16. Oktober 2020

Energiewende-Geschichte schreiben: Netze BW startet mit der Umsetzung des Projekts „Wasserstoff-Insel Öhringen“

Öhringen. Auf dem Betriebsgelände der Netze BW GmbH in der Meisterhausstraße in Öhringen haben die Arbeiten zur Umsetzung der „Wasserstoff-Insel Öhringen“ begonnen. Mit dem ersten symbolischen Spatenstich durch Oberbürgermeister Thilo Michler, Netze BW-Geschäftsführer Dr. Martin Konermann und Netze BW-Projektleiterin Dr. Heike Grüner startet das Projekt nun auch offiziell. Die zukunftsweisende Technik begeistert Oberbürgermeister Thilo Michler: „Ich freue mich, dass wir hier in Öhringen mitwirken können, Energiewende-Geschichte zu schreiben.“ Auch Dr. Konermann ist stolz auf dieses Projekt: „Unser Ziel ist es, eine klimaschonende und nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen. Da spielt Wasserstoff eine wichtige Rolle. Mit der Beimischung von regenerativen Wasserstoff wird auch die Erdgasversorgung Zug um Zug klimaneutral.“ Das sieht auch Projektleiterin Dr. Grüner so: „Mit Hilfe von Wasserstoff kann überschüssige Energie, die bei entsprechender Witterung in Wind- und Solarparks anfällt, effektiv gespeichert und auch leicht transportiert werden. So dient dieses Gas als wichtige Verbindung zwischen der Strom-, Wärme- und Gasinfrastruktur und ist ein entscheidender Baustein zur Erreichung der gesteckten Klimaziele.“

Im Rahmen des Netze BW-NETZlabors „Wasserstoff-Insel“ wird ein örtlich begrenztes Gebiet vom bestehenden Erdgasnetz abgetrennt und eigenständig versorgt – quasi wie eine Insel innerhalb des Netzes. In diesem Gebiet wird dem Erdgas dann nach und nach bis zu 30 Prozent Wasserstoff beigemischt. Der Wasserstoff wird mit Hilfe des Elektrolyseurs auf dem Gelände der Netze BW erzeugt. Diese Anlage nutzt dabei regenerativ erzeugten elektrischen Strom, um Wasser in seine chemischen Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Das mehrjährige Projekt gliedert sich in zwei Phasen. Es beginnt in der eigenen Betriebsstelle der Netze BW und wird dann im zweiten Schritt auf die umliegenden Straßen – das eigentliche „Wasserstoff-Insel“-Gebiet – ausgeweitet. Die praxisnahe Untersuchung soll zeigen, dass bereits heute schon höhere Wasserstoffanteile im Erdgas möglich sind.

Interessierte können sich unter: wasserstoff-insel@netze-bw.de oder Telefon: 0711 289-89178 gerne an das Projektteam wenden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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