08. September 2023

Netze BW erneuert und verstärkt das Stromnetz von Gomadingen

Neue Erdkabel ersetzen Freileitungen

Gomadingen. Die Netze BW GmbH investiert über eineinhalb Millionen Euro und erneuert das Stromnetz von Gomadingen. Dazu verlegt sie neue Erdkabel zwischen Gomadingen und dem Teilort Steingebronn, die dann die Aufgabe der bisherigen Mittelspannungsfreileitungen übernehmen. Zudem stellt sie zwei neue Umspannstationen auf. Auch die Turmstation ‚Schörzbach’ wird abgerissen und an neuer Stelle wieder aufgebaut. In einem zweiten Projektabschnitt ersetzt der Netzbetreiber dann auch die störungsanfälligen Erdkabel im Bereich Sonnenhalde durch eine neue Erdkabelstrecke entlang der Gemarkung Brühl. Mit diesen Maßnahmen wird das Stromnetz nicht nur erneuert, sondern auch verstärkt und somit für die Anforderungen, die die Energiewende mit sich bringt, gerüstet. Das dient der Versorgungssicherheit vor Ort. Um Synergien zu nutzen, werden im Auftrag der Gemeinde Gomadingen durch die Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen gleich Leerrohrverbände mitverlegt.

Die Arbeiten beginnen in der zweiten Septemberhälfte. Die Verlegetrasse führt auf fast vier Kilometern überwiegend außerorts entlang von Feld- und Radwegen. Betroffen sind auch die Schwärzestraße und vor allem der Radweg, der zwischen Gomadingen und Steingebronn südlich parallel zur Landesstraße L230 und dem Schörzbach verläuft.

Danach folgt im zweiten Teil der Maßnahme die Verlegung neuer Erdkabel von der dann neu gestellten Umspannstation ‚Uracher Straße‘ Richtung Westen. Sie startet mit einer Spülbohrstrecke und geht dann weiter entlang der Wege nördlich an der Sternbergschule vorbei bis zur Umspannstation ‚Hauptstraße‘ an der Straße Unter Haslich. Die Ausführung übernimmt die Firma Lorenz Bau GdbR.

Der Tiefbau wird abschnittsweise durchgeführt. Dabei wechseln sich die Arbeiten im offenen Graben und der Einsatz des Spülbohrverfahrens ab. So kommt es in einigen Bauphasen zu einer Vollsperrung bestimmter Wirtschaftswege – auch der Schwärzestraße Richtung Charlottenhof. Eine Umleitung ist jeweils ausgeschildert. Auch im Bereich der Uracher Straße muss die Straße baubedingt halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird dann über eine mobile Signalanlage geregelt. Die Netze BW bittet die Nutzer*innen der betroffenen Straßen und Wege um Verständnis für die Beeinträchtigungen.

Da die Baumaßnahmen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegen, hat die Netze BW das Bauvorhaben mit der zuständigen Naturschutzbehörde abgesprochen und genehmigen lassen. Der Netzbetreiber setzt in weiten Teilen das Spülbohrverfahren ein, um Flächen, Bäche und Straßen grabenlos zu unterqueren. Das schont die Landschaft, reduziert Verkehrsbeeinträchtigungen und spart Zeit. Zudem hat die Netze BW ein Fachbüro für Umweltplanung und Ökologische Gutachten damit beauftragt, die Umsetzung des Vorhabens naturschutzfachlich zu begleiten.

Wenn alles planmäßig verläuft und das Wetter mitspielt, kann das Erneuerungsprojekt im Frühjahr 2024 abgeschlossen werden. Sobald die Stromversorgung über die Erdkabel in Betrieb ist, wird die Netze BW auch die Mittelspannungsfreileitungen samt der acht Holzmasten, vier Stahlmasten, sechs Betonmasten und vier Gittermasten demontieren.

Spülbohrverfahren
Mit einem kleinen Bohrkopf wird zuerst ein Pilotloch gebohrt. Dieser ist mit einem Sender versehen und gräbt sich ferngesteuert auf der Strecke, auf der später die Rohre verlaufen sollen, durch den Boden und bildet einen Bohrkanal aus. Mit Hilfe eines elektromagnetischen Ortungssystems überprüft der Bohrmeister Richtung und Tiefe des Verlaufs. Das beim Bohren gelöste Erdreich wird mit Hilfe der Spülung aus dem Bohrkanal transportiert. Die Spülung besteht aus Wasser und umweltverträglichem Bentonit, ein feines mineralisches Lehmpulver. Dadurch dient sie gleichzeitig als so genannte Stützflüssigkeit, welche die Wände des Bohrkanals stabilisiert. Am Zielpunkt angekommen, wird der Bohrkopf durch einen größeren Aufweitkopf ausgetauscht. Mit ihm wird die Bohrung im Rückwärtsgang erweitert. Falls nötig wird dieser Vorgang mit immer größeren Aufweitköpfen so oft wiederholt, bis der Bohrkanal das erforderliche Maß erreicht hat. Mit dem letzten Durchgang werden Leerrohre eingezogen, durch die abschließend die neuen Erdkabel durchgeführt werden.

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