Einspeiser

Photovoltaik-Anlage anmelden

Erneuerbare Energien sollen bei der Energieversorgung der Zukunft eine Leitfunktion übernehmen. Deshalb sind wir bestrebt, Erzeugungsanlagen zur Einspeisung erneuerbarer Energien so rasch wie möglich ans Netz anzuschließen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Anlagen mit allen erforderlichen Unterlagen korrekt angemeldet werden. Alle Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wir kümmern uns drum

Ihren Ansprechpartner finden:

Vier Schritte bis zur Inbetriebnahme Ihrer Erzeugungsanlage

Anfrage zum Anschluss einer Photovoltaikanlage

Im ersten Schritt teilen Sie uns mit, wo eine Photovoltaikanlage geplant ist und wie sie beschaffen ist. Damit wir die Anschlusssituation prüfen und die netztechnischen Auswirkungen der Anlage berechnen können, benötigen wir folgende Unterlagen:

1. Anfrageformular: Dieser Vordruck umfasst Adressdaten des Anlagenbetreibers und der beauftragten Elektrofachkraft sowie alle wichtigen Informationen zu der geplanten Anlage wie Leistung, Einspeisemanagement, Messkonzept, Veräußerungsform und Angaben zur EEG-Umlage. Die darin ebenfalls enthaltene Erklärung zur Netzuntersuchung und Netzberechnung muss vom Anlagenbetreiber oder einem bevollmächtigten Dritten unterschrieben werden.

Anfrageformular PV-Anlage(PDF)

Hier sehen Sie, welche Messkonzepte und ggf. bei Speicher welche Speicherschemas zur Auswahl stehen. Bitte tragen Sie die entsprechende Nummer in das Anfrageformular ein.

  1. Messkonzepte 1-6(PDF)

  2. Messkonzepte 7-11(PDF)

  3. Speicherschemas für "Speicher ohne Lieferung in das öffentliche Netz"(PDF)

  4. Speicherschemas für "Speicher ohne Leistungsbezug aus dem öffentlichen Netz"(PDF)

2. Lageplan: Bitte reichen Sie uns einen maßstabsgerechten Lageplan mit Grundstücksgrenzen (erhältlich bei Ihrer Kommune) ein. Zeichnen Sie den Aufstellungsort der Anlage und ggf. vorhandene Anlagen ein.


Wir werden aktiv: Netzverträglichkeitsprüfung

Wir ermitteln, wie wir Ihre Anlage sicher in unser Netz integrieren können. In der Regel senden wir Ihnen innerhalb weniger Wochen die Mitteilung des Netzverknüpfungspunkts zu. Darin informieren wir Sie unter anderem über die voraussichtliche Dauer eventuell erforderlicher Netzverstärkungsmaßnahmen. Den Netzverknüpfungspunkt reservieren wir sechs Monate lang für Sie.

Maßnahmen vor dem Anschluss der Photovoltaikanlage

Nach Mitteilung des Netzverknüpfungspunkts (NVP) sind wichtige Vorbereitungen für die Inbetriebnahme Ihrer Erzeugungsanlage zu treffen. Welche der aufgeführten Aktionen von Ihnen angestoßen werden müssen, entnehmen Sie bitte unserem Schreiben. Bitte besprechen Sie die Inhalte dieses Schreibens zudem mit Ihrer Elektrofachkraft.

1. Anlagen größer 30kWp oder mit freiwilligem Einspeisemanagement: Bitte senden Sie den Bestellauftrag zum Netzsicherheitsmanagement an die im Formular angegebene Faxnummer oder an steuergeraete@netze-bw.de. Wird ein Funkrundsteuerempfänger benötigt, liegt der Bestellauftrag der Mitteilung zum NVP bei.

2. Bei notwendigem Netzausbau: Reichen Sie die ausgefüllte Erklärung zum NVP und einen Ernsthaftigkeitsnachweis ein. Die Erklärung liegt bei erforderlichem Netzausbau der Mitteilung zum NVP bei.


Wir werden aktiv:

  • Wenn Sie das Einspeisemanagement bestellt haben, senden wir Ihnen den Funkrundsteuerempfänger an die von Ihnen gewünschte Adresse.
  • Wenn ein Netzausbau erforderlich ist, werden wir mit der Planung und anschließenden Umsetzung des Netzausbaus beginnen.

