung auf max. 30 kW angehoben und die bisherige, jährliche Verbrauchsobergrenze abgeschafft.

Die gute Nachricht für Bestandsanlagenbetreiber*innen: Wegen der angehobenen Leistungs- und entfallenen Verbrauchsgrenze könnte die EEG-Umlagepflicht möglicherweise auch für Sie entfallen. Und um es Ihnen so einfach wie möglich zu machen, prüfen und berücksichtigen wir das in Ihrer Jahresabrechnung ganz automatisch – Sie müssen nicht aktiv werden.

Ausnahmen von der EEG Umlagepflicht

Das EEG sieht zudem Ausnahmetatbestände vor, die Sie von der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage auf Eigenversorgung befreien. Die Angaben, um die Befreiung zu erhalten, machen Sie am besten bei der Neuanfrage einer Erzeugungsanlage online in unserem Kundenportal.

Die EEG-Umlagepflicht entfällt, wenn

  • die Stromerzeugungsanlage eine Leistung von max. 30 kW hat und zur Stromerzeugung ausschließlich erneuerbare Energien genutzt werden. Die Befreiung gilt ab dem 01.01.2021 ohne zeitliche Befristung (§ 61b Abs. 2 EEG 2021), oder
  • eine sonstige Stromerzeugungsanlage eine Leistung von max. 10 kW hat, wobei die Befreiung für höchstens 10.000 kWh selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr gilt und auf 20 Jahre zuzüglich des Inbetriebnahmejahres befristet ist (§ 61a Nr. 4 EEG 2021), oder
  • der Strom in den Neben- und Hilfsanlagen einer Stromerzeugungsanlage zur Erzeugung von Strom im technischen Sinne verbraucht wird (Kraftwerkseigenverbrauch) (§ 61a Nr. 1 EEG 2021), oder
  • der Eigenversorger weder unmittelbar noch mittelbar an ein Netz für die allgemeine Versorgung angeschlossen ist (sog. Inselbetrieb) (§ 61a Nr. 2 EEG 2021), oder
  • sich der Eigenversorger vollständig mit Strom aus seiner Stromerzeugungsanlage selbst versorgt. Dabei wird vorausgesetzt, dass der Eigenversorger keinerlei Strom aus dem Netz für die allgemeine Versorgung bezieht und keinerlei finanzielle Förderung nach EEG in Anspruch nimmt (§ 61a Nr. 3 EEG 2021).
  • Achtung, auch Batteriespeicher gelten gesetzlich als Erzeugungsanlagen. Die EEG-Umlagepflicht entfällt, wenn Ihr Speicher maximal 30 kW Entladeleistung hat und ausschließlich mit Strom aus einer EEG-Anlage geladen wird.

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Antworten zu den häufigsten Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

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