Klimaschutz bei der Netze BW GmbH
Wir übernehmen Verantwortung für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft – deshalb steht Klimaschutz seit Jahren auf unserer Agenda. Unser Grundsatz: Emissionen so weit wie möglich vermeiden und vermindern und noch nicht vermiedene Restemissionen über Kompensationsprojekte ausgleichen. Wie wir das im Detail tun, zeigen wir transparent auf dieser Seite und in unserem Treibhausgasbericht.
Die Folgen des Klimawandels für Mensch und Umwelt sind spürbar
Dr. Jörg Reichert
Vorsitzender der Geschäftsführung
„Klimaschutz bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen — heute und in Zukunft. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Emissionen zu reduzieren und verbleibende Restemissionen nach anerkannten Standards auszugleichen. Nachhaltiges Handeln ist für uns kein kurzfristiger Trend, sondern ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. So möchten wir unseren Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten.“
Auch für das Berichtsjahr 2025 wurde unsere Carbon Neutrality nach ISO 14068-1 durch GUTcert bestätigt
Seit dem Berichtsjahr 2023 ist die Netze BW GmbH nach ISO 14068-1 als carbon neutral verifiziert, zuletzt für das Berichtsjahr 2025. In Höhe der verbleibenden Treibhausgasemissionen beschaffen wir Gold-Standard-Kompensationszertifikate entsprechend den Anforderungen der ISO 14068-1. Gegenüber dem Basisjahr 2023 konnten die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2025 um 1.777 t CO₂e beziehungsweise rund 8 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig stiegen die Scope-3-Emissionen insbesondere aufgrund des Ausbaus und der Transformation der Energieinfrastruktur an. Den Weg der Klimaneutralität beschreitet die Netze BW GmbH konsequent und entwickelt sich fortlaufend weiter. Die Zertifizierung nach ISO 14068-1 war dabei ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Unser CO₂-Fußabdruck umfasst dabei nicht nur die Emissionen aus Scope 1 (direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekte Emissionen aus Energiebezug), sondern auch die wesentlichen Emissionen aus Scope 3 (indirekte Emissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten), die entsprechend den Anforderungen der ISO 14068-1 und unter Berücksichtigung ihrer Wesentlichkeit bilanziert werden.
Klimaschutz mit Anspruch auf mehr
Das Ziel der Klimaneutralität hat die Netze BW GmbH 2021 erstmalig nach einem Kriterienkatalog der GUTcert erreicht. Dieser beinhaltete eine Emissionsbilanz gemäß dem Greenhouse Gas Protocol, die Durchführung von Reduktionsmaßnahmen und die Kompensation der verbliebenen Emissionen nach Gold Standard. Seit 2023 sind wir nach den strengen Anforderungen der ISO-Norm 14068-1 (Climate Change Management – Transition to net zero – Part 1: Carbon neutrality) klimaneutral verifiziert. Doch noch lange ist kein Ende in Sicht.
Die Klimaschutzziele des Bundes (2045) und des Landes Baden-Württemberg (2040) sind für uns zugleich Anspruch und Ansporn. Wir kommen unserer Mehrfach-Verantwortung in Sachen Klimaschutz nach.
Unsere Maßnahmen zur Erreichung von Netto-Null in Scope 1 und Scope 2 bis 2035
Die Netze BW GmbH ist bereits heute für ihre bilanzierten Treibhausgasemissionen als carbon neutral nach ISO 14068-1 und unter Einsatz von Kompensationsmaßnahmen verifiziert. Das langfristige Ziel besteht darin, die Emissionen insbesondere in Scope 1 und Scope 2 weiter zu reduzieren und bis 2035 ein Netto-Null-Niveau zu erreichen, bei dem nur noch verbleibende Residualemissionen durch dauerhafte Kohlendioxidentnahme neutralisiert werden.
Die Netze BW GmbH hat sich im Rahmen der Umsetzung der Carbon Neutrality nach ISO 14068-1 das Ziel gesetzt, in den Scopes 1 und 2 bis 2035 Netto-Null zu erreichen.
2025 betrugen diese Emissionen 18.630 t CO₂e in Scope 1 und 305 t CO₂e in Scope 2. Die größten verbleibenden Emissionsquellen sind dabei mobile Verbrennung, Methanemissionen aus dem Gasnetz und SF₆-Emissionen aus elektrischen Anlagen, an denen die folgenden Reduktionsmaßnahmen ansetzen.
