Zum Inhalt springen Zum Footer springen

10. Februar 2025

Luftschiffeinsatz an Stromleitung in Gärtringen

Netze BW prüft neue technische Möglichkeiten für die Inspektion ihrer Anlagen aus der Luft

Gärtringen/Stuttgart. Am gestrigen Sonntag konnten Passanten ein kleines Luftschiff in Gärtringen-Rohrau beobachten, das an einer Stromleitung Flugübungen vornahm. Die Hochspannungsleitung, die dort durch das Gewann Friedenäcker am Flugplatz des Modellflugvereins Böblingen verläuft, wird von der Netze BW GmbH betrieben. Der Verteilnetzbetreiber des EnBW-Konzerns testet derzeit neue Techniken zur Inspektion von Freileitungsanlagen aus. Der Einsatz eines Luftschiffes könnte eine Alternative zum klassischen Begehen von Freileitungen durch Monteur*innen sowie zum Einsatz von Helikoptern und Multikopter-Drohnen sein.

Die Netze BW arbeitet dafür im Rahmen eines Feldversuchs mit der Enpulse Ventures GmbH zusammen, ebenfalls ein Tochterunternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Enpulse unterstützt unter anderem junge Start-ups, die die Energiewende beschleunigen wollen. Ein solches Start-up ist roboloon, eine Ausgründung der Universität Stuttgart. Die Firma entwickelt autonome Luftschiffdrohnen für die Inspektion linearer Infrastruktur, wie zum Beispiel für Stromnetze, Pipelines und Bahngleise. Damit könnten Überwachung und Wartung solcher Infrastrukturen effizient, sicher, kostengünstig und für die Umwelt nachhaltig unterstützt werden – mithilfe von hochauflösenden Kameras, die Bilder vom Zustand der Anlagen liefern. Für die Netze BW wird auch der Vergleich mit Multikoptern interessant sein, die bei dem Netzbetreiber bereits im Einsatz sind. Während die Multikopter extrem einfach in der Handhabung sind, bietet das Luftschiff deutlich längere Flugzeiten. Zudem hat roboloon es erstmals geschafft, eine Multikopter-ähnliche Wendigkeit für ihr acht Meter langes Luftschiff zu erreichen - ein Knackpunkt zur Aufnahme hochauflösender Bilder aus den richtigen Blickwinkeln.

Gestern fand zunächst nur ein erster Testflug statt. Im März erfolgt dann der eigentliche Probeeinsatz des Luftschiffs an drei Masten der Hochspannungsleitung.

Übrigens: Bei dem Luftschiff, das in Gärtringen zum Einsatz kommt, spricht man nicht von einem Zeppelin, sondern von einem „Prallluftschiff”. Das bezeichnet ein Luftschiff, das im Gegensatz zu einem Zeppelin kein starres Skelett besitzt. Seine aerodynamische Form erhält ein Prallluftschiff allein durch den Innendruck des Gases, in diesem Fall nicht entflammbares Helium. Diese Art von Luftschiff kann wie ein Ballon aufgeblasen und entleert werden.

Weitere Neuigkeiten aus Kategorie: Pressemitteilung

Von links: Lukas Wienanga, Fred Oechsle, Steffen Ringwald, Stephan Einsiedler und Thomas Schlegel von Netze BW setzen sich für zusätzliche Netzkapazitäten auf dem Heuberg und in weiteren Regionen Baden-Württembergs ein.

30. Juli 2026

Stromnetz auf dem Heuberg am Limit: Netze BW legt Maßnahmenpaket für W ...

Neuer 72-Tonnen-Transformator wird im Umspannwerk Stein per LKW angeliefert.

28. Juli 2026

Neuer 72-Tonnen-Transformator erreicht das Umspannwerk Stein

Bild © Netze BW GmbH/Heike Jung

21. Juli 2026

Bunter Blickfang am Lochmanns Kreuz

Bilder © Netze BW GmbH/Uli Deck

16. Juli 2026

Netze BW startet Bau ihres neuen Regionalzentrums in Östringen