13. August 2020

Netze BW plant Erneuerung der 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Bad Säckingen und Schwörstadt

Startschuss für frühe Öffentlichkeitsbeteiligung

Der größte Teil der bestehenden 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Gurtweil und dem Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt, die die Netze BW gemeinsam mit ED Netze besitzt und betreibt, wurde bereits modernisiert. Nun steht die Planung des letzten Abschnitts, der von Bad Säckingen über Öflingen (Wehr) bis nach Schwörstadt verläuft, an. Um frühzeitig die Belange der betroffenen Kommunen und Eigentümer in der Planung berücksichtigen zu können, starten Netze BW und ED Netze eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung des Vorhabens, welches federführend von der Netze BW durchgeführt wird.

Bei der Hochspannungsfreileitung zwischen dem Umspannwerk Gurtweil und dem Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt, die von Waldshut-Tiengen über Dogern, Albbruck, Laufenburg, Murg, Bad Säckingen, Öflingen (Wehr) bis zum Wasserkraftwerk in Schwörstadt verläuft, handelt es sich überwiegend um Masten, die zwischen den Jahren 1926 bis 1936 errichtet wurden. Damit haben sie ihre maximale Lebensdauer erreicht und müssen standortgleich erneuert werden. Im Zuge der Erneuerungsmaßnahmen sollen auch die bestehenden Leiterseile durch neue, leistungsfähigere Leiterseile ersetzt werden, um die Übertragungsfähigkeit der Leitungsanlage zu erhöhen. Denn aufgrund des Umbaus des Umspannwerks Schwörstadt durch den Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW werden außerdem die Lastflüsse auf der Leitungsanlage zunehmen. Die bestehenden Leiterseile würden dabei an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen und müssen ersetzt werden. Somit wird die Leitungsanlage für die zukünftigen Anforderungen fit gemacht.

Für die Genehmigung der geplanten Maßnahme ist aller Voraussicht nach ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Die Einreichung des Genehmigungsantrags beim Regierungspräsidium Freiburg als zuständiger Genehmigungsbehörde ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Bis dahin führt die Netze BW verschiedene Untersuchungen durch, um die technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen der Maßnahme zu prüfen und in ihre Planung einzubeziehen. Um so früh wie möglich über das Vorhaben zu informieren und in den Dialog mit der Öffentlichkeit zu treten, beginnt nun auch die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung. Dazu hat die Netze BW eine Homepage und ein Projektpostfach (110kVnetzausbau@netze-bw.de) eingerichtet. Hier können interessierte Bürgerinnen und Bürger ab sofort die Unterlagen zum Projekt einsehen, herunterladen sowie Hinweise und Anregungen hinterlegen.

Die Netze BW prüft und berücksichtigt alle Hinweise im Rahmen der Planungen und dokumentiert sie im Genehmigungsantrag für die Genehmigungsbehörde. Zu beachten ist, dass alle Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen sind. Hierzu dient das Planfeststellungsverfahren, welches durch das Regierungspräsidium nach Einreichung des Antrags auf Planfeststellung durchgeführt wird.

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