Die Strom- und Gasversorgung ist sicher

Wir alle verfolgen mit Sorge die Entwicklung bei der Ausbreitung des Corona-Virus. Bei der Netze BW nehmen wir unsere Verantwortung als Betreiberin von Strom- und Gasnetzen in Baden-Württemberg sehr ernst.

Deshalb haben wir frühzeitig personelle und technische Maßnahmen getroffen, dieser Verantwortung auch in der aktuellen Situation gerecht zu werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es durch die Pandemie keinerlei Einschränkungen bei der Versorgung mit Strom und Gas. Über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen, den Regional- und Bezirkszentren und den regionalen Entstördiensten sind dafür in unserem gesamten Netzgebiet für Sie im Einsatz.

Wir kümmern uns drum – versprochen!

Unser Netz

Netzverstärkung der bestehenden 110-kV-Leitungsanlagen zwischen Kupferzell und Goldshöfe

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Termine rund um das Netzverstärkungsvorhaben der bestehenden 110-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Goldshöfe.

Kurz & knapp

Unser Vorhaben

Der Ausbau der erneuerbaren Erzeugungsanlagen, insbesondere Photovoltaik- und Windkraftanlagen, bringt die Stromnetze an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Auch im Hohenlohen- und Ostalbkreis sowie dem Landkreis Schwäbisch Hall wird in den kommenden Jahren ein weiterer Ausbau an erneuerbaren Erzeugungsanlagen erwartet. Um die zu erwartenden Einspeisungen durch erneuerbare Energien auch in Zukunft in der Region zuverlässig aufnehmen und verteilen zu können sowie die Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten, plant die Netze BW GmbH die bestehenden 110-kV-Hochspannungsleitungen zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Goldshöfe über die Umspannwerke Ellwangen und Crailsheim zu verstärken.

Vorgesehen ist, die Leitungsanlagen zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Crailsheim, Crailsheim und Goldshöfe sowie deren Abzweigung zum Umspannwerk Ellwangen zu verstärken und teilweise mit jeweils einem zweiten Stromkreis zu versehen. Ein Teil der Leitungsanlage wird dabei zugunsten einer Einschleifung in das Umspannwerk Crailsheim zurückgebaut werden. Es ist geplant, das Projekt in mehreren, aufeinanderfolgenden Schritten zu vollziehen.

Kupferzell - Goldshöfe

Meilensteine

Bedarfsplanung

Die eingeleitete Energiewende unter Förderung der Erneuerbaren Energien verändert die deutsche Energielandschaft nachhaltig. Zentrale Großkraftwerke werden zunehmend durch dezentrale, zumeist regenerative und kleinere, Erzeugungsanlagen ergänzt, welche sich häufig im ländlichen Raum befinden. Manche Regionen beziehen daher nicht länger nur Strom, sondern erzeugen diesen verstärkt selbst, wobei überschüssige Strommengen entstehen und abtransportiert werden müssen.

Die Netze BW nimmt sich diesen Herausforderungen an und macht ihr Netz durch intelligente Lösungen sowie den Um- und Ausbau ihrer Stromnetze zukunftssicher. Bei der Planung des Netzausbaus stützt sich die Netze BW auf Szenarien des Netzentwicklungsplans der Übertragungsnetzbetreiber zum Zubau erneuerbarer Energien sowie konkrete Anschlussbegehren von Anlagenbetreibern. Die Analysen zeigen, dass besonders der Hohenlohen- und Ostalbkreis sowie der Landkreis Schwäbisch Hall in Zukunft von einem raschen Zubau an erneuerbaren Energieanlagen betroffen sein werden, sodass die Leitungsanlagen zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Goldshöfe einerseits verstärkt und andererseits durch eine verbesserte Netzführung optimiert werden müssen.

Genehmigungsplanung im Dialog Aktueller Stand

Bevor die geplante Maßnahme umgesetzt werden kann, bedarf es der notwendigen Genehmigungen, welche die Netze BW im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) erlangen muss. Vor Eröffnung des formellen Genehmigungsverfahrens führt die Netze BW verschiedene Untersuchungen durch, um die technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen zu prüfen und in ihre Planung einzubeziehen.

Parallel dazu wird die Öffentlichkeit zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Über unser Projektpostfach besteht die Möglichkeit, uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen zu lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Zudem werden wir zu geeigneten Zeitpunkten Informationsveranstaltungen, wie z.B. Bürgersprechstunden organisieren, um mit interessierten Bürgern in den Dialog zu treten. Anschließend erarbeitet die Netze BW entsprechend der Untersuchungen und der Hinweise aus der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung einen Genehmigungsantrag, um eine konkrete Trassenführung und Baudurchführung zu beantragen.

Dabei sind alle Aspekte und Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen. Hierzu dient das formelle Genehmigungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren zur Genehmigung von größeren Infrastrukturvorhaben und kommt auch für die verschiedenen Schritte des Vorhabens zur Verstärkung der 110-kV-Leitung Kupferzell-Goldshöfe als Genehmigungsverfahren zur Anwendung. Es dient der Abwägung aller Belange wie Naturschutz, Landschaftsbild und privatem Eigentum sowie der förmlichen Beteiligung der Öffentlichkeit. Dazu wird die Netze BW für jeden Schritt des Vorhabens jeweils einen Antrag auf Planfeststellung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Stuttgart, einreichen. Dieser enthält eine Begründung des Vorhabens sowie die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen und Planungen.

Die Genehmigungsbehörde prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW, insbesondere unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Dazu werden in jeder betroffenen Gemeinde die Planunterlagen ausgelegt und allen Betroffenen die Möglichkeit eröffnet, Einwendungen zu erheben, die von der Genehmigungsbehörde berücksichtigt und abgewogen werden. Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens ist der Planfeststellungsbeschluss.

Sobald das formelle Genehmigungsverfahren beginnt, wird die Netze BW die betroffenen Gemeinden informieren.

Planfeststellungsbeschluss

Am Ende des Planfeststellungsverfahrens steht ein Planfeststellungsbeschluss, welcher der Netze BW nach Abwägung aller öffentlichen Belange und Einwendungen die Realisierung des Vorhabens genehmigt. Er legt unter anderem eine konkrete Ausführung der Maßnahme, das heißt eine konkrete Trassenführung und Baudurchführung, fest

Bau

Der Bau wird gemäß dem Planfeststellungsbeschluss umgesetzt. Derzeit kann noch nicht abgeschätzt werden, wann der Bau beginnen wird.

Inbetriebnahme

Nach der Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt die Inbetriebnahme.

Aktueller Stand

Derzeit befindet sich das komplexe Vorhaben noch in der Planung und Abstimmung. Sobald nächste relevante Schritte feststehen, wird die Netze BW die betroffenen Gemeinden und Bürger informieren und die weitere Planung einbeziehen. Über unser Projektpostfach besteht bereits jetzt die Möglichkeit, uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen zu lassen.