12. Juli 2022

Neues Umspannwerk in Munderkingen auf der Zielgeraden

Technische Anlage ist installiert und einsatzbereit – Inbetriebnahme voraussichtlich im Frühjahr 2023

Munderkingen. Die Bauarbeiten für das neue Umspannwerk der Netze BW GmbH in Munderkingen sind nach einer Bauzeit von gut einem Jahr weitgehend abgeschlossen. Alle Komponenten, die für die Verteilung des Stroms in die Region benötigt werden, sind bereits installiert und einsatzbereit, stehen aber noch nicht unter Spannung. Das Erreichen dieses wichtigen Etappenziels in dem Millionen-Projekt nahmen die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen (VGM) jetzt zum Anlass, um sich bei einer Besichtigung über den wichtigen Netzknoten der regionalen Stromversorgung zu informieren.

„Das neue Umspannwerk spielt eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung Munderkingens wie auch der umliegenden Gemeinden in unserer Verwaltungsgemeinschaft. Wir sind sehr beeindruckt von dem, was hier in so kurzer Zeit geleistet wurde. Was wir heute zu sehen bekommen haben, bestätigt uns darin, mit der Netze BW den richtigen Partner an unserer Seite zu haben“, so Munderkingens Bürgermeister und Verbandsvorsitzender der VGM Dr. Michael Lohner.

Thomas Stäbler, Leiter des Netze BW-Regionalzentrums Oberschwaben, betont die Bedeutung des Umspannwerks für die Netzstabilität insbesondere vor dem Hintergrund einer sich verändernden Energiewelt: „Für uns als Netzbetreiber und Partner der Kommunen hat die Versorgungssicherheit immer oberste Priorität. Die zuverlässige Aufnahme von Strom aus Erneuerbaren Energien in unsere Netze, durch moderne Anlagen wie diese hier, ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung einer dezentra-len Erzeugungslogik.“

„Durch den Betrieb unserer über 300 Umspannwerke verfügen wir über ein sehr großes Know-how in dem Bereich“, erklärt Dr. Andreas Kühner, Leiter Netzentwicklung Projekte bei der Netze BW. „Ein komplett neues Umspannwerk dieser Größenordnung in gut einem Jahr zu errichten, ist dennoch nicht alltäglich und eine beachtliche Leistung. Das ist das Ergebnis eines tollen Teamworks aller am Projekt Beteiligten.“

Auf der 1.000 Quadratmeter großen Fläche war im vergangenen Jahr zunächst das Betriebsgebäude errichtet worden, in das im Anschluss die Schaltanlagen und die Kommunikationstechnik eingebaut wurden. Ebenfalls innerhalb der vergangenen zwölf Monate wurde das „Herzstück“ des Umspannwerks angeliefert und installiert: drei Transformatoren mit einer Leistung von je 40 Megavoltampere. Jeder rund 70 Tonnen schwer. Die Trafos wandeln zum Weiterverteilen des Stroms die elektrische Spannung von 110.000 Volt (Hochspannung) auf 20.000 Volt (Mittelspannung) um. Abschließend wurden alle Betriebsmittel miteinander verbun-den. In den kommenden Monaten steht die schrittweise Einbindung des Umspannwerks in das Hoch- und Mittelspannungsnetz an. Die Inbetriebnahme wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr erfolgen.

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