NETZlabor Niederstetten

Im Gebiet Niederstetten trifft eine stetig wachsende Einspeisung aus regenerativen Quellen wie Wind und Photovoltaik auf einen besonders an Wochentagen hohen Stromverbrauch aus Industriebetrieben. Dies macht besonders die Steuerung der Spannung im Projektgebiet zu einer Herausforderung.

Wir kümmern uns drum

Ihr Ansprechpartner:

  • Bernhard Wittenberg
  • Schelmenwasenstraße 15
  • 70567 Stuttgart
  • +49 711 289-87854

Kurz und Knapp

Köpfchen statt Kupfer – Dezentrale Netzintelligenz in Niederstetten

Wenn es im Gebiet Niederstetten auf dem ausgedehnten Mittelspannungsnetz mit 84 Ortsnetzstationen und einer Leitungslänge von knapp 87 km mal zu einer Störung kommt, ist außerdem eine effektive Strategie zur Fehlersuche und -behebung nötig, um Stromausfälle schnellstmöglich zu beheben.

Weitere Innovationen

NETZlabor Boxberg und Stockach

Überlastungen im Netz vermeiden

NETZlabor Elektroflotte

Intelligentes Lastmanagement für E-Fahrzeuge

NETZlabor Freiamt

Weiterentwicklung von innovativen Betriebsmitteln

NETZlabor Sonderbuch

Netze ausbauen, erneuerbare Energien integrieren.

Bioöl-Trafos

Die Netze BW startet einen großen Test mit Bioöl-Trafos. Erfahren Sie, wie wir dadurch die Ziele der Energiewende unterstützen.

grid-control

Lösungen für zukunftsfähige Verteilnetze

Was wird konkret gemacht?

NETZlabor NiederstettenHerzstück des Projektes, welches die Netze BW zusammen mit der Siemens AG durchführt, ist ein dezentraler Regionalcontroller. Dieser Mikrorechner im Umspannwerk Niederstetten überwacht und steuert das unterlagerte Mittelspannungsnetz. Dafür erhält er Messwerte aus insgesamt 14 Ortsnetzstationen, von denen 9 zusätzlich über Automatisierungstechnik ferngewirkt schaltbar sind.

Durch die Übertragung von Kurz- und Erdschlussmeldungen können Fehler im Netz früh erkannt und so Versorgungsunterbrechungen entweder verhindert oder durch automatisierte Schaltmaßnahmen stark eingegrenzt werden. Der Controller steuert außerdem zwei sogenannte Mittelspannungs-Strangregler. Diese ermöglichen es, die Spannung in den Netzsträngen zu jedem Zeitpunkt so einzustellen, dass sowohl die Anforderungen der Industrieverbraucher erfüllt werden, als auch die Einspeisung von dezentralen Erzeugern uneingeschränkt möglich ist.

Durch diesen Ansatz, der verschiedene bereits an anderer Stelle etablierte Technologien zu einem neuen innovativen Gesamtpaket zusammenfasst, ist das Netz in Niederstetten auch für zukünftige Herausforderungen und den Anschluss weiterer dezentraler Erzeugungsanlagen gut gerüstet.

Dieses Konzept hat auch die Jury der Energy Academy überzeugt, die das Projekt „Dezentrale Netzintelligenz“ für den Handelsblatt Energy Award 2015 in der Kategorie „Utilities und Stadtwerke“ nominiert hat.

Ziele:

  • Dezentraler Ansatz zur Überwachung und Steuerung des Mittelspannungsnetzes
  • Erhöhung der Aufnahmefähigkeit des Netzes für Erneuerbare ohne neue Baustellen
  • Bessere Informationen aus dem Netz und schnellere Reaktion bei Störungen

Das Projekt in Zahlen:

  • 1 dezentraler Regionalcontroller im Umspannwerk Niederstetten
  • 2 Mittelspannungs-Strangregler
  • 5 Ortsnetzstationen mit dezentraler Spannungsmessung
  • 9 ferngemeldete und fernbedienbare Ortsnetzstationen

Aktueller Stand:

  • Schlüsselkomponenten sind installiert
  • Offizielle Einweihung erfolgte am 30. Oktober 2015
  • Feldtestphase bis Ende 2016

Weiterführende Links