Inbetriebnahme der Zählerplätze

1. Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular: Im dritten Schritt informiert uns Ihre beauftragte Elektrofachkraft mit dem Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular darüber, dass der Zählerplatz fertiggestellt ist. Soll ein Zählerwechsel und/oder ein Zählereinbau von uns durchgeführt werden, wird dies ebenfalls mit diesem Formular beauftragt. Hier kann ein Terminwunsch für die Zählermontage sowie eine Telefonnummer für die Terminvereinbarung angegeben werden. Bitte beachten Sie, dass nur bei angekreuzter Inbetriebsetzung im Feld 1 des Formulars ein Zählertausch veranlasst werden kann.

Anmeldung und Inbetriebsetzung Niederspannung(PDF)

2. Auftrag für Zähler und Gerätewechsel: Handelt es sich um einen kostenpflichtigen Zählerwechsel, benötigen wir zusätzlich den Auftrag für Zähler- und Gerätewechsel.

Zähler- und Gerätewechsel - Auftragsformular(PDF)
Zähler- und Gerätewechsel - Zusätzliche Serviceleistungen(PDF)


Wir werden aktiv: Zählertausch/Zählermontage

Unser Dienstleister setzt sich umgehend mit Ihnen in Verbindung, um einen Termin zu vereinbaren. Mit dem Zählertausch beziehungsweise der Zählermontage schaffen wir die Voraussetzung für die Inbetriebnahme Ihrer Photovoltaikanlage.

Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage

Im vierten und letzten Schritt nimmt die Elektrofachkraft die Photovoltaikanlage in Betrieb und dokumentiert deren fachgerechte Ausführung in den Formularen:

F1 Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen(PDF)

F2 Datenblatt für Erzeugungseinheiten(PDF)

Des Weiteren sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Übersichtsplan der gesamten elektrischen Anlage
    Die Schemazeichnung muss alle schutzrelevanten Komponenten, die Technik für das Einspeisemanagement sowie die Installation vom Modul zum Netzverknüpfungspunkt enthalten.
  • Registrierungsbestätigung der Bundesnetzagentur
    Senden Sie uns als Nachweis für die Anmeldung der Anlage bei der BNetzA die Registrierungsbestätigung. Diese erhalten Sie nach elektronischer Meldung bei der BNetzA.
    https://app.bundesnetzagentur.de/pv-meldeportal/
  • Bilder der Photovoltaikanlage
    Auf den Bildern muss die gesamte Anlage (Module und Wechselrichter) erkennbar sein.
  • Erklärung zum Netzsicherheitsmanagement
    Hiermit bestätigen Sie die funktionstüchtige Umsetzung des Einspeisemanagements nach Vorgaben des EEG. Den betreffenden Vordruck haben Sie zusammen mit der Mitteilung zum Netzverknüpfungspunkt erhalten.
  • Bei Anlagen mit Speichersystem:
    Nach Inbetriebnahme des Speichersystems muss das vollständig ausgefüllte Datenblatt Speichersystem, sowie das Herstellerdatenblatt des Speichers eingereicht werden.

Datenblatt für die Inbetriebnahme eines Speichersystems(PDF)

  • Bei Anlagen mit Veräußerungsform Direktvermarktung/sonstige Marktprämie:
    Bitte senden Sie die von Ihnen und Ihrem Direktvermarkter unterschriebene Erklärung zur Fernsteuerbarkeit per Mail an direktvermarktung-krwe@netze-bw.de

Erklärung zur Fernsteuerbarkeit(PDF)
Sollten wir noch weitere Unterlagen von Ihnen benötigen, melden wir uns bei Ihnen.


Wir werden aktiv: Einspeisevergütung

Nachdem uns alle notwendigen Unterlagen vorliegen, erhalten Sie nach Prüfung einen Einspeisevertrag oder eine Stromeinspeisebestätigung. Darin sind Einzelheiten zum Anschluss und Betrieb Ihrer Erzeugungsanlage enthalten. Außerdem regelt der Vertrag die abrechnungstechnischen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel den Abrechnungszeitraum. Die aktuellen Vergütungssätze können Sie den jeweiligen Gesetzesblättern entnehmen. Weitere Informationen finden Sie unter anderem auf www.erneuerbare-energien.de, www.bundesnetzagentur.de, oder www.bmu.de.

Mit dem Vertrag oder der Stromeinspeisebestätigung erhalten Sie die Anlage Bank- und Steuerdaten. Diese Angaben benötigen wir von Ihnen als Anlagenbetreiber für die Vergütung des eingespeisten Stroms. Bei Fragen zu Ihrer Steuernummer oder dem Steuersatz wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder das Finanzamt.

Nach Eingang aller relevanten Dokumente werden wir mit der Vergütungsauszahlung beginnen.

