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Umweltschutz bei der Netze BW GmbH

Als größter Verteilnetzbetreiber in Baden-Württemberg sind wir uns der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt bewusst und sehen den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlage als Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen.

Bereits vor mehr als einem Jahrzehnt haben wir damit begonnen, Managementsysteme in unserem Unternehmen zu etablieren, die uns bei diesem Anliegen unterstützen.

Bodo Moray — Geschäftsführer Region Nord und Arbeitsdirektor — bei der Überreichung der EMAS-Urkunde

Unsere Managementsysteme und Zertifizierungen

Managementsysteme definieren sich durch ein systematisches, gezieltes und geplantes Herangehen an die Umsetzung der Unternehmenspolitik und von Unternehmenszielen. Dabei unterstützen uns die Managementsysteme unsere Umweltaktivitäten zu systematisieren, voranzubringen und damit unsere Umweltleistung fortlaufend zu verbessern.

Aufgrund der vielen Synergien innerhalb der Managementsysteme leben wir seit Anfang 2020 ein integriertes Managementsystem der Systeme Umwelt (ISO 14001 & EMAS), Energie (ISO 50001) und Arbeitssicherheit (ISO 45001).

(Foto rechts: Bodo Moray — Geschäftsführer Region Nord und Arbeitsdirektor — bei der Überreichung der EMAS-Urkunde)

Mann trägt Mädchen auf dem Rücken, lächeln.

Aktualisierte Umwelterklärung 2024

Im Rahmen von EMAS möchten wir mit unserer Umwelterklärung offen und transparent darüber informieren, wie wir mit unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt umgehen. Die enthaltenen Fakten und Zahlen wurden durch unabhängige Umweltgutachter auf Richtigkeit überprüft. Enthalten sind Daten und Fakten aus den Jahren 2022 bis 2024.

Unsere Maßnahmen im Energiemanagement

Hochspannungsanlage mit einem Schild davor auf dem "Lebensgefahr" steht.

Sanierung Umspannwerke

Senkung des Heizenergiebedarfs

Von 2018 bis 2025 wurden insgesamt 38 Umspannwerke saniert bzw. erneuert. Dadurch konnte der Heizenergiebedarf pro Umspannwerk halbiert werden.

Lilafarbene Rohrleitungen in einer Industrieanlage.

Effiziente Heizungssteuerung

Senkung des Heizenergiebedarfs zur Gasvorwärmung

Im Bereich der Gas-Druck-Regel-Anlagen ist oft eine Gasvorwärmung vor einer Druckminderung technisch notwendig. Um den Energieverbrauch dafür um bis zu zehn Prozent zu senken, werden die Heizungssteuerungen ausgetauscht.

Fahrzeuge der Netze BW GmbH beim Laden in Tiefgarage.

Elektrifizierung Fuhrpark

Schrittweise Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität

Dieselfahrzeuge werden fortlaufend durch Elektrofahrzeuge ersetzt. Durch die Nutzung von Ladestrom aus erneuerbaren Energien gemäß Stromkennzeichnung nach § 42 EnWG können klimarelevante Emissionen reduziert werden.

Unsere Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz

Ökologisches Trassenmanagement im 110-kV-Hochspannungsnetz

Unsere Stromtrassen sind mehr als Infrastruktur: Sie verlaufen durch Kulturlandschaften, Schutzgebiete und Lebensräume. Mit Ökologischem Trassenmanagement (ÖTM) verbinden wir Stromversorgung und Artenvielfalt, sodass Natur und Netz profitieren.
  • Selektive Entnahme und Rückschnitt statt großflächiger Rodung
  • Entwicklung strukturreicher Lebensräume für Tiere und Pflanzen
  • Spezialmaßnahmen wie Beweidung, Biotopsvernetzung und Totholz
Strommast und Leitungen auf einem Feld.

Insektenvielfalt durch Blumenwiesen

Blühende Umspannwerke

Aus Umspannwerken werden Summspannwerke

Insekten übernehmen in unseren Ökosystemen viele wichtige Aufgaben, ihr Lebensraum wird aber leider immer kleiner. Deshalb wandeln wir ungenutzte Flächen in den Netze BW 110-kV-Umspannwerken in artenreiche Blumenwiesen um.

  • Mit speziell für die Region zusammengestelltem Saatgut, angepasster Pflege und viel Engagement fördert die Netze BW die heimische Artenvielfalt.
  • Seit 2019 haben wir 70 Umspannwerke umgestaltet – mit insgesamt rund 183.800 m² Blumenwiese. Jedes Jahr kommen rund zehn dazu.
  • Vom Bodensee bis in den Odenwald und vom Rhein bis zum Allgäu entstehen auf Flächen von rund 500 bis 10.000 Quadratmetern pro Standort unsere Summspannwerke.
Blumenwiese vor Umspannwerk mit Text: „Die Freude wächst“.

