Unser Netz

Netzverstärkung der bestehenden 110-kV-Leitungsanlagen zwischen Kupferzell und Goldshöfe

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Termine rund um das Netzverstärkungsvorhaben der bestehenden 110-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Goldshöfe.

Kurz & Knapp

Unser Vorhaben

Im Rahmen der Energiewende werden in Baden-Württemberg erneuerbare Energien ausgebaut. Besonders Windkraft und Photovoltaik spielen dabei eine wichtige Rolle. Die dazu notwendigen Anlagen werden häufig in ländlichen Regionen errichtet. Allerdings ist das Hochspannungsnetz dort oft nicht leistungsfähig genug, um den erzeugten Strom zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu transportieren.

Deshalb plant Netze BW das bestehende Hochspannungsnetz zwischen Goldshöfe über Ellwangen und Crailsheim bis Kupferzell zu verstärken. Bereits jetzt werden die beiden ehemaligen 220-kV-Leitungsanlagen von Goldshöfe nach Kupferzell (0321 und 0325) auf einer reduzierten Spannungsebene von 110-kV von Netze BW betrieben. Außerdem ist voraussichtlich noch in diesem Jahr notwendig, beide Stromkreise der Leitungsanlage 0325 in das Umspannwerk Kupferzell einzuführen und nicht wie bisher nur einen.

Das geplante Projekt wird weiterhin in mehreren Schritten vollzogen und bezieht sich auf Maßnahmen an den Leitungsanlagen 0409 von Crailsheim nach Jagstheim , 0410 von Onolzheim nach Crailsheim sowie 0408 von Ellwangen nach Hohenberg.
Näheres zu den Maßnahmen finden sie unter der Rubrik „Umsetzung und Inbetriebnahme“ sowie einen grafischen Zeitplan in unserem Downloadcenter.

Kupferzell - Goldshöfe

Meilensteine

Bedarfsplanung

Im Rahmen der bundesdeutschen Energiewende wurde der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend auch in den nächsten Jahren auf Basis der politischen Rahmenbedingungen anhalten wird. Dies ist insbesondere in ländlichen Regionen der Fall, die sich für den Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Biomassekraftwerke bestens eignen. Entsprechend wurden in den Landkreisen Hohenlohe, Ostalb und Schwäbisch Hall in den letzten Jahren bereits Anlagen zur Stromerzeugung erreichtet bzw. sind solche Anlagen bereits konkret geplant.
Das von Netze BW geplante Netzausbauprojekt ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Es sieht vor, Strom aus erneuerbaren Energien zukünftig in ausreichender Menge aufzunehmen und verteilen zu können. Nur so ist gewährleistet, das Stromnetz auch zukünftig nachhaltig und versorgungssicher betreiben zu können.

Genehmigungsplanung im Dialog

Bevor die geplanten Maßnahmen durch Netze BW realisiert werden können, bedarf es einer entsprechenden Genehmigung. Um diese zu erlangen, ist ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren notwendig. Im Rahmen des Verfahrens müssen seitens der Netze BW verschiedene Voruntersuchungen durchgeführt werden. Dabei werden sowohl technische, betriebliche, rechtliche aber auch wirtschaftliche Aspekte des Projekts in Betracht gezogen und gegeneinander abgewogen. Für die Öffentlichkeit bestehen in diesem Zusammenhang verschiedene Möglichkeiten sich über den aktuellen Stand der Planung zu informieren, bzw. auf die Planungen Einfluss zu nehmen. Neben den bereitgestellten Informationen in der Presse und auf dieser Homepage, besteht die Option, uns über unser Projektpostfach (110kVNetzausbau@netze-bw.de) Hinweise zu den Planungen zukommen zu lassen. Darüber hinaus stehen auch die förmlichen, vom Gesetzgeber festgelegten Wege der Beteiligung offen.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für dieses Vorhaben zur Anwendung kommt. Bis voraussichtlich Frühjahr 2018 wird Netze BW einen Planfeststellungsantrag erarbeiten und bei der Genehmigungsbehörde einreichen. Zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Stuttgart. Dieses prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW insbesondere unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens ist der Planfeststellungsbeschluss, welcher frühestens 2019 erwartet wird.

Umsetzung und Inbetriebnahme

Das Projekt ist in drei einzelne Abschnitte untergliedert, die nacheinander realisiert werden sollen.

In einem ersten Bauabschnitt, dessen Planung voraussichtlich Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein wird, werden die drei kürzeren Stichleitungen nach Crailsheim und Ellwangen verstärkt: Bei der Leitungsanlage 0409 von Crailsheim nach Jagstheim und der Leitungsanlage 0410 von Onolzheim nach Crailsheim ist ein Ersatzneubau mit einer Leistungserhöhung geplant. Auf der Anlage 0410 wird ein neues Mastbild verwendet, das Fichtenmastbild. Dieses schmale Mastbild wurde eigens für die Anlage entwickelt, um im bestehenden Schutzstreifen zu bleiben und damit keine neuen Grundstücke in Anspruch zu nehmen. Eine vergleichende Abbildung beider Mastbilder finden Sie im Downloadcenter. Weiterhin umfasst das Projekt die Anlage 0408 von Ellwangen nach Hohenberg. Dort wird auf die bestehende Anlage ein zweiter Stromkreis aufgelegt und die Masten saniert.

In einem zweiten Bauabschnitt wird zwischen Obersteinach und Goldshöfe (Leitungsanlage 0325 Kupferzell-Hohenberg und Leitungsanlage 0321 Hohenberg-Goldshöfe) neue Leiterseile im Doppelbündel aufgelegt. Einer der beiden Stromkreise der Leitungsanlage 0325 besteht bereits heute aus einem Doppelbündel, erhält jedoch auch neue Leiterseile. Die Strommasten auf diesem Abschnitt bleiben dabei im Wesentlichen unverändert, einzelne Sanierungsmaßnahmen sind jedoch möglich.

In einem dritten Bauabschnitt wird dann die Anlage 0325 zwischen dem Umspannwerk Kupferzell und Obersteinach verstärkt. Die Planungen in diesem Abschnitt können erst ab etwa 2020 angegangen werden. Sie sind abhängig vom Ergebnis des Raumordnungsverfahrens zum geplanten 110-kV-Neubauprojekt Kupferzell-Rot am See, in dem der Abschnitt zwischen Kupferzell und Obersteinach mitbetrachtet wird und wodurch sich Änderungen für diesen ergeben könnten. Einen graphischen Zeitplan finden Sie in unserem Downloadcenter.

Rückblick und aktueller Stand

Nach derzeitigem Stand, plant Netze BW den Antrag auf Planfeststellung für die Anlagen 0408, 0409 und 0410 Mitte 2018 einzureichen. Das Planfeststellungsverfahren wird vermutlich ein Jahr dauern. Der Baubeginn wird somit frühestens für Ende 2019 erwartet. In späteren Schritten des Projektes ist geplant, den Antrag auf Planfeststellung für die beiden Leitungsanalgen zwischen Goldshöfe und Obersteinach bzw. von Obersteinach bis Kupferzell (0321 und 0325) einzureichen.

Donwloadcenter

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