Mitteilungspflicht Veräußerungsform nach EEG 2017

Bitte beachten Sie, dass nach den Vorgaben des EEG 2017 Betreiber von EEG-Anlagen, die ab 1. Januar 2017 in Betrieb genommen werden, verpflichtet sind, dem Netzbetreiber die erstmalige Veräußerung des erzeugten EEG-Stroms vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats mitzuteilen. Dies gilt unabhängig von der installierten Leistung der Anlage und nicht nur bei Direktvermarktung, sondern auch bei Inanspruchnahme der Einspeisevergütung.

In der Regel fällt der Zeitpunkt der erstmaligen Veräußerung des erzeugten EEG-Stroms mit dem Zeitpunkt der erstmaligen Netzeinspeisung zusammen. Soll beispielsweise eine EEG-Anlage erstmals im Januar 2017 Strom in das Netz der Netze BW einspeisen, muss der Anlagenbetreiber bis 30. November 2016 der Netze BW mitteilen, ob der Strom direktvermarktet werden oder eine Einspeisevergütung in Anspruch genommen werden soll. Bei Direktvermarktung sind außerdem Angaben zu dem Direktvermarkter und dem Bilanzkreis, dem die Stromeinspeisung zugeordnet werden soll, erforderlich.

Verstößt der Anlagenbetreiber gegen diese Pflicht, wird der anzulegende Wert bis zum Ablauf des Kalendermonats, der auf die Beendigung des Verstoßes folgt, auf den jeweils geltenden Monatsmarktwert abgesenkt.

Haben Sie weitere Fragen?

Antworten zu den häufigsten Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

Mieterstromzuschlag

Unter Vorbehalt der Genehmigung durch die EU-Kommission gibt es seit Inkrafttreten des zweiten Änderungsgesetz zum EEG 2017 am 25. Juli 2017 für Photovoltaikanlagen bis 100 kWp eine Förderung für jede Kilowattstunde Mieterstrom - den sogenannten Mieterstromzuschlag nach § 19 Absatz 1 Nummer 3 in Verbindung mit § 21 Absatz 3.

Als Mieterstrom gilt der Strom, der durch eine Photovoltaikanlagen auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und an die Letztverbraucher (insbesondere Mieter) im jeweiligen Wohngebäude oder in Wohngebäuden und Nebenanlagen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Durchleitung durch das öffentliche Netz geliefert und verbraucht wird. Das Wohngebäude muss mindestens zu 40 % der Fläche zu Wohnzwecken genutzt werden. Damit der Zuschlag ausbezahlt werden kann, muss die Strommenge durch geeichte Messeinrichtungen erfasst werden und eine Meldung an das Marktstammdatenregister erfolgen.

Über das Formular Mieterstromzuschlag können Sie den Zuschlag beantragen.

Allgemeine Bestimmungen für die Stromeinspeisung von Photovoltaikanlagen in das Niederspannungsnetz der Netze BW GmbH

Betreiber von neuen Photovoltaik (PV)-Anlagen mit einer installierten Modulleistung von maximal 30 kWp, die über einen bereits bestehenden Netzanschluss nach Messkonzept Nr. 1 oder Nr. 3 bzw. 4 in das Niederspannungsnetz der Netze BW GmbH einspeisen, erhalten von uns eine Bestätigung über die Stromeinspeisung zugesandt. Dem zwischen Ihnen als Anlagenbetreiber und uns hinsichtlich der Stromeinspeisung bestehenden Rechtsverhältnis liegen die gesetzlichen Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie unsere allgemeinen Bestimmungen für die Stromeinspeisung von Photovoltaikanlagen in das Niederspannungsnetz der Netze BW GmbH zugrunde. Die allgemeinen Bestimmungen stehen Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Technische Anschlussbedingungen

Technische Anschlussbedingungen Niederspannung

Technische Anschlussbedingungen Mittelspannung

Die Netze BW GmbH als Betreiber von Elektrizitätsverteilnetzen sind nach § 19 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) verpflichtet, unter Berücksichtigung der nach § 17 EnWG festgelegten Bedingungen, für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen, Elektrizitätsverteilnetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden, Verbindungsleitungen und Direktleitungen an die Netze der EnBW technische Mindestanforderungen an deren Auslegung und deren Betrieb festzulegen und zu veröffentlichen.

Diese Regelungen stellen wir Ihnen als Download zur Verfügung. Hier finden Sie die technischen Anschlussbedingungen der Mittelspannung sowie die BDEW Richtlinien zur Errichtung von Erzeugungsanlagen. Unteranderem stellen wir Ihnen den Netzanschlussvertrag Mittelspannung zur Verfügung sowie eine Anschlussverordnung.

Technische Anschlussbedingungen Hochspannung

Die Netze BW GmbH als Betreiber von Elektrizitätsverteilnetzen sind nach § 19 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) verpflichtet, unter Berücksichtigung der nach § 17 EnWG festgelegten Bedingungen, für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen, Elektrizitätsverteilnetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden, Verbindungsleitungen und Direktleitungen an die Netze der EnBW technische Mindestanforderungen an deren Auslegung und deren Betrieb festzulegen und zu veröffentlichen.

Diese Regelungen stellen wir Ihnen als Download zur Verfügung. Hier finden Sie die „Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss und Betrieb von Kundenanlagen an das Hochspannungsnetz.

VDE-Anwendungsregel 4120 (VDE-AR-N 4120) Ab dem 15. Januar sind Kundenanlagen nach der VDE-AR-N 4120 zu errichten.

Informationen zur VDE-AR-N 4120 können unter folgendem Link aufgerufen werden. Ebenfalls kann man über diese Homepage des VDE FNN die VDE-AR-N 4120 beziehen.

Formulare und Datenblätter

Checklisten notwendiger Unterlagen für Erzeugungsanlagen < 1 MVA
Anfrageformulare zum Anschluss einer Erzeugungsanlage

Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus und schicken Sie das Formular per Post an das zuständige Technikzentrum.

Formulare für Erzeugungsanlagen - Allgemein

Anzeigepflicht:

Seit dem 01.01.2015 ist das neue Mess- und Eichgesetz (MessEG) und die Mess- und Eichverordnung (MessEV) in Kraft. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter Eichamt.
§ 32 Abs. 1 MessEG fordert: Wer neue oder erneuerte Messgeräte verwendet, hat diese der nach Landesrecht zuständigen Behörde spätestens sechs Wochen nach Inbetriebnahme anzuzeigen.

VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4400:

Informationen zur VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4400 'Messwesen Strom (Metering Code)' können Sie unter folgendem Link einsehen.

Formulare für Erzeugungsanlagen - Niederspannung

Inbetriebsetzungsformular des VfEW BW (neu)(PDF)

Anmeldung und Inbetriebsetzung Niederspannung(PDF)
Ausgabe Baden-Württemberg (VdEW)

F1 Inbetriebsetzungsprotokoll(PDF)

F2 Datenblatt für Erzeugungseinheiten(PDF)

FAQs zu den Datenblättern VDE-AR-N 4105(PDF)

Einbaubericht für kundeneigene Wandler in Niederspannungsanlagen(PDF)

Zusatzinformationen zu den VDE Datenblättern:

F.1 - wird ersetzt durch das Inbetriebsetzungsprotokoll der Netze BW GmbH

F.2 - wird ersetzt durch das Datenblatt der Netze BW GmbH

F.3 - Anforderungen an den Prüfbericht für Erzeugungseinheiten - nur auf Anforderung der Netze BW GmbH

F.4 - Anforderungen an den Prüfbericht zum NA-Schutz (nur notwendig, wenn im Konformitätsnachweis des NA-Schutzes die Einstell- und Auslösewerte nicht eingetragen sind)

G.1 - wird ersetzt durch Formulare der Netze BW GmbH

G.2 - werden durch die Konformitätsnachweise ersetzt

G.3 - werden durch die Konformitätsnachweise ersetzt

Formulare für Erzeugungsanlagen - Mittelspannung
Formulare für Erzeugungsanlagen - EEG-Funkrundsteuerung
Einspeisemanagement nach § 9 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Erzeugungsanlagen mit einer installierten elektrischen Wirkleistung von mehr als 100 kW und zusätzlich PV- Erzeugungsanlagen von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW müssen sich zur Vermeidung von Netzüberlastungen am Einspeisemanagement des Netzbetreibers, an dessen Netz sie angeschlossen sind, beteiligen. Dies ist nach § 9 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vom 21. Juli 2014 (EEG), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 22. Juli 2014 geändert wurde, geregelt. PV-Anlagen bis 30 kW können sich Wahlweise am Einspeisemanagement beteiligen oder Ihre Einspeiseleistung dauerhaft auf 70% der Erzeugungsleistung beschränken. Die Pflicht zur Installation der Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung sowie zur Übernahme der damit verbundenen Kosten trifft den Anlagenbetreiber. Kommt der Anlagenbetreiber dieser Verpflichtung nicht nach, so verringert sich nach §25 Abs. 1 EEG die Förderung auf den Monatsmarktwert, solange er dagegen verstößt. Im Netz der Netze BW GmbH wird hierfür in der Regel für Anlagen bis 1 MW installierter Leistung ein Funkrundsteuerempfänger benötigt, der eine vierstufige Steuerung der Einspeiseleistung der Erzeugungsanlage vorsieht. Die Netze BW GmbH hat auf Grundlage von § 10 Abs. 2 EEG technische Mindestanforderungen zur einheitlichen Umsetzung des Einspeisemanagements nach § 9 EEG festgelegt. Diese Regelungen stellen wir Ihnen hier als Download zur Verfügung. Bitte beachten Sie: Die auf unseren Seiten zur Verfügung gestellten Informationen zum Einspeisemanagement sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, stellen aber keine Rechtsverbindliche Aussage dar. Maßgeblich bzgl. der notwendigen technischen Ausstattung gemäß § 9 EEG 2014 sind - die gesetzlichen Vorschriften, - einschlägige gerichtliche Urteile, - ggf. die Entscheidungen der Clearingstelle zu diesem Themenkomplex, sowie - die technischen Mindestanforderungen des Netzbetreibers.

