Unser Netz

Kupferzell und Schwäbisch Hall & Lindach und Unterrot

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Termine rund um das Netzverstärkungsvorhaben der bestehenden 110-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Schwäbisch Hall sowie zwischen dem Punkt Lindach und dem Umspannwerk Unterrot.

Wir kümmern uns drum

Ihr Ansprechpartner:

  • Daniel Zirke
  • Genehmigungsmanagement
  • Schelmenwasenstraße 15
  • 70567 Stuttgart

Kurz & Knapp

Unser Vorhaben

Der Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen (insbesondere Photovoltaik- und Windkraftanlagen) bringt die Stromnetze an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Den Zielen der Landesregierung folgend, soll der Anteil der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg weiter steigen. Auch im Kreis Schwäbisch Hall, Hohenlohekreis und Ostalbkreis wird in den kommenden Jahren ein massiver Ausbau an erneuerbaren Erzeugungsanlagen erwartet.

Um weitere Einspeisungen gemäß § 12 Erneuerbare-Energien-Gesetz gewährleisten zu können und das Verteilnetz auch in Zukunft sicher und zuverlässig betreiben zu können, plant die Netze BW die Verstärkung zweier bestehender 110-kV-Hochspannungsleitungen zwischen den Umspannwerken Kupferzell und Schwäbisch Hall (Anlage 0103) sowie zwischen dem Punkt Lindach und dem Umspannwerk Unterrot (Anlage 0416).

Die Strommasten der Hochspannungsfreileitung zwischen Kupferzell und Schwäbisch Hall, wie dieser hier westlich von Obermünkheim, sollen ausgetauscht werden.

Meilensteine

Bedarfsplanung

Die eingeleitete Energiewende unter Förderung der Erneuerbaren Energien verändert die deutsche Energielandschaft nachhaltig. Zentrale Großkraftwerke werden zunehmend durch dezentrale, zumeist regenerative und kleinere, Erzeugungsanlagen ergänzt, welche sich häufig im ländlichen Raum befinden. Regionen wie der Landkreis Schwäbisch Hall, Hohenlohekreis und Ostalbkreis beziehen nicht länger nur Strom, sondern erzeugen diesen verstärkt selbst, wobei überschüssige Strommengen entstehen und abtransportiert werden müssen. Verteilnetzbetreiber erstellen regelmäßig verschiedene Szenarien zum Um-, Aus- und Neubau ihrer Netze, um sowohl den neuen Anforderungen der sich ändernden Energielandschaft als auch den energiewirtschaftsrechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Netze BW reagiert auf den starken Zubau Erneuerbarer Energien in der Region und plant die bestehenden 110-kV-Leitungsanlagen (Kupferzell - Schwäbisch Hall und Lindach – Unterrot) zu verstärken und damit den neuen Anforderungen anzupassen.

Genehmigungsplanung im Dialog Aktueller Stand

Bevor die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden können, bedarf es einer Genehmigung, die im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) durch die Netze BW zu erlangen ist. Um ein solches eröffnen zu können, muss die Netze BW zuvor einerseits verschiedene Voruntersuchungen durchführen, wie z.B. die Prüfung von technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen sowie andererseits einen Planfeststellungsantrag erarbeiten. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit bereits zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Neben verschiedenen Informationsmaterialien zum Vorhaben besteht z.B. über Bürgersprechstunden oder unser Projektpostfach die Möglichkeit, dass Sie uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Zu beachten ist, dass alle Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen sind. Hierzu dient das Planfeststellungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für dieses Vorhaben zur Anwendung kommt. Bis voraussichtlich Ende 2017 wird Netze BW einen Planfeststellungsantrag erarbeiten und bei der Genehmigungsbehörde einreichen. Zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Stuttgart. Dieses prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW insbesondere unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens ist der Planfeststellungsbeschluss.

Umsetzung

Die geplanten Maßnahmen können voraussichtlich ab 2019 / 2020 realisiert werden.

Inbetriebnahme

Nach Abschluss der Bauarbeiten, erfolgt als abschließender Meilenstein die Inbetriebnahme.

Geplante Maßnahme

Für den Abschnitt zwischen Kupferzell und Schwäbisch Hall (Anlage 0103) ist vorgehsehen, die bestehende 110-kV-Hochspannungsleitung an gleicher Stelle als Ersatzneubau den neuen Anforderungen anzupassen. Bestehende Masten sollen abgebaut und neue Masten standortgleich errichtet werden. Voraussichtlich fallen diese geringfügig höher und breiter aus. Zudem sollen die bisherigen Leiterseile (3 Leiterseile pro Seite) durch sogenannte Zweierbündel (6 Leiterseile pro Seite) ausgetauscht werden. Weitere Informationen finden Sie im Projektsteckbrief.

Für den Abschnitt zwischen Lindach und Unterrot (Anlage 0416) ist vorgesehen, die bestehende 110-kV-Hochspannungsleitung, welche bereits heute über einen Stromkreis mit drei Leiterseilen verfügt, um einen zweiten Stromkreis mit drei Leiterseilen zu ergänzen. Hierzu soll der bislang freie Gestängeplatz genutzt werden. Die bestehenden Masten müssen dafür größtenteils nicht verstärkt werden, da diese bereits in der Vergangenheit für zwei Stromkreise konstruiert wurden. Einzelne Maste müssen gemäß der aktuellen statischen Norm verstärkt werden. Weitere Informationen finden Sie im Projektsteckbrief.

Damit werden beide Leitungsanlagen fit für die Zukunft gemacht. Die Spannung bleibt mit 110 kV gleich. Netze BW folgt mit diesen Maßnahmen dem sogenannten NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) und vermeidet somit neue zusätzliche Leitungsanlagen.

Aktueller Stand

Derzeit laufen die Voruntersuchungen und die Vorbereitungen für die Erstellung der Genehmigungsunterlagen. Parallel dazu besteht für die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich zum Vorhaben zu informieren sowie Fragen und Hinweise zu den Planungen einzubringen (frühe Öffentlichkeitsbeteiligung). Für beide Abschnitte soll voraussichtlich ab Ende 2017 ein gemeinsames Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Um möglichst alle Interessen in einen optimalen Ausgleich zu bringen, führt das Regierungspräsidium Stuttgart im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eine förmliche Beteiligung durch. Erst nach Feststellung des Plans, kann die Umsetzung der geplanten Netzverstärkung erfolgen, voraussichtlich ab 2019 / 2020.

In zwei Bürgersprechstunden haben Sie die Möglichkeit, sich in individuellen Gesprächen zu informieren und mit uns zu den geplanten Maßnahmen auszutauschen:

  1. Kupferzell: 13.10.2016 von 14:00 – 18:00 Uhr (Besprechungszimmer im Rathaus Kupferzell, Marktplatz 14 – 16, 74635 Kupferzell)
  2. Gschwend: 20.10.2016 von 14:00 – 18:00 Uhr (Sitzungssaal in der Gemeindeverwaltung Gschwend, Gmünder Straße 2, 74417 Gschwend)

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