10. April 2024

In Owingen werden „graue Flecken“ beseitigt

Dienstleistungssparte der Netze BW verlegt im Auftrag des Zweckverband Breitband Bodenseekreis (ZvBB) passive Infrastruktur für mehr Glasfaser-Hausanschlüsse

In Sachen Breitbandversorgung soll es auf der Karte von Owingen bald schon keine „grauen Flecken“ mehr geben. So werden Gebiete genannt, die mit weniger als 100 Mbit/s im Download versorgt sind. Zu diesem Zweck hatte der ZvBB im vergangenen Jahr nach einer bundesweiten Ausschreibung die Dienstleistungssparte der Netze BW mit dem weiteren Ausbau des örtlichen Breitbandnetzes beauftragt. Inzwischen ist die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Mit dem symbolisch ersten Spatenstich, starteten heute die Baumaßnahmen zur Breitbanderschließung. Gemeinsam gaben Bürgermeister Henrik Wengert, der Geschäftsführer des Zweckverbands Breitband Bodenseekreis (ZvBB) Bernhard Schultes und Julian Schaaf, Projektleiter der Netze BW GmbH Sparte Dienstleistungen, am Bürgerhaus Hohenbodman mit Vertreter*innen der Kommune und der beteiligten Unternehmen den Startschuss für den weiteren Breitbandausbau.

Der Zweckverband Breitband Bodenseekreis baut in Owingen mit Fördermitteln des Bundes und des Landes sowie einem Eigenanteil der Gemeinde Owingen in unterversorgten Gebieten ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges Hochleistungs-Glasfasernetz aus.

„Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes ist für unsere Kommune von enormer Bedeutung. Ein stabiles und schnelles Internet ist für die Attraktivität als Wohnort und als Standortfaktor sehr wichtig. Wir freuen uns sehr über den Anschluss an die Zukunft. Von der Bausumme in Höhe von insgesamt etwa drei Millionen Euro werden rund 90 Prozent vom Bund und Land getragen. Den Rest tragen wir als Kommune, auf die Nutzerinnen und Nutzer kommen also keine Ausbaukosten zu“, sagt Bürgermeister Henrik Wengert.

„Glücklicherweise können wir mit Hilfe der Fördermittel von Bund und Land auch die „grauen Flecken“ in unserem ganzen Verbandsgebiet ausbauen und so für weitere dreitausend Haushalte eine schnelle Internetversorgung schaffen. Das Netz in Owingen wird wie bei den "weißen Flecken“ wieder als erstes fertig gestellt sein, wir rechnen mit einer Inbetriebnahme schon Ende 2025. Mit dem Unternehmen Netze BW haben wir bereits in anderen Ausbaugebieten gute Erfahrungen gemacht, wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so ZVBB-Geschäftsführer Bernhard Schultes

Die Welt werde immer digitaler, so Julian Schaaf von der Netze BW Sparte Dienstleistungen, wodurch der Bedarf an hoher Internetleistung ständig zunehme. „Um als Kommune zukunftsfähig und für Familien und Firmen ein attraktiver Ort zu sein, ist der Zugang zum schnellen Internet heute ganz entscheidend“, erklärt Schaaf. Bei der immer komplexer werdenden Umsetzung von Breitbandvorhaben sei Know-how gefragt, das die Netze BW als erfahrene Betreiberin von Versorgungsnetzen gerne zur Verfügung stelle.

Bei der Umsetzung des Projekts stimmt sich das Unternehmen eng mit dem Zweck-verband Breitband Bodenseekreis ab. Der Verband bündelt die kommunalen Interessen beim Breitbandausbau und sorgt für die gemeinschaftliche Schaffung einer flächendeckenden, hochmodernen Glasfaserinfrastruktur im Bodenseekreis. Dafür koordiniert der ZvBB den Ausbau sowie den Betrieb des Backbones-Netzes sowie der innerörtlichen Netze in den Verbandsgemeinden.

Dadurch, dass die Dienstleistungssparte der Netze BW als Generalübernehmer fungiert, hat der Zweckverband nur einen Ansprechpartner für alle anfallenden Themen. Zu den Aufgaben des Generalübernehmers zählen in Owingen neben der Planung und Dokumentation unter anderem auch das Verlegen der Leerrohrverbände und das Einblasen der Glasfaserkabel auf einer Trasse von über acht Kilometern sowie das Einrichten von Hausanschlüssen für insgesamt rund 60 Haushalte und Gewerbebetriebe in den Ortsteilen Billafingen, Taisersdorf, Hohenbodman und Owingen.

Der Tiefbau findet in vier Losen statt, in denen teilweise parallel gearbeitet wird. Bis Ende 2025 soll das Projekt abgeschlossen sein. Dann soll es in Owingen bei der Breitbandversorgung keine „grauen Flecken“ mehr geben. Interessenten für einen Breitbandanschluss können unter 0711 289-20640 oder tk_hausanschluss_sued@netze-bw.de Kontakt mit der zuständigen Abteilung der Netze BW aufnehmen.

Projektträger dieses Breitbandausbaus ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und TÜV Rheinland Consulting GmbH – im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) und des Landes Baden-Württemberg in Instanz des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Kommunen.

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