Das Grid Modul

Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen produzieren an manchen Tagen so viel Strom, dass die Stromerzeugung den Stromverbrauch übersteigt. Die Netze werden dadurch instabil. Es droht ein Stromausfall. In diesen Notsituationen reduzieren die Verteilnetzbetreiber die Leistung von EEG-Anlagen über eine Steuerungseinheit. Die Netze BW haben jetzt ein neues Steuerungsinstrument entwickelt, das Anlagenbetreibern und Direktvermarktern höhere Erlöse ermöglicht.

Wir kümmern uns drum

Ihr Ansprechpartner:

  • Imen Ghourabi
  • Projektleitung Grid Modul
  • Schelmenwasenstraße 15
  • 70567 Stuttgart
  • 0711 289 48331

EEG-Anlagen intelligent messen und steuern

Eine alternative Steuerungstechnologie auf Basis intelligenter Stromzähler ist das Grid Modul. Der Verteilnetzbetreiber Netze BW und der Hersteller Landis+Gyr arbeiten seit Jahren zusammen und haben das neue System gemeinsam entwickelt.

Das neue Modul bietet viele Vorteile. Anders als bei den Funkrundsteuerempfängern kann jede Anlage einzeln gesteuert werden. Das Modul kann Steuerbefehle vom Netzbetreiber empfangen und ihm selbst eine Rückmeldung geben. Außerdem kann die sogenannte Wirk- und Blindleistung gesteuert werden. Das bedeutet, dass die Erzeugungsanlage bei Netzüberlastungen länger am Netz bleiben kann.

Grid-Modul

Steuerungstechnik für eine sichere Energieversorgung

Bisher setzen viele Verteilnetzbetreiber Funkrundsteuerempfänger ein, die technisch an ihre Grenzen stoßen. Bei Anlagen über 100 kWp reichen sie nicht aus. Eine neue Steuerungstechnik ist erforderlich.

Darüber hinaus wird künftig für bestimmte Netzkunden der Einbau intelligenter Messsysteme verpflichtend. Das Grid Modul ist so konzipiert, dass es mit diesen Messsystemen kompatibel sein wird.

Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzliche Grundlage für Steuerungstechnik bildet das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

0 bis 30 kWp Anlagen, die nach dem 1. Januar 2012 eingebaut wurden, müssen entweder fernregelbar sein oder sie werden dauerhaft auf 70 Prozent reduziert.
30 bis 100 kWp Ferngesteuerte Reduktion der Einspeisung für Anlagen ab 1. Januar 2009.
100 kWp und mehr Ferngesteuerte Reduktion und Übertragung der Stromeinspeisung an den Netzbetreiber.

Direktvermarktung mit dem Grid Modul

Das neue Modul bietet viele Vorteile. Anders als bei den Funkrundsteuerempfängern kann jede Anlage einzeln gesteuert werden. Das Modul kann Steuerbefehle vom Netzbetreiber empfangen und ihm selbst eine Rückmeldung geben. Außerdem kann die sogenannte Wirk- und Blindleistung gesteuert werden. Das bedeutet, dass die Erzeugungsanlage bei Netzüberlastungen länger am Netz bleiben kann.

Vorteile für Anlagenbetreiber:

  • Messstellenbetrieb und minütliche Übertragung der Ist-Einspeisewerte an den Direktvermarkter.
  • Volle Flexibilität bei der Auswahl des Direktvermarkters.
  • Auch bei bestehenden Direktvermarktungsverträgen geeignet.

Vorteile für Direktvermarkter:

  • Der Direktvermarkter kann über das Grid Modul Steuersignale an die Anlage senden und dadurch die Leistung der Anlage so einstellen, dass er den besten Marktpreis erzielt.