23. September 2020

Netze BW bietet Breitband-Fortbildungen gemäß VDE-Leitlinien

Beitrag zu branchenweiten Standards

Die Netze BW hat die Netztechnischen Trainings im Bereich Breitband gemeinsam mit dem Rohrleitungsbauverband (rbv) deutlich weiterentwickelt und erweitert. Im neuen Ausbildungszentrum Esslingen bietet sie Fortbildungen gemäß den VDE-Leitlinien 0-800 jetzt auch Dritten an. Parallel dazu sieht man sich bei den Bemühungen um Branchen-Standards auf einem guten Weg.

Qualifizierte Mitarbeiter für den Breitbandausbau sind deutschlandweit gefragter denn je. Bei der Errichtung der Infrastruktur, aber auch bei der Planung, dem Aufbau und Betrieb der Netze in hunderten Kommunen in Baden-Württemberg bauen gerade die EnBW-Tochter und deren Telekommunikationsgesellschaft NetCom BW (Ellwangen/Ostalbkreis) auf deren Knowhow. Bereits im Frühjahr 2019 waren deshalb ein Basismodul sowie ein Aufbaumodul „Bau“ in Kooperation mit der IHK Reutlingen und dem in Köln ansässigen rbv entwickelt worden. Inzwischen ergänzen gemeinsam erarbeitete Schulungen zur Messtechnik und zur Planung das Paket, das bis Frühjahr 2021 mit einem Modul „Betrieb“ komplettiert sein soll.

Besonderen Wert legt man im neuen Ausbildungszentrum Esslingen dabei auf die Konformität mit der neuen VDE Leitlinie 0800 -200 „Qualifizierungsmuster Breitband für das Basismodul Glasfasertechnik“. Diese setze erstmals einen einheitlichen Qualitätsrahmen, wozu auch die praktischen Erfahrungen der Netze BW beigetragen hätten, betont Andreas Kohl. Er hat die Schulungsangebote federführend mit entwickelt und sieht „angesichts der Vielzahl ganz unterschiedlicher Angebote großen Handlungsbedarf für Standards“. Auch Mario Jahn, der das Thema beim rbv betreut, wünscht sich für die berufliche Fort- und Weiterbildung „mittelfristig ein brancheneinheitliches Qualifikationsmuster, was auch Vergabe und Stellenausschreibungen erheblich erleichtern würde“.

Die inzwischen auf vier Tage gestraffte Weiterbildung zu den theoretischen und praktischen Grundlagen der Glasfasertechnik bietet die Netze BW Anfang November erstmals außerhalb der EnBW-Gruppe an. Zwei Wochen später folgt eine fünftägige Schulung zur Verlegung, bei der das Augenmerk besonders stark auf der Praxis „im Graben“ liegt. „Die Leitungsbauer müssen dafür sorgen, dass sich die Glasfaser wohl fühlt“ erläutert Andreas Kohl. Absolventen der Module erhalten nach erfolgreichem Abschlusstest das IHK-Zertifikat „Infrastrukturfachkraft für Glasfasernetztechnik Leitungsbau“. Die ganze Entwicklung stimmt auch Mario Jahn optimistisch: „Viele Unternehmen in unserem Verband, die sich stark im Breitbandausbau engagieren, erwarten solche Angebote seit längerem – von Garmisch bis Flensburg“.

Hintergrund/Info:
www.netze-bw.de/trainings

Links zu den beteiligten Partnern:

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