Einspeiser

Netzsicherheits- bzw. Einspeisemanagement

Zur Netzsicherheit und Netzstabilität

Wir sind als Netzbetreiber dafür verantwortlich, dass unser Netz stabil bleibt und es zu keiner Überlastung kommt. Alle Erzeugungsanlagen und deren Einspeiseleistung werden hierzu durch das Netzsicherheitsmanagement überwacht.

Die Einbindung von dezentralen Erzeugungsanlagen in das Netzsicherheitsmanagement ist gesetzlich in § 9 des EEG verankert.

Mögliche Auswirkungen für dezentrale Erzeugungsanlagen

Bei Einspeisung aus erneuerbaren Energien wird das Stromnetz ständigen Schwankungen ausgesetzt – mal wird mehr Strom produziert, mal weniger. Da die Speicher-Technologien noch nicht ausgereift sind, wird zu Spitzenzeiten zudem mehr Strom in unser Netz eingespeist als verbraucht werden kann. Bei Schwachlast und hoher Einspeiseleistung wächst hier die Gefahr der Netzüberlastung, die nur mit Leistungsreduzierungen bei den Erzeugungsanlagen beherrscht werden kann.

Aufgrund dieser Situation hat der Gesetzgeber im EEG Voraussetzungen geschaffen, die sowohl die betroffenen Anlagen- als auch die Netzbetreiber umzusetzen haben und uns berechtigen, die Einspeiseleistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen sowie Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) im Bedarfsfall vorübergehend einzuschränken, d. h. die Einspeiseleistung einzelner Anlagen fern zu steuern und vorübergehend zu reduzieren oder zu unterbrechen.

Was bedeutet das für Sie?

Je nach Einspeiseleistung sind unterschiedliche technische Einrichtungen einzubauen, die das Signal zur Reduzierung der Einspeiseleistung ferngesteuert übertragen.

Betroffen sind alle Anlagen mit einer Leistung von über 100 kW und alle Photovoltaikanlagen unabhängig ihrer installierten Leistung.

Die Kosten hierfür trägt der Anlagenbetreiber. Die notwendigen Bestellformulare erhalten Sie von uns mit der Mitteilung des Netzverknüpfungspunktes.

Bitte beachten Sie: Kommt der Anlagenbetreiber der Ausstattungspflicht nicht nach, wird die Förderung bis zur Beseitigung des Verstoßes auf den Monatsmarktwert bzw. bei Anlagen mit Inbetriebnahme vor 31.07.2014 auf Null reduziert.

Technische Einrichtungen zur Fernsteuerung

Installierte Leistung Technische Einrichtung
unter 30 kWp Funkrundsteuerempfänger oder 70 %-Regelung
30 bis 100 kWp Funkrundsteuerempfänger
über 100 kW (bzw. kWp) Grid-Modul
ab 950 kW Fernwirktechnik

Haben Sie weitere Fragen?

Antworten zu den häufigsten Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

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