Unser Netz

Netzverstärkung Leimen – Wiesloch

Nachfolgend erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Termine rund um das Netzverstärkungsvorhaben der bestehenden 110-kV-Freileitung zwischen Leimen und Wiesloch (Anlage 1200).

Kurz & Knapp

Unser Vorhaben

Das deutsche Stromnetz wird fortlaufend angepasst, um unter anderem eine möglichst sichere und effiziente leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität zu gewährleisten. Hierzu ist mittelfristig geplant, dass die derzeit bestehende 220-kV-Höchstspannungsebene zurückgebaut und teilweise durch die leistungsfähigere 380-kV-Höchstspannungsebene ersetzt wird. Durch den geplanten Rückbau eines 220-kV-Trafos im Umspannwerk Wiesloch verändern sich auch die Lastflussrichtungen im 110-kV-Verteilnetz, welches von der Netze BW betrieben wird. Hierbei können auf dem Leitungsabschnitt zwischen dem Umspannwerk Leimen und dem Abzweig Baiertal Leitungsüberlastungen entstehen. Diese müssen durch den Ausbau der 110-kV-Netzebene vermieden werden, weshalb eine Ertüchtigung des beschriebenen Abschnitts notwendig wird. Oberstes Ziel ist, auch weiterhin eine größtmögliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Netzverstärkung Leimen - Wiesloch

Meilensteine

Bedarfsplanung

Das deutsche Stromnetz wird fortlaufend angepasst, um eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität zu gewährleisten, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht. Hierzu ist mittelfristig geplant, dass die derzeit bestehende 220-kV-Höchstspannungsebene zurückgebaut und teilweise durch die leistungsfähigere 380-kV-Höchstspannungsebene ersetzt wird. Beide Spannungsebenen gehören zum Übertragungsnetz und werden in Baden-Württemberg von der Transnet BW betrieben. Durch den geplanten Rückbau eines 220-kV-Trafos im Umspannwerk Wiesloch verändern sich auch die Lastflussrichtungen im 110-kV-Verteilnetz, welches von uns, der Netze BW, betrieben wird. Hierbei können auf dem Leitungsabschnitt zwischen dem Umspannwerk Leimen und dem Abzweig Baiertal Leitungsüberlastungen entstehen. Diese müssen durch den Ausbau der 110-kV-Netzebene vermieden werden, mithin durch die Ertüchtigung des beschriebenen Abschnitts. Oberstes Ziel ist, auch weiterhin eine größtmögliche Versorgungssicherheit in Ihrer Region zu gewährleisten.

Genehmigungsplanung im Dialog Aktueller Stand

Bevor die geplante Maßnahme umgesetzt werden kann, bedarf es einer Genehmigung, die im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) durch die Netze BW zu erlangen ist. Um ein solches eröffnen zu können, muss die Netze BW zuvor einerseits verschiedene Voruntersuchungen durchführen, wie z.B. die Prüfung von technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen sowie andererseits einen Planfeststellungsantrag erarbeiten. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit bereits zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Neben verschiedenen Informationsmaterialien zum Vorhaben besteht z.B. über unser Projektpostfach oder unsere Projekthotline die Möglichkeit, dass Sie uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Zu beachten ist, dass alle Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen sind. Hierzu dient das Planfeststellungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für die geplanten Maßnahmen zur Anwendung kommt. Bis voraussichtlich Ende 2018 wird Netze BW einen Planfeststellungsantrag erarbeiten und bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, einreichen. Dieses prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens ist der Planfeststellungsbeschluss.

Umsetzung

Die geplante Maßnahme kann voraussichtlich ab 2020 realisiert werden.

Inbetriebnahme

Nach Abschluss der Bauarbeiten, erfolgt als abschließender Meilenstein die Inbetriebnahme.

Geplante Maßnahmen

Die Netze BW plant die bestehende 110-kV-Freileitung (Anlage 1200) ausgehend vom Umspannwerk Leimen in Richtung Nußloch bis zum Abzweig Baiertal den zukünftigen netztechnischen Anforderungen auf insgesamt 5,2 km anzupassen. Hiervon betroffen sind mit den Masten 243 bis 263 insgesamt 21 Masten, welche auf den Gemeindegebieten von Leimen, Nußloch und Wiesloch stehen.

Vorgesehen ist, die bestehenden Masten, welche überwiegend aus dem Jahr 1959 stammen, trassen- und maststandortgleich durch neue tragfähigere Masten zu ersetzen. Die derzeit bestehenden Freileitungsmasten verfügen über eine Höhe von ca. 18 bis 34 m, eine maximale Traversenbreite von ca. 8 m sowie eine Schutzstreifenbreite von ca. 19 m, jeweils links und rechts der Leitungsachse. Die neuen Maste werden voraussichtlich ca. 27 bis 43 m hoch, verfügen über eine Traversenbreite von ca. 9 m und benötigen in Teilbereichen einen Schutzstreifen von ca. 22 m, jeweils links und rechts der Leitungsachse. Bei den genannten Maßen handelt es sich zunächst um eine Abschätzung auf Grundlage einer Vorplanung, welche im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung und dem laufenden Planungsverfahren weiter konkretisiert werden soll.

Neben den bestehenden Masten sollen auch die Leiterseile, welche dem Stromtransport dienen, gegen neue und leistungsfähigere Leiterseile getauscht werden. Die Spannung bleibt mit 110 kV gleich. Netze BW folgt mit der geplanten Maßnahme konsequent dem sogenannten NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) und vermeidet somit neue zusätzliche Leitungsanlagen.

Aktueller Stand

Derzeit laufen die technischen und umweltplanerischen Voruntersuchungen, welche für die Erstellung der Genehmigungsunterlagen notwendig sind. Parallel dazu besteht für die Öffentlichkeit frühzeitig die Möglichkeit, sich zum Vorhaben zu informieren sowie Fragen und Hinweise zu den Planungen einzubringen (frühe Öffentlichkeitsbeteiligung), z.B. über unser Projektpostfach oder unsere Projekthotline.

Informationsveranstaltung:

Am 14.11.2017 laden wir Sie herzlich dazu ein, sich persönlich im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Aegidiushalle in Leimen zu informieren. Von 16.00 bis 18.30 Uhr sowie von 19.15 bis 20.30 Uhr stehen wir Ihnen an unseren Themeninseln für Ihre individuellen Fragen zur Verfügung. Eine allgemeine Kurzpräsentation der Planungen erfolgt von 18.30 bis 19.15 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für die geplante Maßnahme soll voraussichtlich ab Anfang 2019 ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Um möglichst alle Interessen in einen optimalen Ausgleich zu bringen, führt das Regierungspräsidium Karlsruhe im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eine förmliche Beteiligung durch. Erst nach erfolgter Genehmigung kann die Umsetzung der geplanten Netzverstärkung erfolgen; voraussichtlich ab 2020.

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