Einspeiser

Gesetzliche Grundlagen

Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien trifft Regelungen für die Einbindung von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den Energiemarkt. Es behandelt den Anschluss der Anlagen an ein Netz, die vorrangige Abnahme des erzeugten Stromes und die Vergütung der abgenommenen Strommengen sowie den bundesweiten Ausgleich und die Weiterwälzung an Letztverbraucher versorgende Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

Allgemeine Informationen

Im Jahr 2000 wurde das Stromeinspeisungsgesetz (StrEG) 1998 (BGBl. I 1998, Seite 730, 734) durch das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) vom 29. März 2000 (BGBl. I 2000, Seite 305) abgelöst. Ziel des Gesetzes ist, eine nachhaltige Energieversorgung zu schaffen und den Technologien zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. Zum 1. Januar 2017 wurde die derzeit gültige Fassung dieses Gesetzes in Kraft gesetzt. Eine aktuelle Version finden Sie im Internet unter http://www.gesetze-im-internet.de/.

Laut EEG gelten als Erneuerbare Energien „Wasserkraft, einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie und Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie“.

Das EEG schreibt für Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien die verpflichtende Aufnahme durch die Netzbetreiber und die Zahlung einer Mindestvergütung vor. Ab einer bestimmten Anlagengröße besteht die Verpflichtung zur Direktvermarktung durch den Anlagenbetreiber - in diesen Fällen zahlt der Netzbetreiber dem Anlagenbetreiber eine Marktprämie als Ausgleich zwischen der gesetzlichen Mindestvergütung und dem Entgelt vom Stromhändler.

Die gesetzlichen Regelungen sollen für eine gleichmäßige Verteilung der Belastungen auf die Letztverbraucher sorgen. Die für die deutschen Regelzonen verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) sind durch das EEG mit der Durchführung eines bundesweiten „Lastenausgleiches" für Strommengen aus erneuerbaren Energien und deren finanziellen Belastungen beauftragt.

Im Zuge dieses Belastungsausgleichs geben die Verteilnetzbetreiber (VNB) die in ihren Netzen von den Anlagenbetreibern abgenommenen Strommengen an die ÜNB weiter. Im Gegenzug bekommen sie von den ÜNB die Vergütungszahlungen abzüglich vermiedener Netznutzungsentgelte erstattet, sofern die Auszahlung gemäß den Regelungen des EEG erfolgt ist.

Die ÜNB wälzen innerhalb des bundesweiten Ausgleichs die Vergütungszahlungen mittels der bundeseinheitlichen ermittelten EEG-Umlage an die Letztverbraucher. Grundlagen und Erläuterungen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Jahresabrechnung der ausbezahlten Vergütungszahlungen erhalten Sie auf den Internetseiten der Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de sowie der TransnetBW GmbH.
Weiterführende Informationen und Daten zur Windenergieerzeugung finden Sie ebenfalls unter: https://www.transnetbw.de/de.

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