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21. Juli 2026

Bunter Blickfang am Lochmanns Kreuz

Graffiti-Kunst rückt modernste Netztechnik in den Blickpunkt

Wiernsheim. Technische Infrastruktur fällt optisch selten auf. Wiernsheim und der Stromnetzbetreiber Netze BW haben das geändert: Die Umspannstation am Lochmanns Kreuz ist jetzt ein echter Hingucker – dem Wieslocher Graffiti-Künstler Marco Billmaier sei Dank. Er hat zwei Wahrzeichen von Wiernsheim, die Waldenserkirche in Pinache und das Kaffeemühlenmuseum, großformatig auf der Station verewigt.

Die Idee zu dieser Gestaltung stammt von der Wiernsheimer Auszubildenden Lucy-Allie Kusch, die sich der Aufgabe gestellt hat, „kommunale Besonderheiten sichtbar zu machen und in einen stimmigen Gesamtkontext zu bringen“. In enger Abstimmung mit der Ortsverwaltung – allen voran Baubetriebsleiter Michael Bauer, der die Gestaltungsabstimmung federführend begleitet hat – wurden die Motive entwickelt und ausgewählt. „Es ist faszinierend, wie unscheinbar Umspannstationen wirken, obwohl sie eine zentrale Rolle in der sicheren Stromversorgung spielen. Ich freue mich, dass hier Technik und Kunst so sichtbar aufeinandertreffen,“ lobt Michael Bauer das Ergebnis.

„Dass am Ortseingang eine Station steht, die Technik mit Ortsgeschichte verbindet und Wiernsheim nach außen sichtbar repräsentiert, freut mich ganz besonders“, betont Bürgermeister Matthias Enz. „Die Trafostation wird damit zum täglichen Blickfang für die Bürgerinnen und Bürger und zum ersten starken Bild für alle, die nach Wiernsheim kommen.“

Umspannstation auch aus technischer Sicht interessant

Umspannstationen sind wichtige technische Anlagen: Sie reduzieren die Spannung von Mittel- auf Niederspannung und sorgen so dafür, dass der Strom zuverlässig bei Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen ankommt.

Die Station am Lochmanns Kreuz ist ein Beispiel für modernste Netztechnik, denn hier sind bereits sogenannte Smight-Sensoren eingebaut. „Diese Sensoren messen die Stromstärke an den einzelnen Abgängen und liefern so detaillierte Informationen, wann in welchem Straßenzug wie viel Strom gesamtheitlich verbraucht wird. Unser Ziel ist, die Transparenz im Netz zu steigern, Gleichzeitigkeiten frühzeitig zu erkennen und das Netz vorausschauend auszubauen,“ erklärt Florian Lutz, Teamleiter Netzbetrieb der Netzregion Enz-Murg bei Netze BW.

Investitionen in die Netzinfrastruktur sind eine zentrale Voraussetzung, damit sich die wachsende Zahl von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladepunkten für E-Mobilität zuverlässig in das Stromnetz integrieren lässt. In Wiernsheim sind aktuell 55 öffentliche Umspannstationen in Betrieb – mit steigender Tendenz, berichtet Any Schlatterer, Regionalmanagerin der Netze BW. „Die Anzahl der Umspannstationen wird sich aufgrund der Energiewende in Wiernsheim auch in Zukunft erhöhen. Bereits heute speisen annähern 1.000 erneuerbare Energieanlagen Strom in das Netz von Wiernsheim ein, und die Tendenz ist steigend,“ erläutert Any Schlatterer. Die Station am Lochmanns Kreuz steht damit auch exemplarisch für die Energiewende vor Ort.

Die Netze BW hat in den letzten Jahren zahlreiche Umspannstationen, Schaltwerke und andere technische Anlagen des Unternehmens in ganz Baden-Württemberg künstlerisch gestalten lassen. Allein in den vergangenen zwei Jahren sind weit über 100 Kunstwerke entstanden. Wer diese Werke entdecken möchte, kann ihnen beim Spaziergang oder auf Wanderungen begegnen – oder sich einen digitalen Überblick verschaffen: Unter www.netze-bw.de/unsernetz/kunst zeigt die Netze BW eine Auswahl der gestalteten Trafostationen im Land.

Über den Künstler

Marco Billmaier hat im Netzgebiet der Netze BW bereits mehrere Trafostationen mit seinen Graffiti-Kunstwerken zu bunten Blickfängen gemacht. Seine Werke sind u. a. in Knittlingen, Kämpfelbach, Königsbach-Stein, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Engelsbrand und Oberderdingen – ganz ohne Eintritt, unter freiem Himmel – rund um die Uhr zu sehen.

Weitere Informationen zum Künstler gibt es unter: www.diewandgestaltung.de

Bild © Netze BW GmbH/Heike Jung

Graffiti-Kunst verbindet in Wiernsheim jetzt Technik mit Ortsgeschichte. Daran beteiligt waren (v.l.n.r.): Matthias Enz (Bürgermeister Wiernsheim), Michael Bauer (Leiter Baubetrieb Wiernsheim), Lucy-Allie Kusch (Auszubildende bei der Gemeinde Wiernsheim), Florian Lutz (Teamleiter Netzbetrieb Enz-Murg Netze BW), Any Schlatterer (Regionalmanagerin Netze BW) und Tino Stutz (Kommunalberater Netze BW).

Über die Netze BW GmbH

Die Netze BW GmbH steht für eine sichere Versorgung in Baden-Württemberg und kundennahen Netzservice. Sie ist das größte Netzunternehmen für Strom, Gas und Wasser in Baden-Württemberg und eine Tochtergesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Als Verteilnetzbetreiber betreibt die Netze BW insgesamt knapp 100.000 Kilometer lange Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze für 2,37 Millionen Netzkund*innen im Land sowie das Gasverteilnetz für rund 104.000 Netzkund*innen. Außerdem erbringt und vertreibt die Sparte Dienstleistungen netznahe und kommunale Dienstleistungen für Kommunen und Stadtwerke. Das Unternehmen hat an rund 90 Standorten in Baden-Württemberg mehr als 5.800 Mitarbeitende sowie 800 Auszubildende und Studierende.

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