09. Februar 2022

Gemeinsam für eine sichere Energiewende

Netze BW unterstützt den Aufbau der bundesweiten 450MHz-Plattform zur Digitalisierung der Energie- und Wasserwirtschaft.

Köln/Stuttgart, 9. Februar 2022. Die neue 450MHz-Plattform der 450connect wird künftig eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in Deutschland spielen. Denn sie erlaubt einen hochverfügbaren und ausfallsicheren Sprach- und Datenaustausch. Der ist unverzichtbar für die Systemintegration der erneuerbaren Energien. Die Netze BW übernimmt dabei den Aufbau der Funkstandorte in ganz Baden-Württemberg sowie in Teilen Bayerns. Außerdem organisiert sie alle notwendigen Abstimmungen, Genehmigungen und Baumaßnahmen vor Ort. Auf Basis dieser Funkstandorte baut 450connect als Frequenzzuteilungsinhaber und Funknetzbetreiber das 450MHz-Funknetz auf und stellt damit den bundesweiten Netzbetrieb sicher. Die 450MHz-Plattform wird vollständig autark von bestehenden Telekommunikationsnetzen sein. Das macht sie besonders zuverlässig sowie ausfallsicher. Notstromanlagen an den Funkstandorten sorgen dafür, dass das 450MHz-Funknetz auch bei einem Stromausfall bis zu 72 Stunden weiterhin zur Verfügung steht.

Martin Konermann, technischer Geschäftsführer der Netze BW, sagt: „Ein Ausfall der Sprachkommunikation wie bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 ist mit der 450MHz-Plattform ausgeschlossen, weil wir die Funkstandorte nicht nur auf Höhen errichten, sondern entsprechend auch mit Notstromversorgungeinheiten ausstatten werden.“ Zudem sorgt die hochverfügbare und ausfallsichere Kommunikations-Plattform dafür, dass auch Sensoren in kritischen Einrichtungen wie Wasserwerken erreichbar sind. Denn die physischen Eigenschaften der 450MHz-Frequenzen ermöglichen eine optimale Gebäudedurchdringung. „Auch wenn Sprachkommunikation, zum Beispiel für die Krisenstäbe auf Landkreisebene, möglich sein wird – die meisten Nutzer werden Sensoren mit kleinen Datenpaketen sein“, so Konermann.

Netze BW baut Funkstandorte in Baden-Württemberg auf

Die Netze BW realisiert bereits an geeigneten Orten in Baden-Württemberg Funkstandorte, die über drei Knotenpunkte in Karlsruhe, Stuttgart und Ulm in die bundesweite 450MHz-Plattform der 450connect integriert werden. Die EnBW-Tochter übernimmt dabei eines der größten Projekte zur Bereitstellung von Funkstandorten. In einigen anderen Regionen Deutschlands realisiert 450connect ebenfalls Funkstandorte in Kooperation mit Energieversorgungsunternehmen, die Gesellschafter der 450connect sind. Darüber hinaus kooperiert 450connect mit unabhängigen Mastanbietern zum Aufbau des 450MHz-Funknetzes.

Wenige Funkstationen reichen aus

Ein großer Vorteil der 450MHz-Funkfrequenzen ist, dass sie sehr gute Ausbreitungseigenschaften haben und deshalb wenige Funkstationen genügen. In ganz Baden-Württemberg werden rund 170 Funkmasten benötigt, um eine zuverlässige Flächenabdeckung zu gewährleisten. Im mathematischen Durchschnitt stehen die 450MHz-Masten rund 15 Kilometer voneinander entfernt. Im Einzelfall kann die Distanz aber auch doppelt so groß sein.

Funkstationen sehen sich

Jeder Funkstandort hat per Richtfunk Kontakt zu mehreren weiteren Standorten. Redundanzen steigern die Ausfallsicherheit. Weil die Netze BW bei diesem Projekt auch auf Bestandsanlagen ihrer Konzern-Mutter EnBW sowie vieler weiterer Infrastrukturunternehmen zurückgreifen kann, müssen nur wenige Funktürme neu gebaut werden. „Hier sind wir in engem und konstruktivem Austausch mit den in Frage kommenden Kommunen. Wenn Gemeinden dies wünschen, legen wir die Türme so aus, dass auch Mobilfunkanbieter diese nutzen können. Das ist insbesondere für Regionen mit einer schlechten Mobilfunkversorgung interessant“, so Konermann weiter.

Grundlage zum Gelingen der Energiewende

Das 450MHz-Funknetz bietet verlässliche Sicherheit in der Kommunikation, die zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland dringend gebraucht wird. Denn immer mehr erneuerbare Energieanlagen speisen ihren Strom dezentral und unregelmäßig ein. Gleichzeitig steigt der Strombedarf in den kommenden Jahren, allein schon durch die Elektromobilität. Weil auch die Digitalisierung weiter voranschreitet, werden die Stromnetze insgesamt deutlich komplexer und fehleranfälliger. „Die Energiewende braucht eine intelligente Infrastruktur – eine hochverfügbare und krisenfeste Kommunikation ist hierfür die Grundlage“, betont Carsten Ullrich, Sprecher der Geschäftsführung der 450connect GmbH.

„Wir wollen mit dem Aufbau der bundesweiten und ausfallsicheren 450MHz-Plattform einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung und Resilienz der Volkswirtschaft in Deutschland leisten. Unsere Partnerschaft mit der Netze BW ist für die erfolgreiche und zügige Umsetzung unseres für die Energiewende wichtigen Projektes von zentraler Bedeutung und basiert auf dem Bündnis der Energieversorger, ein ausfallsicheres Kommunikationsnetz für die Digitalisierung kritischer Infrastrukturen aufzubauen.“

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