Unser Netz

Netzverstärkung der bestehenden 110-kV-Leitung zwischen Hettingen und Höpfingen

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Termine zur abschnittsweisen Netzverstärkung der bestehenden 110-kV-Hochspannungsleitung südlich von Höpfingen (Anlage 1260).

Kurz & knapp

Unser Vorhaben in Hettingen-Höpfingen

Der Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen (insbesondere Photovoltaik- und Windkraftanlagen) bringt die Stromnetze an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Den Zielen der Landesregierung folgend, soll der Anteil der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg weiter steigen. Auch im Neckar-Odenwald-Kreis wird in den kommenden Jahren ein weiterer Ausbau an erneuerbaren Erzeugungsanlagen erwartet.

Um weitere Einspeisungen gemäß § 12 Erneuerbare-Energien-Gesetz gewährleisten zu können und das Verteilnetz auch in Zukunft sicher und zuverlässig betreiben zu können, plant die Netze BW die Verstärkung der bestehenden 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Höpfingen und dem Mast 153A (Anlage 1260). Hinzu kommen altersbedingte Sanierungsmaßnahmen an der weiteren Leitungsanlage.

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Meilensteine

Bedarfsplanung

Die eingeleitete Energiewende unter Förderung der Erneuerbaren Energien verändert die deutsche Energielandschaft nachhaltig. Zentrale Großkraftwerke werden zunehmend durch dezentrale, zumeist regenerative und kleinere, Erzeugungsanlagen ergänzt, welche sich häufig im ländlichen Raum befinden. Ländliche Regionen wie der Landkreis Neckar-Odenwald beziehen nicht länger nur Strom, sondern erzeugen diesen verstärkt selbst, wobei überschüssige Strommengen entstehen und abtransportiert werden müssen. Verteilnetzbetreiber erstellen regelmäßig verschiedene Szenarien zum Um-, Aus- und Neubau ihrer Netze, um sowohl den neuen Anforderungen der sich ändernden Energielandschaft als auch den energiewirtschaftsrechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Netze BW reagiert auf den weiteren Zubau Erneuerbarer Energien im Neckar-Odenwald-Kreis und plant die bestehende 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Höpfingen und Mast 153A zu ersetzen und dabei den neuen Anforderungen durch eine höhere Stromtragfähigkeit anzupassen.

Scoping

Bevor das Vorhaben umgesetzt werden kann, bedarf es eines umfangreichen Planungs- und Genehmigungsverfahrens. Das hier einschlägige Genehmigungsverfahren ist das Planfeststellungsverfahren. Zur Vorbereitung dieses Genehmigungsverfahrens ist ein sogenanntes Scoping-Verfahren notwendig. Hierfür erstellte Netze BW ein sogenanntes Scoping-Papier. Auf Grundlage dieses Scoping-Papiers, wurde am 24.11.2015 in einem öffentlichen Scoping-Termin beim Regierungspräsidium Karlsruhe der Umfang und die Methodik der Umweltverträglichkeitsuntersuchung sowie der Inhalt der durch Netze BW zu erstellenden Antragsunterlagen formal festgelegt.

Genehmigungsplanung im Dialog Aktueller Stand

Bevor die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden können, bedarf es einer Genehmigung. Diese Genehmigung ist im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) durch die Netze BW zu erlangen. Um ein Genehmigungsverfahren eröffnen zu können, muss die Netze BW zuvor einerseits verschiedene Voruntersuchungen durchführen, wie z.B. die Prüfung von technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen sowie andererseits einen Genehmigungsantrag erarbeiten. Derzeit werden die im Scoping-Termin definierten Umweltuntersuchungen durch Netze BW durchgeführt und der Genehmigungsantrag erarbeitet.

Parallel dazu wird die Öffentlichkeit zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Neben verschiedenen Informationsmaterialien zum Vorhaben besteht z.B. über unser Projektpostfach oder die Projekthotline die Möglichkeit, dass Sie uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Zu beachten ist, dass alle Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen sind. Hierzu dient das formelle Genehmigungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für dieses Vorhaben als Genehmigungsverfahren zur Anwendung kommt. Es dient unter anderem der förmlichen Beteiligung der Öffentlichkeit. Wir planen mit einer Antragseinreichung für Anfang 2019.

Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Karlsruhe. Dieses prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW, insbesondere unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Ergebnis des Planfeststellungsverfahren ist der Planfeststellungsbeschluss.

Planfeststellungsbeschluss

Das Planfeststellungsverfahren wird durch den Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss entscheidet das Regierungspräsidium Karlsruhe über den Antrag des Vorhabenträgers unter Berücksichtigung aller gegen den Antrag eingebrachten Einwände.

Baumaßnahmen

Der (Ersatzneu-)Bau wird gemäß dem Planfeststellungsbeschluss, welchen wir für Mitte 2019 erwarten, voraussichtlich ab Ende 2019 umgesetzt.

Inbetriebnahme

Nach Abschluss der Bauarbeiten, erfolgt als abschließender Meilenstein die Inbetriebnahme.

Geplante Maßnahme

Vorgesehen ist, die bestehende 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Höpfingen und Mast 153A an gleicher Stelle als Ersatzneubau den neuen Anforderungen anzupassen. Bestehende Maste sollen abgebaut und neue Maste standortgleich errichtet werden. Voraussichtlich fallen diese geringfügig höher aus. Die notwendige Erhöhung der Leistung soll durch das Auflegen unseres Standardleiterseiles, welches über eine höhere Stromtragfähigkeit verfügt, realisiert werden. Die Spannungsebene bleibt mit 110 kV gleich. Ursprünglich war zudem geplant, auch die bestehende 110-kV-Freileitung Richtung Hettingen (Anlage 3262) zu ertüchtigen und eine Leistungsverstärkung vorzunehmen. Aufgrund veränderter Prognosen, welche im Rahmen der Überarbeitung des Netzausbauplans 2018 überprüft wurden, bedarf es aktuell einer solchen Maßnahme jedoch nicht mehr. Stattdessen ist geplant, von Mast 153A bis zum Umspannwerk Hüffenhardt, die bestehenden Maste der Anlage 1260 zu sanieren. Der Sanierungsumfang wird derzeit ermittelt. Einen Gesamtüberblick zu den Maßnahmen finden Sie im Übersichtsplan.

So wird das Netz fit für die Zukunft gemacht. Die Spannungsebene bleibt mit 110 kV gleich. Netze BW folgt mit dieser Verstärkungsmaßnahme dem sogenannten NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) und vermeidet somit neue zusätzliche Leitungsanlagen.

Haben Sie weitere Fragen?

Antworten zu den häufigsten Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

Aktueller Stand

Am 24.11.2015 fand der öffentliche Scoping-Termin beim Regierungspräsidium Karlsruhe statt. Dieser Termin diente der formalen Festlegung von Umfang und Methodik der Umweltverträglichkeitsuntersuchung sowie des Inhalts der durch Netze BW zu erstellenden Antragsunterlagen. Derzeit werden die Antragsunterlagen für einen Planfeststellungsantrag erarbeitet. Dieser bezieht sich nur noch auf den Abschnitt vom Umspannwerk Höpfingen bis Mast 153A und wird voraussichtlich Anfang 2019 beim zuständigen Regierungspräsidium eingereicht. Für die geplanten Sanierungsarbeiten im weiteren Leitungsverlauf ist voraussichtlich kein umfangreiches Genehmigungsverfahren erforderlich.

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