Insektenvielfalt durch Blühwiesen

160.000 m² Blühwiesen auf Wasserbehältergrundstücken

Ein Projekt der Netze BW Wasser GmbH, das zusammen mit dem NABU, den Stuttgarter Imkervereinen und der Landeshauptstadt Stuttgart noch weiter wächst.
  • Durch die Aufstellung von Nisthilfen wird speziell für Wildbienen neuer Lebensraum geschaffen.
  • Das Heu aus dem geänderten Mahdregime wird Jugendfarmen und künftig auch der Wilhelma zur Verfügung gestellt.
  • Der Honigertrag der Bienen wird unter anderem für wohltätige Zwecke abgegeben.
Blühende Blumenwiese im Frühling.

Vogelschutzmaßnahmen

Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen:
Die Netze BW setzt zahlreiche Maßnahmen um, um den Kontakt zwischen Tieren und Leitungsanlagen zu verhindern und so potenzielle Gefahren zu reduzieren. Zum Einsatz kommen u. a. Markierungen für Leiterseile, isolierende Abdeckhauben, Sitzstangen und weitere präventive Maßnahmen. Besonders im Mittelspannungsfreileitungsnetz werden seit 2022 gezielt Vogelschutzmaßnahmen umgesetzt. Die phasengetriebene Umrüstung erfolgt im Rahmen der Vereinbarung zum Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen zwischen dem VfEW, dem NABU Baden-Württemberg und dem Umweltministerium Baden-Württemberg (zur Presseinformation des VfEW vom 07.07.2022).

Schutz von Brutstätten:
Auch beim Schutz von Brutstätten arbeitet die Netze BW eng mit ehrenamtlichen NABU-Vertreter*innen sowie den zuständigen Umweltschutzbehörden zusammen. So werden beispielsweise Nester von Weißstörchen auf Leitungsanlagen gemeinsam beurteilt und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Tiere abgestimmt und umgesetzt.

Ein Beispiel für den praktischen Vogelschutz findet sich auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks in Stuttgart-Berg. Dort wurden am ehemaligen Sandwaschhaus Nistkästen für bedrohte Vogelarten wie Mauersegler, Schleiereulen und Turmfalken angebracht. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Vogelkunde und Vogelschutz e. V. in Stuttgart umgesetzt und schafft gezielt neue Brut- und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere.

Vogelschwarm über Hochspannungsmasten.

Gewässerschutz

Bioöl-Trafos

In sensiblen Bereichen setzt die Netze BW für den Betrieb von Ortsnetz-Trafos auf natürliche anstatt auf synthetische Ester als Isoliermittel.

Bioöl eignet sich einwandfrei für den Betrieb von Ortsnetz-Trafos. Das ergab ein Pilotprojekt in über 100 Umspannstationen im gesamten Netzgebiet. Im Testbetrieb war der Einsatz von 37 Tonnen Mineralöl vermieden worden.

Bioöl-Trafo im Transformatorenhaus.

Unsere Maßnahmen zur Ressourcenschonung

Hochspannungs-Transformatorstation.

Wiederaufbereitung von Isolieröl

Aufbereitung zur Wiederverwendung

Isolieröl, das für Stufenschalterwartungen von Hochspannungstransformatoren benötigt wird, sammeln wir und bereiten es in unserer eigens entwickelten Ölaufbereitungsanlage wieder auf. 2025 wurden so rund 17.400 Liter bereits verwendetes Isolieröl wiederaufbereitet.

Bauarbeiter verlegen Kabel in einem Graben.

Baustellenmanagement

Vermeidung redundanter Aufgrabungen

Wir fördern die effiziente Abstimmung von Baumaßnahmen zwischen der Netze BW GmbH und Trägern öffentlicher Belange mit Hilfe digitaler Plattformen. Dadurch werden Tiefbauaufwände reduziert, Ressourcen effizienter eingesetzt und Kosten eingespart. Die Reduzierung aufeinanderfolgender Baumaßnahmen am selben Ort, führt auch zu weniger Belastung der Bürger*innen durch Umleitungen, Lärm und Staub.

Computerzubehör liegt unordentlich auf einem Tisch verteilt.

Zusammenarbeit mit AfB

Wiederverwertung elektronischer Geräte

Eine Vielzahl ausgedienter elektronischer Geräte wird dem Inklusionsunternehmen AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) überlassen und zum Weiterverkauf durch AfB wiederaufbereitet. So werden die Geräte länger genutzt, und wir tragen gleichzeitig zu Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung bei.

In einer Halle laufen Pakete über ein Band, um verladen zu werden.

Papier und Post

Postversand im Rahmen von GoGreen Plus*

Weil Kundenanliegen über unsere Homepage digital abgewickelt werden, sparen wir Papier – und Ihnen bleibt lästiger Papierkrieg erspart. Für den verbleibenden Postversand nutzen wir das Programm GoGreen Plus* der Deutschen Post. Dabei werden Maßnahmen finanziert, die Emissionen in der Logistikkette reduzieren.

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