22. Juni 2022

Neues Glasfasernetz startet in Rastatt

In Rastatt ist Ende Mai ein erster Teil des neuen Glasfasernetzes der Netze BW in Betrieb genommen worden. Davon profitieren künftig 54 Schulen, ein Krankenhaus sowie tausende Gewerbebetreibende und Privathaushalte.

Stuttgart. Es geht voran mit dem Breitbandausbau im Ländle: Seit Ende Mai profitiert der Landkreis Rastatt von einer schnellen Breitbandversorgung. Die Netze BW hat 18 Kommunen des Landkreises mit modernen Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Dafür errichtete das Tochterunternehmen der EnBW seit Ende August 2020 auf rund 200 Kilometern die Breitbandinfrastruktur. Zu der gehören auch 19 Knotenpunkte, sogenannte Points of Presence (PoP), zwischen der bestehenden Netz-Infrastruktur und dem neuen Zugangsnetz in Rastatt. Schrittweise soll nun das Netz in den einzelnen Ortschaften in Betrieb genommen werden. Ziel des Projektes ist es, stark unterversorgte Gebiete mit Datenübertragungsraten von weniger als 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zu erschließen – sogenannte „Weiße Flecken“. Mit dem neuen Netz stehen den Nutzer*innen bis zu 1.000 Mbit/s zur Verfügung. „Für viele Menschen im Kreis Rastatt ist das wie ein Sprung in ein neues Zeitalter – es geht im wahrsten Sinne von 0 auf 1.000 bei der Datenübertragung. Davon profitieren mehr als 1.500 Gewerbeeinheiten und Privathaushalte sowie 54 Schulen und ein Krankenhaus“, sagt Niklas Brück, Teamleiter Breitband Nord von Netze BW.

Netze BW errichtet Glasfasernetz
Als Generalunternehmer war es Aufgabe der Netze BW, die komplette passive Infrastruktur für das Glasfasernetzwerk schlüsselfertig zu erstellen. Einen großen Fokus legte die EnBW-Tochter auf das Hausanschlussmanagement, um eine möglichst hohe Anschlussquote zu erzielen. Für die Umsetzung hat das Team um Niklas Brück ein eigenes Projektbüro eingerichtet: „Mit einem detaillierten Bauzeitenplan und persönlichen Gesprächen mit allen beteiligten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern haben wir die Herausforderungen des Projekts frühzeitig identifiziert und eingeplant. Oft wollten Gemeinden beispielsweise eigene Breitband-Infrastruktur oder Leerrohre mitverlegen, so wurden auch nicht geförderte Haushalte eigenwirtschaftlich angeschlossen. Das konnte im Zuge der Tiefbauarbeiten gleich mitgemacht werden. Ein weiterer Punkt war die Abstimmung kommunaler Baumaßnahmen.“

Schnelles Internet steigert Attraktivität der Region
In Rastatt kommt das „Betreibermodell“ zum Einsatz. Das bedeutet: Das neue Next-Generation-Access-Netz (NGA) verbleibt vollständig im Eigentum der öffentlichen Hand. Zur Umsetzung des Breitbandprojektes hat der Landkreis Rastatt Anfang 2019 den Eigenbetrieb „Breitbandversorgung“ als kommunales Unternehmen gegründet. Zusätzlich zu den neuen 200 Kilometern pachtet der Landkreis weitere 150 Kilometer bestehende Netzinfrastruktur. Christian Dusch, Landrat in Rastatt, sagt: „Schnelles Internet ist heute entscheidend für die Attraktivität und Leistungsfähigkeit einer Region. Das gilt für Gewerbetreibende, für Schulen, öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte – ohne vernünftige Internetanbindung geht heute nichts mehr. Deshalb ist das Projekt Breitbandausbau Rastatt eine wichtige Investition in die Zukunft der Region. Ich bin den Projektpartnern ebenso wie meinen beiden Amtsvorgängern Jürgen Bäuerle und Toni Huber sehr dankbar, dass sie diese Infrastrukturmaßnahme vorangetrieben haben.“

Erstmalig Ko-Förderung von Bund und Land für gesamten Landkreis in Baden-Württemberg
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 40,8 Millionen Euro – rund 39,4 Millionen Euro davon förderfähig sind. Erstmalig wurde ein Breitbandausbauprojekt in einem gesamten Landkreis in Baden-Württemberg durch den Bund und das Land gefördert. Die Hälfte des Betrags übernimmt der Bund mit seinem Förderprogramm für den Ausbau des Breitbandnetzes. Weitere 20 Prozent der Mittel stammen aus dem Landeshaushalt von Baden-Württemberg. Förderfähig sind Gebiete, wenn sie „Weiße Flecken“ (weniger als 30 Mbit/s) oder „Graue Flecken (weniger als 100 Mbit/s) erschließen. Dabei geht es immer um Gebietscluster, nicht um Einzelgebäude. Diese Cluster müssen zudem im Breitbandatlas des Bundes als unterversorgt ausgewiesen sein. Anschließend erfolgt standardmäßig eine Markterkundung. Ergibt diese, dass kein privatwirtschaftliches Unternehmen in den kommenden drei Jahren eine NGA-Breitbandinfrastruktur aufbauen wird, fördert der Bund neue Glasfaserverbindungen – aus einem Fördertopf mit insgesamt rund 12 Milliarden Euro.

PYÜR ist Betreiberin des Glasfasernetzes
Betreiberin des neuen Netzes in Rastatt ist die HL komm Telekommunikations GmbH, die mit ihrer Marke PYÜR die passive Breitbandinfrastruktur vom Landkreis Rastatt pachtet. Das Leipziger Unternehmen versorgt bereits 3,4 Millionen Haushalte in Deutschland und ist für die Inbetriebnahme, Überwachung, Wartung und Entstörung des Netzes in Rastatt verantwortlich.

Über Netze BW
Die Netze BW GmbH ist das größte Netzunternehmen für Strom, Gas und Wasser in Baden-Württemberg und eine Tochtergesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Sie betreibt unter anderem die insgesamt über 93.000 Kilometer langen Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze für rund 2,28 Millionen Netzkunden im Land sowie das Gasverteilnetz mit rund 155.000 Hausanschlüssen. Das Unternehmen hat rund 4.700 Mitarbeiter.

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