07. April 2021

Netze BW baut 20.000-Volt-Freileitungen ab

Schlusspunkt zur Millioneninvestition in die Versorgungssicherheit

Argenbühl. Wer öfter zwischen Kißlegg und Isny unterwegs ist, dem dürften die Lkw mit ihren Kranaufbauten kaum entgehen: Mithilfe dieser Spezialfahrzeuge demontieren Mitarbeiter der Netze BW aktuell Leiterseile und Masten von 20.000 Volt Freileitungen rund um Gottrazhofen. Deren Funktion haben seit Ende 2020 moderne Erdkabel übernommen.

„Es geht um Trassen mit insgesamt über fünfzehn Kilometer Länge“, erläutert Dietmar Mergenthaler, der für die EnBW-Tochter die Maßnahmen koordiniert. Zunächst werden die jeweils drei, bei Doppelleitungen sechs Leiterseile demontiert, wobei über fünfzig Kilometer zu recycelnde Kabel zusammenkommen. Im Anschluss sind die Masten aus Holz, Stahl oder Beton mitsamt den Fundamenten zu entfernen. Dabei zeigen die teils speziell für die Netze BW angefertigten Hubsteiger und Bagger, was sie auch im teils unwegsamen Gelände können.

Bereits weitestgehend abgeschlossen sind die Maßnahmen im Tal der Unteren Argen. Dort verband eine Doppelleitung das zu klein gewordene Schaltwerk Au mit Gottrazhofen, wo neben dem Wasserkraftwerk ein völlig neues, ferngesteuertes Schaltwerk entstand. Es bildet seit 2018 sozusagen die „Spinne im Netz“, von der aus die sechs Erdkabeltrassen in alle Richtungen abgehen. Insgesamt rund fünf Millionen Euro investierte die Netze BW in das mehrjährige Projekt, das zum einen die Versorgungssicherheit in Richtung Waltershofen und Kisslegg erhöht. Laut dem Planer Wolfgang Prasser bietet sich jetzt außerdem eine deutlich höhere Flexibilität bei Schaltmaßnahmen, die im Zuge von Instandhaltungen oder auch Störungen erforderlich sind. Davon profitierten die umgebenden Ortschaften in Argenbühl sowie einige in Leutkirch und Isny. Die Investition diene obendrein der Vorsorge angesichts eines erwarteten weiteren Zubaus von Photovoltaik- oder auch Biogasanlagen. Erdkabel gelten generell als viel weniger störungsanfällig als Freileitungen, die insbesondere durch Gewitter und Stürme, in der Region aber oft auch bei Waldarbeiten beschädigt werden.

Nach dem teils schneereichen Winter hofft Dietmar Mergenthaler jetzt auf einen zügigen Fortgang der Arbeiten auf den Abschnitten in Richtung Merazhofen sowie Bliderazhofen/Meggen. Mit der trockenen Witterung im März sei man schon sehr gut vorangekommen, ohne größere Flurschäden anrichten zu müssen. Ausdrücklich lobt er die Kooperation mit den betroffenen Landwirten, „die sich natürlich auch freuen, wenn die Hindernisse von ihren Feldern und Wiesen verschwinden. Wenn es weiter gut läuft, sollten wir noch im April weitestgehend fertig sein.“

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