„grid-control“: Ein Gesamtlösungsansatz für das Stromnetz der Energiewende

Das Projektteam von „grid-control“ entwickelt und erprobt Konzepte und Lösungen, um Strom aus erneuerbaren Energien und neue, steuerbare Verbraucher intelligent ins Netz zu integrieren. Im Zeitraum von dreieinhalb Jahren wird dabei ein Gesamtkonzept für zukünftige Verteilnetze erarbeitet, bei dem das Zusammenspiel von Netz, Markt, Stromerzeugung und Endverbrauchern im Vordergrund steht. Ziel ist es somit, Abregelungen von Anlagen zu minimieren und den Netzausbau zu optimieren. So wird ein wichtiger Beitrag geleistet, die Energiewende zum Erfolg zu führen.

Kurz und Knapp

Gemeinsam aktiv

„grid-control“ besteht aus einem Konsortium von neun Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft und wird im Rahmen der Initiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finanziell gefördert.

Mit dem unterschiedlichen Fachwissen der Partner können dabei gemeinsam rollengerechte Lösungen für die verschiedenen Akteure in der Energiewelt von Morgen in einem intelligenten Gesamtkonzept entwickelt werden.

Ergebnisse früherer Projekte wie beispielsweise „Flexibler Wärmestrom“ und „MeRegio“ werden aufgegriffen und weiterentwickelt. Systemlösungen erprobt das Team in einem Labortest am KIT und im NETZlabor Freiamt der Netze BW.

Weitere Innovationen

Bioöl-Trafos

Die Netze BW startet einen großen Test mit Bioöl-Trafos. Erfahren Sie, wie wir dadurch die Ziele der Energiewende unterstützen.

NETZlabor Boxberg und Stockach

Überlastungen im Netz vermeiden

NETZlabor Elektroflotte

Intelligentes Lastmanagement für E-Fahrzeuge

NETZlabor Freiamt

Weiterentwicklung von innovativen Betriebsmitteln

NETZlabor Niederstetten

Köpfchen statt Kupfer - dezentrale Netzintelligenz.

NETZlabor Sonderbuch

Netze ausbauen, erneuerbare Energien integrieren.

Intelligente Koordination ist das Ziel

Ob Windkraft oder Solaranlagen: Die Stromnetze bringen die erneuerbaren Energien zum Verbraucher. Jedoch wird in einigen Regionen Deutschlands an sonnigen oder windigen Tagen mehr Strom produziert als verbraucht. Dabei kann es vorkommen, dass der von diesen "Erneuerbare Energien"-Anlagen produzierte Strom von den lokalen Verteilnetzen nicht abtransportiert werden kann und diese Netze deshalb ausgebaut werden müssen. Denn Verteilnetze sind eigentlich dafür ausgelegt worden, Strom von den Großkraftwerken zum Verbraucher zu transportieren.

Außerdem müssen beispielsweise Elektrofahrzeuge, Batteriespeicher und Smart-Home-Lösungen in das Energieversorgungssystem integriert werden. Unkoordinierte Lade- und Entladevorgänge sowie Schwarmeffekte können die Verteilnetze an ihre Belastungsgrenzen bringen und einen weiteren kostenintensiven Netzausbau bedingen. Somit ist eine geeignete Koordination dieser neuen dezentralen Verbraucher und Erzeugungsanlagen nötig, um auch in Zukunft die Bezahlbarkeit der Energiewende gewährleisten zu können.

Gebraucht wird jetzt eine Gesamtlösung für das Verteilnetz der Zukunft. Dieses Ziel hat sich das Projekt grid-control gesetzt. Unter anderem ist eine neue Maßnahme, Stromverbraucher und Speicher intelligent zu steuern. Beispielsweise können Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge dann geladen werden, wenn Photovoltaik- und Windkraftanlagen viel Strom produzieren.

Lösungswege

Das grid-control Projektteam untersucht im Rahmen des Gesamtlösungsansatzes sieben Arbeitsthemen, das Netz zukunftsfähig zu machen. Wichtige Themen sind dabei die Netzüberwachung, Netzautomatisierung und die Netzplanung. Herzstück des Gesamtkonzepts stellt die Netzampel dar. Erfahren Sie mehr zu den Details der verschiedenen Lösungen auf der Projekthomepage von grid-control unter www.projekt-grid-control.de.

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