30. März 2026
Netze BW erfüllt Vorgaben der Bundesnetzagentur beim Smart Meter Rollout
Stuttgart. Die Netze BW GmbH hat die von der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgegebene Pflichtquote für den Einbau intelligenter Messsysteme (Smart Meter) im Jahr 2025 erfüllt. Das bestätigt die aktuelle Veröffentlichung der Behörde. Mit einer Quote von 20,1 Prozent liegt das Unternehmen leicht über dem geforderten Wert von 20 Prozent. Auch über die Pflicht hinaus installiert die Netze BW Smart Meter – monatlich kommen 10.000 neue hinzu.
„Die veröffentlichte Quote ist ein wichtiger regulatorischer Meilenstein, bildet aber nur einen Teil unserer tatsächlichen Aktivitäten ab“, betont Steffen Ringwald, Mitglied der Geschäftsführung der Netze BW. „Wir leisten mit dem Rollout intelligenter Messsysteme einen entscheidenden Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. Bereits heute haben wir deutlich mehr Geräte installiert, als die Quote vermuten lässt. Das zeigt: Netze BW treibt den Ausbau moderner Messtechnik konsequent voran.“
Pflichteinbauquote bildet nicht absolute Zahl verbauter Geräte ab
Die von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Pflichteinbauquote ist eine bewusst gewählte Mindestkennzahl. In die Quote zählen Einbaufälle von Kund*innen mit Verbrauchswerten zwischen 6.000 und 100.000 kWh Verbrauch sowie Anlagen nach § 14a EnWG, sofern neben dem Smart Meter auch eine Steuerungseinrichtung installiert ist.
Sie ist jedoch kein umfassender Leistungsindikator und erlaubt keine belastbaren Rückschlüsse auf die tatsächliche Geschwindigkeit des Rollouts. In die Quote fließen verschiedene Einbaufälle nicht ein. Dazu zählen unter anderem Smart Meter bei Photovoltaikanlagen, Anlagen nach § 14a EnWG ohne bereits verbaute und getestete Steuerungseinrichtung, optionale und freiwillige Einbauten sowie Fälle, die nachträglich aus der Pflicht herausfallen – etwa durch gesunkenen Verbrauch.
Das Netzgebiet der Netze BW ist überwiegend ländlich geprägt und weist einen hohen Anteil an Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Wallboxen und weiteren steuerbaren Verbrauchseinrichtungen auf. In diesen Bereichen installiert Netze BW seit Jahren Smart Meter in großer Zahl – viele davon außerhalb der Quote. Vergleichbare Messstellenbetreiber mit ähnlicher Netzstruktur erreichen ebenfalls Quoten in dieser Größenordnung.
Monatlich werden 10.000 zusätzliche Smart Meter installiert
Tatsächlich hat Netze BW bereits rund 240.000 Smart Meter verbaut. Monatlich kommen bis zu 10.000 neue Smart Meter hinzu. 70 Prozent, rund 160.000, der aktuell verbauten Smart Meter werden von der Pflichteinbauquote jedoch nicht erfasst. Eine Bewertung des Smart Meter Rollouts allein anhand der veröffentlichten Quote greift daher zu kurz. Die grundzuständigen Messstellenbetreiber leisten einen substanziellen Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. Deutschland verfolgt beim Rollout intelligenter Messsysteme bewusst einen höheren technischen Anspruch als viele andere europäische Staaten. Ziel ist nicht nur die Fernauslesung, sondern auch die bidirektionale Kommunikation und Steuerung. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an IT und Sicherheit sowie aufwendige Zertifizierungen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Der spätere Start im Vergleich zu anderen Ländern führt heute zu einer besonders robusten und zukunftsfähigen Infrastruktur.
Über die Netze BW GmbH
Die Netze BW GmbH steht für eine sichere Versorgung in Baden-Württemberg und kundennahen Netzservice. Sie ist das größte Netzunternehmen für Strom, Gas und Wasser in Baden-Württemberg und eine Tochtergesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Als Verteilnetzbetreiber betreibt die Netze BW insgesamt knapp 100.000 Kilometer lange Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze für 2,37 Millionen Netzkund*innen im Land sowie das Gasverteilnetz für rund 240.000 Netzkund*innen. Außerdem erbringt und vertreibt die Sparte Dienstleistungen netznahe und kommunale Dienstleistungen für Kommunen und Stadtwerke. Das Unternehmen hat an rund 90 Standorten in Baden-Württemberg mehr als 5.800 Mitarbeitende sowie 800 Auszubildende und Studierende.
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