Die Strom- und Gasversorgung ist sicher

Wir alle verfolgen mit Sorge die Entwicklung bei der Ausbreitung des Corona-Virus. Bei der Netze BW nehmen wir unsere Verantwortung als Betreiberin von Strom- und Gasnetzen in Baden-Württemberg sehr ernst.

Deshalb haben wir frühzeitig personelle und technische Maßnahmen getroffen, dieser Verantwortung auch in der aktuellen Situation gerecht zu werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es durch die Pandemie keinerlei Einschränkungen bei der Versorgung mit Strom und Gas. Über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen, den Regional- und Bezirkszentren und den regionalen Entstördiensten sind dafür in unserem gesamten Netzgebiet für Sie im Einsatz.

Wir kümmern uns drum – versprochen!

Netzinnovationen

Bioöl-Trafos

Großflächiger Feldtest der Netze BW erfolgreich abgeschlossen.

Netze BW setzt stärker auf Bioöl-Trafos.

Bioöl eignet sich einwandfrei für den Betrieb von Ortsnetz-Trafos. Das ergab das Pilotprojekt in über 100 Umspannstationen im gesamten Netzgebiet. Deshalb setzt die Netze BW jetzt in sensiblen Bereichen auf natürliche anstatt auf synthetische Ester als Isoliermittel. Zukünftig könnte der Einsatz ausgeweitet werden – je nachdem, wie sich deren ökologische Gesamtbilanzen und die Kosten entwickeln.

Innovation mit wissenschaftlicher Begleitung

Im Jahr 2015 startete der Feldtest mit ungiftigem und leicht biologisch abbaubaren Bioöl aus dem nachwachsenden Rohstoff Raps. Erste Versuche hatten zuvor vergleichbare Isolierleistungen wie das branchenweit als Standard eingesetzte Mineralöl erwarten lassen. Insgesamt 100 in Kompaktstationen installierte Bioöl-Trafos sollten den Eignungsnachweis in der Praxis erbringen. Bewusst als eine Art „Härtetest“ kamen vier der Witterung ausgesetzte Gittermaststationen sowie ein innovativer, regelbarer Ortsnetztrafo (rONT) hinzu. Zwanzig Trafos stattete die Netze BW mit Messsystemen für die Zustandsüberwachung aus. Ventile erlaubten die Entnahme von Ölproben durch das Betriebspersonal sowie Mitarbeiter der Spezialinstandhaltung aus Altbach. Das Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH) an der Uni Stuttgart hatte die begleitende Forschung übernommen. Im Herbst 2018 stand fest: Die Bioöle haben die Eignungsprüfung voll bestanden. Nach etwa einem Jahr Betrieb ließen sie sich in Sachen Alterung sogar mit Estern ohne Trafoeinsatz vergleichen.

Parallel hatte das Heidelberger IFEU-Institut die ökologische Wirkung untersucht. Bei einer Betrachtung des gesamten Lebenswegs ergab sich aktuell kein eindeutiger Vorteil gegenüber dem jahrzehntelang bewährten Mineralöl. Auf dieser Basis erfolgte jeodch die Empfehlung für natürliche Ester aus Raps, anstatt Soja.

Viel Potenzial für grüne Transformatoren

Besonders interessant ist der Einsatz der Bioöl-Trafos ab sofort bei Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen in Wasserschutzgebieten. Insgesamt betreibt die Netze BW derzeit über 25.000 Ortsnetztrafos, in denen von der Mittelspannung (meist 20.000 Volt) auf die in Haushalten und Gewerbe übliche Niederspannung (400/230 Volt) heruntertransformiert wird. Im Testbetrieb war der Einsatz von 37 Tonnen Mineralöl vermieden worden.

Abschlussbericht Projekt TONI (Bioöl-Trafos)(PDF)

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