Unser Netz

Netzverstärkung Oberelchingen – Günzburg und Günzburg - Offingen

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Termine rund um das Netzverstärkungsvorhaben der bestehenden 110-kV-Leitungen zwischen Oberelchingen und Günzburg (Anlage 0503) sowie Günzburg und Offingen (Anlage 0511).

Kurz & Knapp

Unser Vorhaben

Der Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen bringt die Stromnetze an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Auch in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen an der Donau wird in den kommenden Jahren ein weiterer Ausbau an erneuerbaren Erzeugungsanlagen erwartet. Der von diesen Anlagen erzeugte Strom muss gemäß § 12 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Verteilnetz aufgenommen und in Regionen mit höherem Stromverbrauch weitergeleitet werden.

Hierfür müssen die bestehenden 110-kV-Hochspannungsfreileitungen zwischen Oberelchingen und Günzburg (Anlage 0503) sowie zwischen Günzburg und Offingen (Anlage 0511) leistungsfähiger gemacht werden. Gewährleistet wird damit auch in Zukunft ein sicherer und zuverlässiger Betrieb des regionalen Verteilnetzes.

Netzverstärkung Oberelchingen - Offingen

Meilensteine

Bedarfsplanung

Die eingeleitete Energiewende unter Förderung der Erneuerbaren Energien verändert die deutsche Energielandschaft nachhaltig. Zentrale Großkraftwerke werden zunehmend durch dezentrale, zumeist regenerative und kleinere Erzeugungsanlagen ergänzt, welche sich häufig im ländlichen Raum befinden. Regionen wie die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen an der Donau beziehen nicht länger nur Strom, sondern erzeugen diesen verstärkt selbst, wobei überschüssige Strommengen entstehen und abtransportiert werden müssen. Verteilnetzbetreiber erstellen regelmäßig verschiedene Szenarien zum Um-, Aus- und Neubau ihrer Netze, um sowohl den neuen Anforderungen der sich ändernden Energielandschaft als auch den energiewirtschaftsrechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Netze BW reagiert auf den starken Zubau Erneuerbarer Energien in Ihrer Region sowie den über das 110-kV-Verteilnetz verbundene Nachbarregionen und plant die bestehenden 110-kV-Leitungsanlagen (Oberelchingen – Günzburg (Anlage 0503) & Günzburg – Offingen (Anlage 0511)) zu verstärken und damit den neuen Anforderungen anzupassen.

Genehmigungsplanung im Dialog Aktueller Stand

Bevor die geplante Maßnahme umgesetzt werden kann, bedarf es einer Genehmigung, die im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) durch die Netze BW zu erlangen ist. Um ein solches eröffnen zu können, muss die Netze BW zuvor einerseits verschiedene Voruntersuchungen durchführen, wie z.B. die Prüfung von technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen sowie andererseits einen Planfeststellungsantrag erarbeiten. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit bereits zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Neben verschiedenen Informationsmaterialien zum Vorhaben besteht z.B. über unser Projektpostfach oder unsere Projekthotline die Möglichkeit, dass Sie uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Zu beachten ist, dass alle Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen sind. Hierzu dient das Planfeststellungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für die geplanten Maßnahmen zur Anwendung kommt. Bis voraussichtlich Anfang 2018 wird Netze BW zwei separate Planfeststellungsanträge für die Anlage 0503 und 0511 erarbeiten und bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Regierung von Schwaben, einreichen. Diese prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens ist der Planfeststellungsbeschluss.

Umsetzung

Die geplanten Maßnahmen können voraussichtlich ab 2019/2020 realisiert werden.

Inbetriebnahme

Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgt als abschließender Meilenstein die Inbetriebnahme.

Geplante Maßnahmen

Ausgehend von dem Umspannwerk Donauried und dem Laufwasserkraftwerk Oberelchingen verläuft die bestehende 110-kV-Freileitung (Anlage 0503) über das Laufwasserkraftwerk Leipheim bis zum Umspannwerk Günzburg. Geplant ist, die gesamte Leitungsanlage überwiegend trassen- und standortgleich zu ertüchtigen. Hierzu sollen die alten Masten durch neue und tragfähigere Masten ersetzt werden. Diese sind sodann in der Lage die neuen und leistungsfähigeren Leiterseile zu tragen, welche den Strom transportieren. Die Spannung bleibt mit 110 kV gleich.

Gleiches ist für die bestehende 110-kV-Freileitung (Anlage 0511) geplant, welche vom Umspannwerk Günzburg über das Laufwasserkraftwerk Offingen in Richtung Gundelfingen an der Donau verläuft. Allerdings ist hier ein Ersatz der alten Masten durch neue Masten nur auf dem Abschnitt von Günzburg Richtung Offingen bis Mast 29 erforderlich.

Netze BW folgt mit den geplanten Maßnahmen konsequent dem sogenannten NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) und vermeidet somit neue zusätzliche Leitungsanlagen.

Aktueller Stand

Derzeit laufen die technischen und umweltplanerischen Voruntersuchungen, welche für die Erstellung der Genehmigungsunterlagen notwendig sind. Parallel dazu besteht für die Öffentlichkeit frühzeitig die Möglichkeit, sich zum Vorhaben zu informieren sowie Fragen und Hinweise zu den Planungen einzubringen (frühe Öffentlichkeitsbeteiligung), z.B. über unser Projektpostfach oder unsere Projekthotline.

Am 19.03.2018 findet von 16:00 bis 20:00 Uhr im Staatlich Beruflichen Schulzentrum Günzburg in Raum 131 eine Bürgersprechstunde statt. Weitere Infos finden Sie hier. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für beide Leitungsanlagen sollen voraussichtlich ab 2018 zwei getrennte Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Um möglichst alle Interessen in einen optimalen Ausgleich zu bringen, führt die Regierung von Schwaben im Rahmen von beiden Planfeststellungsverfahren eine förmliche Beteiligung durch. Erst nach erfolgter Genehmigung kann die Umsetzung der geplanten Netzverstärkung erfolgen; voraussichtlich ab 2019/2020.

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Pressemitteilungen

UPDATE vom 08.03.2018

Der Veranstaltungsort der angekündigten Bürgerspechstunde hat sich geändert:

Sie findet nunmehr im Berufsschulzentrum Günzburg, Raum 131, statt (und nicht im Rathaus, wie zunächst angekündigt!). Datum und Zeitangaben bleiben unverändert: Montag, 19. März, 16 – 20 Uhr . Zugang bis 18.15 Uhr über den Haupteingang (Am Stadtbach 5); danach über den Nebeneingang in der Augsburger Straße.

Einladung zur Bürgersprechstunde am 19.03.2018

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