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01. Oktober 2026

Investitionen in die Zukunft: Netze BW baut in Aichhalden ein neues Umspannwerk

Zusätzliche Netzleistung schafft die Grundlage für neue Unternehmensansiedlungen und stärkt die Region

Aichhalden. Was braucht eine Region, damit Haushalte, kommunale Einrichtungen und Unternehmen auch künftig zuverlässig mit Strom versorgt werden? Ein leistungsfähiges Netz mit ausreichend Spielraum für einen steigenden Strombedarf. Deshalb baut die Netze BW in Aichhalden ein neues Umspannwerk und stärkt damit die Versorgungssicherheit sowie die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Startschuss für eine sichere Stromversorgung

Mit dem symbolischen Spatenstich am Mittwoch, 30. September 2026, nimmt das Zukunftsprojekt sichtbar Fahrt auf. Zwischen Waldmössingen und Schramberg entsteht mit dem neuen Umspannwerk eine zentrale Drehscheibe im Stromnetz: Sie bringt den Strom auf die passende Spannung und verteilt ihn von dort sicher weiter in die Region. Moderne Schalt- und Schutzeinrichtungen helfen dabei, das Netz stabil und zuverlässig zu betreiben.

Anlass für den Neubau ist der wachsende Strombedarf – etwa durch neue Gewerbe- und Industrieflächen. Zugleich entsteht eine zukunftsfähige Alternative zum Umspannwerk in Schramberg, das am bisherigen Standort nicht erneuert werden kann. Für das Pilotprojekt rechnet die Netze BW derzeit mit Kosten von rund 20 bis 25 Millionen Euro.

„Für Aichhalden ist das neue Umspannwerk weit mehr als eine technische Baumaßnahme. Es gibt unserer Gemeinde langfristige Planungssicherheit und eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten – für moderne Gewerbeflächen, zusätzliche Arbeitsplätze und einen attraktiven Standort, an dem Menschen gerne leben und arbeiten. Besonders freut mich, dass mit der BTS GmbH auch ein Unternehmen aus der Region am Bau beteiligt ist und ein Teil der Wertschöpfung vor Ort bleibt“, sagt Michael Lehrer, Bürgermeister von Aichhalden.

Mehr Netzleistung für die Region

Das Herzstück des neuen Umspannwerks sind drei Transformatoren mit jeweils 40 Megavoltampere Leistung. Zusammen könnten sie rechnerisch eine Kleinstadt mit rund 30.000 bis 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern versorgen. Vereinfacht gesagt wandeln die Transformatoren den Strom aus dem Hochspannungsnetz in die Spannung um, die für die Verteilung vor Ort benötigt wird. Zwei Leitungsfelder binden die Anlage an das überregionale Netz an. So kann künftig mehr Strom zuverlässig in die Region fließen – zu Haushalten, kommunalen Einrichtungen und Unternehmen.

„Mit dem neuen Umspannwerk denken wir weit über den heutigen Bedarf hinaus. Solche Projekte werden für viele Jahrzehnte geplant und geben der Region langfristige Planungssicherheit.“, erklärt Steffen Ringwald, Geschäftsführer der Netze BW. „Der Bau ist Teil eines umfassenden Ausbaus: Bis 2030 investiert die Netze BW jedes Jahr einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Stromnetze.“

Neue Chancen für regionale Unternehmen

Auch bei Planung und Bau geht die Netze BW neue Wege. Die Arbeiten werden in drei große Bereiche aufgeteilt: Hochbau, Tiefbau und Elektromontage. Dadurch können sich mehr Unternehmen gezielt um einzelne Aufträge bewerben. Die Planung haben Fachleute der Netze BW gemeinsam mit externen Planungsbüros erarbeitet.

Außerdem beschafft die Netze BW bei diesem Projekt mehr Betriebsmittel selbst. Dadurch lassen sich Abläufe besser aufeinander abstimmen und Kosten gezielt steuern. Die Aufteilung der Arbeiten ermöglicht es zugleich, passende Fachbetriebe aus der Region einzubinden. Mit der BTS GmbH ist zum Beispiel ein ortsansässiges Unternehmen am Bau beteiligt.

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