1. Dekarbonisierung der Fahrzeugflotte
Mit rund 6.000 t CO₂e stellen mobile Verbrennungsprozesse einen der größten Einzelbeiträge im Scope 1 dar. Die Fahrzeugflotte der Netze BW wird sukzessive elektrifiziert. Bis 2028 sollen gegenüber 2024 365 weitere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden.
Bis 2035 wird ein erheblicher Teil der leichten Nutzfahrzeuge elektrifiziert sein. Bei Lkw und Sonderfahrzeugen wird die Umstellung aufgrund von Anforderungen an Reichweite, Nutzlast und Spezialanwendungen länger dauern und teilweise über Übergangslösungen erfolgen.
2. Reduktion der Methanemissionen im Gasverteilnetz
Bis 2028 sollen die beeinflussbaren Methanemissionen gegenüber 2023 um 10 Prozent reduziert werden. Dazu werden mobile Verdichter eingesetzt, die bei Reparaturmaßnahmen Gas absaugen und ins Netz zurückführen, anstatt es in die Atmosphäre auszublasen.
Zusätzlich wird die Gasrohrnetzüberwachung durch moderne Messtechnik intensiviert, um Leckagen früher zu erkennen und schneller zu beheben.
3. Minimierung von SF₆-Emissionen
Zur Reduktion der SF₆-Emissionen aus Umspannwerken und Schaltanlagen verfolgen wir eine langfristige Erneuerungsstrategie entsprechend den Vorgaben der EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573. Dabei werden bei Neubauten und Erneuerungen von Anlagen SF₆-freie Technologien eingesetzt, soweit dies nach den jeweils geltenden regulatorischen Anforderungen vorgesehen ist.
Bei bestehenden Anlagen werden Leckagen durch vorbeugende Instandhaltung und weitreichende Qualifizierung des Personals minimiert. Die sukzessive Erneuerung älterer Anlagentechnik reduziert die SF₆-Verluste zusätzlich.
4. Residualemissionen und Neutralisation
Trotz der Reduktionsmaßnahmen werden 2035 voraussichtlich Restemissionen von 8.000–9.000 t CO₂e verbleiben. Diese entstehen insbesondere durch technisch zu diesem Zeitpunkt noch unvermeidbare Methan- und SF₆-Emissionen sowie den noch nicht vollständig elektrifizierten Teil spezialisierter Nutz- und Sonderfahrzeuge.
Bis 2035 wollen wir unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen gegenüber 2023 um rund 60 Prozent reduzieren. Die nach aktueller Planung verbleibenden Emissionen sollen durch Maßnahmen zur dauerhaften Kohlendioxidentnahme neutralisiert werden. Die Zielsetzung, Reduktionsstrategie und geplante Maßnahmen zur Erreichung von Netto-Null wurden im Rahmen der Verifizierung der Carbon Neutrality nach ISO 14068-1 durch GUTcert bewertet.
Unser CO₂-Fußabdruck 2025
Treibhausgasemissionen vermeiden, vermindern, kompensieren – geprüft nach ISO 14068-1
Um unseren CO₂-Fußabdruck zu ermitteln, nehmen wir sämtliche Geschäftstätigkeiten und die durch sie verursachten Treibhausgasemissionen unter die Lupe — dabei gehen wir nach der ISO 14064-1 vor, einem international anerkannten Standard. Neben CO₂ betrachten wir noch sechs weitere Treibhausgase. Diese werden für die Bilanz in CO₂-Äquivalente umgerechnet, einer Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung verschiedener Treibhausgase.
Rechtliche Hürden für Verteilnetzbetreiber
Wichtige Downloads
- Konformitätsbescheinigung Klimaneutralität 2025 (PDF)
- Konformitätsbescheinigung Klimaneutralität 2024 (PDF)
- Konformitätsbescheinigung Klimaneutralität 2023 (PDF)
- Treibhausgasbericht 2025 (PDF)
- Treibhausgasbericht 2024 (PDF)
- Treibhausgasbericht 2023 (PDF)
- Verifizierung Fußabdruck 2025 (PDF)
- Verifizierung Fußabdruck 2024 (PDF)
- Verifizierung Fußabdruck 2023 (PDF)
- Whitepaper der Netzbetreiberinitiative 'Klimaneutralität in Verteilnetzen' (PDF)