Digitale Stromzähler

Rechtliche Rahmenbedingungen

Deutschland hat mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende am 02. September 2016 ein Startsignal für die Einführung moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme gesetzt.

Was bedeutet die Digitalisierung der Energiewende für Stromverbraucher?

Intelligente Messsysteme, auch Smart Meter genannt, dienen als sicheres Bindeglied zwischen Netzen und Verbraucher, um ein energiewendetaugliches Stromversorgungssystem zu schaffen. In diesem Zusammenhang kommen von Seiten des Gesetzgebers und der EU wichtige neue Bestimmungen auf Netzbetreiber und Netzkunden zu. So ist die Netze BW in ihrer Funktion als Netzbetreiber dazu verpflichtet ab 2017 bzw. ab 2020 bestimmte Netzkunden mit einem intelligenten Messsystem auszurüsten. Es handelt sich dabei um Verbraucher und Stromerzeuger nach dem EEG und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.

Die Einbauverpflichtung ist bei Verbrauchern abhängig vom durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch und bei Stromerzeugern von der installierten Leistung ihrer Erzeugungsanlage (auf Basis erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplung).

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sieht folgende Vorgabe zur Einbaupflicht vor:

  • Bei Kunden mit Stromverbrauch > 6.000 kWh pro Jahr
  • Erzeugungsanlagen (installierte Erzeugungsleistung) > 7 kW
  • Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach EnWG § 14a

Bei Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch unter 6.000 kWh oder Stromerzeugung unter 7 kW liegt, ist der Einbau einer modernen Messeinrichtung bis spätestens 2032 gesetzlich verpflichtend. Allerdings kann im Einzelfall anstelle einer modernen Messeinrichtung auch ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) installiert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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