Anschluss von Speichersystemen in Kundenanlagen am Nieder- und Mittelspannungsnetz

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) hat im Forum Netztechnik / Netzbetrieb (FNN) einen technischen Hinweis für den Anschluss und Betrieb von Speichern an das Niederspannungsnetz erarbeitet. Dieser dient insbesondere der Umsetzung der Richtlinien zur Förderung von stationären und dezentralen Batteriespeichersystemen zur Nutzung in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, veröffentlicht am 19. April 2013. Für Anschlüsse in der Niederspannung sind weiterhin unsere Technischen Anschlussbedingungen Niederspannung einzuhalten.

Für den Anschluss und Betrieb von Speichern an das Mittelspannungsnetz, gelten die nachfolgenden Richtlinien im Netzgebiet der Netze BW GmbH:

  • Technische Anschlussbedingungen Mittelspannung
  • BDEW MS-Richtlinie
  • ENTSO-E Network Codes

Für die Leistungsgrenzen sind die bestehenden Anforderungen aus der TAB Niederspannung und der VDE-AR-N 4105 zu entnehmen.

Alle Speichersysteme, unabhängig von ihrer Leistung und Kapazität, die an das Verteilnetz der Netze BW GmbH angeschlossen werden sollen, sind gemäß des FNN-Hinweises „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“ Anmelde- und Inbetriebsetzungsformular Ausgabe Baden- Württemberg anzumelden. Zur Inbetriebnahme des Speichers ist, zusätzlich zum Inbetriebsetzungsformular, das „Datenblatt für die Inbetriebnahme eines Speichersystems“ auszufüllen und der Netze BW GmbH zu übergeben.

Technische Anschlussbedingungen Niederspannung(PDF)
Stand Juli 2007, Ausgabe 2011

TAB Mittelspannung 2008, Stand 01.04.2017(PDF)
Hier finden Sie die Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz der Netze BW GmbH (TAB MS 2008) sowie die BDEW-Richtlinien zur Errichtung von Erzeugungsanlagen. Die Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz sind ab 1. April 2017 gültig. Die Übergangsfrist der TAB MS 2008 der Netze BW GmbH (Stand: 02/2014), für in Planung und in Bau befindliche Anlagen, endet zum 01.10.2017. Die Technische Richtlinie Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz der Netze BW GmbH wurde in die TAB MS 2008 der Netze BW GmbH übernommen.

Anmeldung und Inbetriebsetzung Niederspannung(PDF)
Ausgabe Baden-Württemberg (VdEW)

Anschlussvarianten

Um den EEG-Vergütungsanspruch (§ 19 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 Nr. 1 EEG ) auch für zwischengespeicherte Energie zu erhalten, ergeben sich zwei Anschlussvarianten:

1. Speicher ohne Lieferung in das öffentliche Netz

Speicher kann von verschiedenen Energie-Erzeugern geladen werden, wie z.B. PV-Anlage, KWKG-Anlage und öffentliches Netz. Der Kunde erhält die EEG-Vergütung nur für zwischengespeicherte Energie, die ausschließlich aus Erneuerbaren Energien stammt. „Gemischte“ Energie darf nicht ins Netz eingespeist werden.
Speicherschemas für "Speicher ohne Lieferung in das öffentliche Netz"(PDF)

2. Speicher ohne Leistungsbezug aus dem öffentlichen Netz

Speicher wird ausschließlich mit Erneuerbare Energie z.B. aus einer PV-Anlage geladen. Bei dieser Variante darf keine Erhaltungsladung aus dem öffentlichen Netz erfolgen bzw. muss deaktiviert werden. Speicherschemas für "Speicher ohne Leistungsbezug aus dem öffentlichen Netz"(PDF)