10. Juni 2021

Modernisierung gut im Plan: Neue Anlagen im Umspannwerk Haisterkirch in Betrieb

Umbaumaßnahme der Netze BW erfolgt im laufenden Betrieb und ohne Versorgungsunterbrechungen – Arbeiten sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden

Bad Waldsee. Die im Sommer 2019 begonnene Modernisierung des Umspannwerks im Bad Waldseer Stadtteil Haisterkirch hat ein weiteres Etappenziel erreicht: Gestern wurde der letzte Transformator an die neue Anlage angeschlossen. Jetzt muss in den kommenden Tagen noch die neue 110-kV-E-Spule – die für einen sicheren Betrieb bei Erdkabeldefekten nötig ist – in Betrieb genommen werden, dann ist die Neuanlage komplett. Mit seiner modernen Technik sichert das sanierte Umspannwerk der Netze BW die Stromversorgung in der Region für die nächsten Jahrzehnte.

Seit den 1970er Jahren wird von der Wendelinusstraße aus Strom in die Region verteilt und neben Bad Waldsee auch Bad Wurzach und Teile von Eberhardzell und Bergatreute versorgt. Die Betriebsmittel in Haisterkirch waren nun allmählich in die Jahre gekommen. Neben dem Alter spielte für die Investitionsentscheidung des Unternehmens – über zwölf Millionen Euro schlagen für die Modernisierung zu Buche – noch ein weiterer Aspekt eine wesentliche Rolle: „Die Anforderungen an das Stromnetz waren damals, als das Umspannwerk konzipiert wurde, ganz andere als heute“, berichtet Netze BW-Projektmanager Albert Blank. „Das Netz wird mittlerweile deutlich höher beansprucht.“

Jetzt ist alles auf dem neuesten Stand der Technik und das Umspann-werk ist gut gerüstet für einen steigenden Energiebedarf. Und für die Aufnahme von regenerativ erzeugtem Strom, der in der Region vor allem aus Fotovoltaik- und Biogas-Anlagen stammt und in den letzten Jahren stetig zunahm. Sollte es notwendig sein, wäre auch eine Erweiterung möglich. „Aufgrund des auch zukünftig zu erwartenden Ausbaus der erneuerbaren Energien haben wir die Mittelspannungs-Schaltanlage vorsorglich mit acht Reservefeldern ausgestattet“, erklärt Blank.

In den vergangenen 21 Monaten wurde auf dem Gelände im Süden Haisterkirchs unter anderem ein Betriebsgebäude mit einer 20.000-Volt-Mittelspannungs-Schaltanlage komplett neu errichtet. Ebenso eine Frei-luft-Schaltanlage für die 110.000-Volt-Hochspannungsebene. Auch die Steuer- und Wirktechnik wurde modernisiert. Außerdem sind der Blitz-schutz erneuert sowie die eingehenden Hochspannungs-Freileitungen um- und auf die ebenfalls neuen Portale aufgelegt worden. Zuletzt verbanden die Monteure nun die Anlagen mit dem dritten und letzten Transformator. Die Trafos waren übrigens die einzigen Komponenten des Umspannwerks, die mehr oder weniger unverändert geblieben sind. Um Versorgungsunterbrechungen zu vermeiden, musste erst die neue Anlage aufgebaut werden, während die Bestandsanlage weiterhin in Betrieb war.

Abgeschlossen ist die Baustelle damit aber noch nicht. Bis zum Ende dieses Jahres werden die Arbeiten voraussichtlich noch andauern. Denn jetzt steht noch der Abbau der Altanlagen inklusive des bisherigen Betriebsgebäudes an. Für die mit den Abrissarbeiten einhergehenden Beeinträchtigungen und die nicht vermeidbare Geräuschentwicklung bittet die Netze BW die Anwohnerinnen und Anwohnern um Verständnis.

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Podiumsdiskussion statt Festreden (v. l.): OB Norbert Zeidler, EnBW-Vorstandsvorsitzender Frank Mastiaux, Landrat Heiko Schmid, Moderator Hans-Jörg Groscurth (EnBW-Konzernpressesprecher), OEW-Geschäftsführerin Barbara Endriss, Netze BW-Geschäftsführer Bodo Moray (Quelle: Netze BW / I. Rack).

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