Unser Netz

Erneuerung der bestehenden 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Rheinau und Leimen

Die Netze BW GmbH betreibt das 110-kV-Verteilnetz im Rhein-Neckar-Kreis und steht dabei für eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Strom. Dabei führt sie je nach Alter der Bestandsanlagen von Zeit zu Zeit Erneuerungsmaßnahmen durch um auch zukünftig eine ausreichende und sichere Stromversorgung zu gewährleisten.

Kurz & Knapp

Die geplanten Erweiterungen im Bestandsnetz kurz vorgestellt

Die Netze BW GmbH plant die bestehende 110-kV-Hochspannungsleitung auf gleicher Trasse stellenweise als Ersatzneubau neuen Anforderungen anzupassen. Dazu sollen bestehende Maste teilweise abgebaut und neue Maste größtenteils standortnah errichtet werden. Einhergehend mit einer neuen, den technischen Standards angepassten, Beseilung der Maste wird das Netz fit für die Zukunft gemacht. Netze BW folgt mit dieser Maßnahme dem sogenannten NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) und vermeidet somit neue zusätzliche Leitungsanlagen.

strommast-rheinau-leimen

Meilensteine

Bedarfsplanung

Die Leitungsverbindung zwischen Rheinau und Leimen stammt ursprünglich aus den 1930er Jahren. Nach über 80jähriger Betriebszeit müssen alle Masten älteren Baujahres altersbedingt getauscht werden. Um auch zukünftig eine ausreichende und sichere Stromversorgung gewährleisten zu können, werden auf dem gesamten Abschnitt die bestehenden Leiterseile gegen neue und leistungsfähigere Seile getauscht. Auf Teilabschnitten werden zudem die zum Blitzschutz benötigten Erdseile altersbedingt getauscht. Zusätzlich wird zur netzinternen Datenkommunikation ein Seil mit Lichtwellenleitern auf dem gesamten Abschnitt hinzugefügt.

Genehmigungsplanung im Dialog Aktueller Stand

Bevor die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden können, bedarf es einer Genehmigung. Diese Genehmigung ist im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens (hier: Planfeststellungsverfahren) durch die Netze BW zu erlangen. Um ein Genehmigungsverfahren eröffnen zu können, muss die Netze BW zuvor einerseits verschiedene Voruntersuchungen durchführen, wie z.B. die Prüfung von technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen sowie andererseits einen Genehmigungsantrag erarbeiten.

Parallel dazu wird die Öffentlichkeit zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Planungen eingebunden. Neben verschiedenen Informationsmaterialien zum Vorhaben besteht z.B. über unser Projektpostfach oder die Projekthotline die Möglichkeit, dass Sie uns Ihre Fragen und Hinweise zukommen lassen, welche wir Ihnen gerne beantworten und in unserer Planung berücksichtigen. Zu beachten ist, dass alle Planungshinweise immer in einen Ausgleich mit weiteren Interessen zum Vorhaben zu bringen sind. Hierzu dient das formelle Genehmigungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Verwaltungsverfahren, welches für dieses Vorhaben als Genehmigungsverfahren zur Anwendung kommt. Es dient unter anderem der förmlichen Beteiligung der Öffentlichkeit. Wir planen mit einer Antragseinreichung für Mitte 2018.

Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Karlsruhe. Dieses prüft den Planfeststellungsantrag der Netze BW, insbesondere unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange, der Fachbehörden und der Öffentlichkeit. Ergebnis des Planfeststellungsverfahren ist der Planfeststellungsbeschluss.

Planfeststellungsbeschluss

Am Ende des Planfeststellungsverfahrens steht ein Planfeststellungsbeschluss, welcher u.a. eine konkrete Ausführung festlegt. Mit einem Planfeststellungsbeschluss rechnen wir frühestens Mitte 2019.

Bau

Der Bau wird gemäß dem Planfeststellungsbeschluss umgesetzt. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 9 Monate. Durch witterungsbedingte Unterbrechungen oder Bauzeitenbeschränkungen kann sich diese ggf. verlängern.

Inbetriebnahme

Als abschließender Meilenstein erfolgt die Inbetriebnahme.

Rückblick und aktueller Stand

Im Rahmen der frühen Bürgerinformation wurde die Erneuerungsmaßnahme bereits seit Februar 2016 bei den betroffenen Kommunen, öffentlichen Bezirksbeiratssitzungen und durch eine überregionale Pressemitteilung vorgestellt und erläutert. Interessierte Bürger können zudem über das Projektpostfach oder die Projekthotline direkt Hinweise und Anregungen zum Vorhaben eingeben. Derzeit werden die bereits eingebrachten Hinweise für den zu erarbeitenden Genehmigungsantrag geprüft. Mit einer Antragsstellung rechnen wir Mitte 2018. Danach folgt das förmliche Planfeststellungsverfahren, welches vom Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführt wird, inklusive einer förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung.

Haben Sie weitere Fragen?

Antworten zu den häufigsten Fragen finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

Donwloadcenter

Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot für Sie stetig zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen