12. Februar 2021

Gute Luft in Munderkingens Klassenzimmern

Netze BW rüstet Schulen mit CO₂-Sensoren aus

Munderkingen. Gute Luft und ausreichendes Lüften sind gerade in Zeiten der Coronapandemie enorm wichtig. Je höher der CO₂-Wert ist, umso „verbrauchter“ ist die Raumluft und desto höher ist auch die Konzentration an Aerosolen. Das gilt auch für Klassenzimmer. Deshalb hat die Stadt Munderkingen gemeinsam mit der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen (VGM) und der Netze BW beschlossen, drei Schulen mit CO₂-Sensoren auszustatten. Hierzu kann sie auf ihre neue digitale Infrastruktur zurückgreifen.

Bereits im Februar 2020 hatte die Dienstleistungssparte der Netze BW GmbH ein Funk-netz mit Long Range-Gateways (LoRaWAN) errichtet. Zusammen mit den entsprechenden Sensoren lassen sich so die verschiedensten Prozesse automatisieren und wichtige Messwerte erfassen und anzeigen. In der letzten Woche haben nun Mitarbeiter von „diginamic“ insgesamt 50 CO₂-Sensoren an drei Schulen verbaut, davon 45 im Schulzentrum Munderkingen, zwei in der Grundschule in Lauterach und drei in der Grundschule in Untermarchtal. „Diginamic“ ist ein Projektteam im Bereich des grundzuständigen Messstellenbetriebs der Netze BW, das sich als Anwender von LoRaWAN auf diese Sensorik-Lösungen spezialisiert hat.

Bürgermeister und VGM-Verbandsvorsitzender Dr. Michael Lohner ist froh, dass er sich für die LoRaWAN-Technik entschieden hat. „Mit Hilfe dieser Funktechnik und den unterschiedlichsten Sensoren, kann sich Munderkingen sukzessive digital vernetzen. Es gibt eine große Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten, aber gerade die Erfassung und Kontrolle der CO₂-Werte in den Schulen ist mir sehr wichtig. Nur so können wir für mehr Wohlbefinden in den Klassenzimmern sorgen und das Übertragungsrisiko infektiöser Krankheiten wie Covid-19 über Aerosole senken.“

Die eingebauten CO₂-Sensoren erfassen nun die Messwerte in den Klassenzimmern und senden sie über das lokale LoRaWAN-Funknetz an alle gewünschten Endgeräte. Damit können die CO₂-Konzentrationskurven über ein diginamic-Dashboard vor allem direkt in den Räumen visualisiert werden. Das Dashboard zeigt an, wann der kritische Grenzwert überschritten ist und wieder gelüftet werden muss. „Das spart uns den kostenintensiven Einbau einer Lüftungsanlage und sensibilisiert gleichzeitig sowohl unsere Lehrerinnen und Lehrer, als auch die Schülerinnen und Schüler beim Thema Prävention und Lüften“, erläutert Jutta Braisch, Rektorin des Schulver-bunds „Schule an der Donauschleife“, Munderkingen. „Damit können wir jetzt datenbasierte Lüftungsstrategien entwickeln.“

„Unsere CO₂-Sensorik bietet nicht nur eine technologische Unterstützung bei den Lüftungsmaßnahmen. Mit der Bereitstellung von Datenverläufen und Datenhistorie der CO₂-Konzentrationen in der Raumluft können die Stadt und die Schulen zudem eigene Analysen erstellen“, ergänzt Joachim Hepner, Kommunalberater der Netze BW. „Wir unterstützen die Kommunen gerne auf dem Weg in die digitale Zukunft. Funknetz, Sensoren und die entsprechende Software sind kaum sichtbare Eingriffe, jedoch mit großer Wirkung.“

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