Die Strom- und Gasversorgung ist sicher

Wir alle verfolgen mit Sorge die Entwicklung bei der Ausbreitung des Corona-Virus. Bei der Netze BW nehmen wir unsere Verantwortung als Betreiberin von Strom- und Gasnetzen in Baden-Württemberg sehr ernst.

Deshalb haben wir frühzeitig personelle und technische Maßnahmen getroffen, dieser Verantwortung auch in der aktuellen Situation gerecht zu werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es durch die Pandemie keinerlei Einschränkungen bei der Versorgung mit Strom und Gas. Über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen, den Regional- und Bezirkszentren und den regionalen Entstördiensten sind dafür in unserem gesamten Netzgebiet für Sie im Einsatz.

Wir kümmern uns drum – versprochen!

Unser Netz

Masterneuerung und Neubeseilung der 110-kV-Leitung Oberwald-Söllingen

Hier haben wir für Sie alle wichtigen Informationen über die von uns geplante Masterneuerung und Neubeseilung der Hochspannungsleitungsanlage zwischen den Umspannwerken Oberwald und Söllingen zusammengestellt, um Sie umfassend über das Vorhaben zu informieren.

Kurz & knapp

Die geplante Maßnahme kurz vorgestellt

Die Netze BW GmbH betreibt die Hochspannungsleitungen des Verteilnetzes im Land- und Stadtkreis Karlsruhe und steht dabei für eine zuverlässige und sichere Versorgung mit Strom. Dazu gehört auch die 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Oberwald und Söllingen.

Um auch in Zukunft einen sicheren Netzbetrieb gewährleisten zu können, plant die Netze BW die Modernisierung der Leitungsanlage. Geplant ist, 12 Masten, die im Jahr 1936 errichtet wurden und damit ihre maximale Lebensdauer erreicht haben, altersbedingt zu ersetzen. Hierbei sind voraussichtlich marginale Anpassungen der Masthöhe notwendig, um den aktuellen technischen Normen zu entsprechen. Außerdem ist geplant, im Zuge der Maßnahme die bestehenden Leiterseile durch ein Standardseil zu erneuern, um die Anlage auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Mit der Maßnahme wird die Leitungsanlage damit fit für die Energiewende und die Zukunft gemacht.

Netzausbau Oberwald-Söllingen

Meilensteine

Bedarfsplanung

Die Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Oberwald und Söllingen wurde vor 1950 erbaut. Nach über 80-jähriger Betriebszeit haben die Masten ihre maximale Nutzungsdauer erreicht und müssen altersbedingt getauscht werden. Um die Anlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, wird im Zuge der Maßnahme auf dem betroffenen Abschnitt auch das bestehende Leiterseil gegen ein neues Standardseil getauscht.

Genehmigungsplanung im Dialog

Bevor die geplante Maßnahme umgesetzt werden kann, bedarf es der notwendigen Genehmigungen, welche die Netze BW im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) erlangen muss. Vor Eröffnung des formellen Genehmigungsverfahrens führt die Netze BW verschiedene Untersuchungen durch, um die technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen zu prüfen und in ihre Planung einzubeziehen.

Parallel dazu wird die Öffentlichkeit zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Über unser Projektpostfach besteht die Möglichkeit, uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen zu lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Anschließend erarbeitet die Netze BW entsprechend der Untersuchungen und der Hinweise aus der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung einen Genehmigungsantrag, um eine konkrete Trassenführung und Baudurchführung zu beantragen.

Dabei sind alle Aspekte und Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen. Hierzu dient das formelle Genehmigungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren zur Genehmigung von größeren Infrastrukturvorhaben und kommt auch für das Vorhaben zur Masterneuerung und Neubeseilung der 110-kV-Leitung Oberwald-Söllingen als Genehmigungsverfahren zur Anwendung. Es dient der Abwägung aller Belange wie Naturschutz, Landwirtschaft und privates Eigentum sowie der förmlichen Beteiligung der Öffentlichkeit. Dazu reicht die Netze BW im Frühjahr 2020 einen Antrag auf Planfeststellung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, ein. Dieser enthält eine Begründung des Vorhabens sowie die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen und Planungen.

Die Genehmigungsbehörde prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW, insbesondere unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Dazu werden für einen Monat in jeder betroffenen Gemeinde die Planunterlagen ausgelegt. Während dieser Zeit sowie zwei Monate im Anschluss können alle Betroffenen Einwendungen gegen den Plan erheben, die von der Genehmigungsbehörde berücksichtigt und abgewogen werden. Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens ist der Planfeststellungsbeschluss.

Planfeststellungsbeschluss

Am Ende des Planfeststellungsverfahrens steht ein Planfeststellungsbeschluss, welcher der Netze BW nach Abwägung aller öffentlichen Belange und Einwendungen die Realisierung des Vorhabens genehmigt. Er legt unter anderem eine konkrete Ausführung der Maßnahme, das heißt eine konkrete Trassen- und Baudurchführung, fest. Mit einem Planfeststellungsbeschluss rechnen wir für die Masterneuerung und Neubeseilung der 110-kV-Leitung Oberwald-Söllingen frühestens Ende 2020. Nach dem Beschluss kann der Bau beginnen.

Bau

Der Bau wird gemäß dem Planfeststellungsbeschluss umgesetzt. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich zwei bis drei Monate. Durch witterungsbedingte Unterbrechungen oder Bauzeitenbeschränkungen kann sich diese ggf. verlängern.

Inbetriebnahme

Nach der Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt die Inbetriebnahme, welche für die Masterneuerung und Neubeseilung der 110-kV-Leitung Oberwald-Söllingen derzeit für Ende 2020 geplant ist.

Rückblick und aktueller Stand

Im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden die betroffenen Grundstücksbesitzer und Kommunen über die Erneuerungsmaßnahmen informiert. Interessierte Bürger können unter anderem über das Projektpostfach oder die Projekthotline direkt Hinweise und Anregungen zum Vorhaben eingeben. Im nächsten Schritt erfolgt die Einreichung des Antrags auf Planfeststellung voraussichtlich im April 2020 beim Regierungspräsidium Karlsruhe als zuständiger Genehmigungsbehörde. Mit Einreichen des Antrags und Durchführung des Planfeststellungsverfahrens besteht für die Öffentlichkeit im Rahmen des förmlichen Anhörungsverfahrens die Möglichkeit, die Antragsunterlagen in den betroffenen Gemeinden einzusehen sowie Hinweise und gegebenenfalls Einwendungen zu den Planungen von Netze BW einzubringen.

Haben Sie weitere Fragen?

Antworten zu den häufigsten Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

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