04. Juni 2019

Millioneninvestition für nachhaltige Versorgungssicherheit in der Region

Netze BW weiht komplett modernisiertes Umspannwerk in Berghausen ein

Pfinztal. Modern, kompakt und attraktiv – so präsentiert sich das neue Umspannwerk der Netze BW GmbH an der Weiherstraße im Ortsteil Berghausen. Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde heute der wichtige Knotenpunkt für die Stromversorgung in der Region nach rund dreijähriger Umbauzeit offiziell in Betrieb genommen.

„Die Grundlage für jede Kommune ist eine funktionierende Infrastruktur. Dazu gehört vor allem auch ein belastbares und zuverlässiges Stromnetz. Mit dem Neubau hat die Netze BW die Voraussetzung geschaffen, dass sich unsere Kommune und das Gewerbe hier weiterentwickeln können“, so Pfinztals stellvertretender Bürgermeister Frank Hörter.

Netze BW-Geschäftsführer Dr. Martin Konermann hob die Bedeutung des Umspannwerks für die Netzstabilität hervor: „Eine leistungsfähige Stromversorgung steht und fällt mit der Qualität unserer Netze. Die Maßnahmen hier in Pfinztal-Berghausen sichern langfristig unser hohes Versorgungsniveau und bereiten das Netz zudem auf die Anforderungen der Energiewende und der Elektromobilität vor. Zu den Aufgaben von Netzbetreibern gehört es, dafür zu sorgen, dass Strom zuverlässig und effizient zum Verbraucher gelangt. Dazu gehört auch, die Aufnahmekapazität unserer Netze für dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien jederzeit bedarfsgerecht bereitzustellen.“

Rund sechs Millionen Euro investierte die Netze BW in die Anlage, die Strom von der 110.000-Volt-Hochspannungsebene (110kV) auf die 20.000-Volt-Mittelspanungsebene (20kV) transformiert. Zukünftig werden von hier aus die Gemeinden Pfinztal, Walzbachtal und Weingarten sowie der Karlsruher Stadtteil Grötzingen und der Brettener Stadtteil Dürrenbüchig mit Mittelspannung versorgt.

Auf dem Areal an der Weiherstraße wurde ein neues Betriebsgebäude zur Aufnahme der gasisolierten Mittelspannungsschaltanlage sowie der für den Betrieb der Anlage notwendigen Kommunikations- und Leittechnik errichtet, sowie die gesamte 110kV-Freiluftschaltanlage mit zwei Trafofeldern, eine Sammelschiene und zwei Freileitungsfelder installiert. Eine Ausbaureserve für ein weiteres Schaltfeld und einen weiteren Transformator wurde bei den Planungen bereits berücksichtigt.

Eine besondere Herausforderung während der Bauzeit war, dass die gesamte neue Technik parallel zu den bestehenden Einrichtungen aufgebaut wurde. So lief der Betrieb der Schaltanlagen und der Weitverkehrstechnik bis zum Abschluss der Installationsarbeiten kontinuierlich weiter. Der Umschluss auf die neuen Anlagenteile erfolgte Schritt für Schritt im Zuge der Gesamterneuerung.

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